mobile.de: Top Ten der Kleinwagen

Top 10 der kleinsten Kleinwagen

Die passen in jede Lücke

Klein zu sein ist bei Autos keine Schande – schon gar nicht in der Enge der Stadt, wo jeder Zentimeter zählt. mobile.de stellt die zehn besten Parkplatz-Suchgeräte vor.

In unwirtlichen Gegenden überlebst du nur, wenn du dich den Gegebenheiten anpasst. Diese Lehre der Evolution gilt für Reptilien auf den Galapagos-Inseln genauso wie für Automobile in Großstädten.

Vor allem für Autos bedeutet das: Sei wendig. Begnüge dich mit wenig Sprit. Und vor allem: Mach dich so klein wie möglich. Sonst gibt es keinen Parkplatz. Und dann wird es eng für die Gattung

 

Die Kurz-Ware gibt es schon ab 10.000 Euro

Wer Abend für Abend in Park-GAU-Zonen wie Hamburg-Winterhude oder München-Schwabing nach einem Stückchen nicht-verkehrswidriger Abstellfläche für sein Auto sucht, verflucht schnell jeden einzelnen Zentimeter, der über das City-Gardemaß von Smart Fortwo (2,70 Meter), Peugeot 107 (3,43 m) oder Hyundai i10 (3,59 m) hinausreicht.

Die Autoindustrie hat reagiert und bietet rollende Kurz-Ware an: Passenden Ersatz für zu viel Länge gibt es bereits zum Neupreis von unter 10.000 Euro. Fünf der zehn Top-10-Kleinwagen unterbieten diese magische Grenze, die immer wieder als Messlatte für fabrikneue Kleinwagen eingefordert wird.

Günstigste Vertreter der Kleinwagenzunft sind laut offizieller Preisliste zurzeit Toyota Aygo (3,42 m), Kia Picanto (3,60 m) und Suzuki Alto (3,66 m) für jeweils 8.990 Euro, gefolgt von Chevrolet Spark (3,64 m) für 9.140 Euro und Daihatsu Cuore (3,46m) für 9.490 Euro.

Turbos machen den Kleinen gewaltig Beine

Der Fahrspaß kommt trotz fehlender Zentimeter und kleiner Hubräume nicht zu kurz: Die Dreizylinder, die in dieser Fahrzeugklasse gern als Antrieb genutzt werden, lassen dank Turbounterstützung manch größeres Auto alt aussehen.

In der Kürze liegt die Würze – diese Plattitüde gilt auch ohne Not. Bei Lloyd LP 300 (3,20 Meter), Fiat 500 Topolino (3,22 m) und Austin A30 (3,47 m), den Keimzellen der Mobilität in der Nachkriegszeit, sah das noch anders aus.

Aus der Not (hoher Entwicklungsaufwand) eine Tugend (günstige Autos) machen, das gilt aber auch heute noch. Eine gute Plattform taugt oft für viele Autos. Im Kleinwagensegment spielt dabei nicht einmal die Herkunft eine Rolle. Kooperationen sind das Gebot der Stunde.

Ganz vorn dabei sind die Franzosen: PSA, die Konzernmutter von Peugeot und Citroën, baut mit Toyota (Aygo) zusammen die Modelle 107 und C1. Die Elektroautos iOn und C-Zero basieren auf dem Mitsubishi i-MiEV.

Aston Martin treibt das Klein-Klein auf die Spitze

Günstig und genügsam, darauf kommt es im Grunde bis heute an, wobei ein bisschen Luxus natürlich nicht schaden kann. Und ein bisschen mehr auch nicht. Aston Martin zum Beispiel legt sein neues Miniatur-Spielzeug Cygnet – ein Toyota iQ im Sportwagen-Gewand – unter anderem als streng limitiertes Sondermodell „Colette“ auf.

Namensgeber ist eine Pariser Trendboutique für Höchstverdiener. Blaue Lederkissen auf der abgesteppten Rückbank, dunkelbraunes Vollleder und Gimmicks wie Kamera und Schlüsselanhänger im blauen Colette-Stil heben den Basispreis des Drei-Meter-Wägelchens um 11.000 Euro. Auf 48.995 Euro. 14 Stück werden gebaut.

Der "up!" wird ebenfalls unter 10.000 Euro kosten

In die Breite gehen will dagegen VW: Das neueste Parkplatz-Suchgerät "up!" mit einer Länge von 3,54 Meter wird im Herbst auf den Markt kommen (und ist daher noch nicht Bestandteil dieser Top-10-Liste.

Der up! will ein echter Viersitzer sein. Dabei ist sein Radstand maximal (2,42 Meter), um Passagieren den Ausstieg zu erleichtern. Der Kofferraum soll 251 Liter Volumen haben. Zum Vergleich: Ein neuer Polo hat 280 Liter Platz im Kofferraum.

Motorisiert wird das Miniauto ab Herbst 2011 mit zwei Dreizylinder-Benziner, die aus je 1,0 Liter Hubraum entweder bis zu 60 oder 75 PS holen. Der Verbrauch liegt laut Herstellerangaben bei 4,2 Liter auf 100 km (EU-Norm).

Wie seine Konkurrenten auf dem Markt wird auch der "up!" unter 10.000 Euro kosten. Die Preisliste beginnt bei 9.850 Euro für das Grundmodell, das VW mit einigen Prototypen auf der IAA in Frankfurt vorstellte.