mobile.de: Preview Techno Classica

Größte Oldtimermesse der Welt

Jahrestreffen der Zeitmaschinen

Auf der Klassiker-Messe Techno Classica in Essen werden mehr als 2500 Traumautos zum Verkauf angeboten. Alle Hallen sind ausgebucht: Das Geschäft mit den Blech-Schätzchen brummt

Daran sollte sich die Autobranche mal ein Beispiel nehmen: Das Geschäft mit Oldtimern brummt! Auf der Techno Classica, der größten Klassiker-Ausstellung der Welt, ist jeder Fleck belegt. Mehr als 2500 Traumautos aus den letzten 100 Jahren Autogeschichte werden vom 30. März bis 3. April 2011 in Essen zum Kauf angeboten – und viele wechseln dort gewiss auch tatsächlich den Besitzer.

Während die Nachfrage für Neuwagen hierzulande weiterhin sehr gering ist, träumen mehr als 13 Millionen Deutsche von einem alten Auto für den stilvollen Ausflug in bessere Zeiten. Zum Beispiel mit einem BMW der "neuen Klasse": Vor 50 Jahren brachte der bayerische Hersteller ein neues Mittelklassemodell auf den Markt, der mit seinem nüchtern-kantigen Stil Maßstäbe setzte. Fahrbereite Exemplare in erhaltenswertem Zustand gibt es auf dem Markt bereits ab etwa 4000 Euro.

Die "Neue Klasse" wird ein Schwerpunkt der BMW-Präsentation auf der Oldtimermesse. Viele Hersteller sind inzwischen regelmäßige und engagierte Aussteller auf der Techno Classica, denn die Oldtimerszene ist als attraktiver Kundenkreis umworben.

So werden auch Audi, Mercedes, VW, Opel, Ford, Volvo und viele andere Marken mit eigenen Sonderausstellungen und Themen das ohnehin schon bunte Bild zusätzlich bereichern.

Alfa zeigt seine einstigen Champions auf der Rennpiste

Weitere Höhepunkt der Techno Classica:

  • Mercedes feiert mit einer Sonderschau den Erfinder des Automobils, also sich selbst. Es werden Meilensteine des Mercedes-Modellprogramms von 1886 (also noch vor der Ära Mercedes) bis heute gezeigt.
  • BMW widmet sich nicht nur der "Neuen Klasse", sondern auch dem berühmten Vorkriegs-Sportcoupé 328, das vor 75 Jahren auf den Markt kam.
  • Audi präsentiert neben Exponaten aus der NSU-, DKW- und natürlich Audi-Geschichte die Sonderschau "Schicke Pärchen": Fünf Paarungen von historischen Rennsportwagen und ihren Pendants mit Straßenzulassung werden zu sehen sein.
  • Volvo ehrt mit einer Sonderausstellung den sportlichen Zweisitzer P1800, der bereits bei seiner Marktpräsentation vor 50 Jahren ein Traumauto war.
  • Volkswagen zeigt Cabriolets mit VW-Emblem, darunter selten gesehene Stückchen wie den – leider nie in Serie gegangenen – Typ 34, den großen Karmann-Roadster.
  • VW Nutzfahrzeuge bereichert die Messe um eine Sonderschau über Campingfahrzeuge im Spiegel der Zeiten. Gezeigt werden unter anderem ein Ur-Bulli mit der ersten legendären Westfalia Campingbox und ein Krankentransporter "Sanka" von 1956.
  • Peugeot hat im Werksmuseum in Sochaux gestöbert und bringt insgesamt fünf Pretiosen mit, wozu die luxuriöse Reiselimousine vom Typ 184 aus den 20er-Jahren gehört. Außerdem präsentiert der französische Hersteller seine erfolgreiche Baureihe 504, die seinerzeit von Pininfarina gestaltet wurde.
  • Opel gibt einen ansehnlichen Überblick der 100jährigen Firmengeschichte, die mit Nähmaschinen und Fahrrädern begann. Auch Kühlschränke produzierte der Hersteller zeitweise; doch der Schwerpunkt liegt natürlich auf legendären Opel-Autos wie dem Massenauto Laubfrosch aus den 20er-Jahren.
  • Ford feiert 80 Jahre Standort Köln mit der Schau "80 Jahre made in Kölle". Gezeigt werden Produktionen aus dem Rheinland, darunter so volkstümliche Fahrzeuge wie der erste Fiesta, der Manta-Rivale Ford Capri und der Granada.
  • Skoda gedenkt in Essen des Beginns seiner Motorsportaktivitäten: Vor 110 Jahren wurde die Rennabteilung von Skoda gegründet, um die Marke bekannter zu machen. Gezeigt werden unter anderem historische Motorräder und ein Le-Mans-Rennwagen von 1950.
  • Alfa Romeo widmet seinen diesjährigen Auftritt den "Helden der Rennstrecke". Dazu gehören für die italienische Sportwagen-Marke der Tipo 159 "Alfetta" von 1951 (erstes Auto vom Renn-Star Juan Manuel Fangio), der Tipo B "P3" (mit dem Tazio Nuvolari 1935 auf dem Nürburgring triumphierte) und der Großvater aller Alfa-Rennrösser, der Tipo RL von 1923.