Getestet und für gut befunden

Reifen sind schwarz und rund – doch was sie wirklich können, zeigen erst aufwändige Tests. mobile.de hat die wichtigsten Test-Ergebnisse für Sie zusammengestellt.

Dunkles Geheimnis: Einem fabrikneuen Reifen sieht keiner an, wieviel Haftung er auf der Straße wirklich hat. Mit aufwendigen Tests überprüfen deshalb Fachmagazine und Autoclubs in jeder Saison die neuesten Produkte. Schnee, Matsch, Glatteis, nasse und dann wieder trockene Straßen – das alles müssen gute Winterreifen sicher beherrschen können.

Von 28 aktuellen Reifenmodellen im aktuellen Test von ADAC und Stiftung Warentest haben in jeder der beiden untersuchten Größen drei Reifen eine klare Empfehlung und die Note „gut“ erhalten. Wer eine andere Reifengröße als die genannten fährt, kann sich dennoch auf die Testergebnisse verlassen: Je nach Typ bleiben Profil und Materialmischung über alle Reifengrößen hinweg gleich.

Kleine Größen

In der kleinen Dimension (185/65 R15) sind das der Dunlop SP Winter Sport 3D mit der Bestnote (2,1) auf Nässe, der Goodyear UltraGrip 7+, der auf Eis recht guten Halt entwickelt, und der Esa-Tecar Super Grip 7.

Mittlere Größen

Bei den größeren Reifen (225/45 R 17) liegen der Michelin Alpin A4, der trotz laut ADAC "sensationell geringem Verschleiß" auch noch mit der Bestnote auf Nässe aufwarten kann, der schneestarke Continental WinterContact TS830P sowie der sehr ausgewogene Dunlop SP Winter Sport 3D vorne.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim aktuellen Winterreifentest des Fachmagazins auto motor und sport. In der Dimension 205/55 R16 erreichen die drei Modelle Goodyear UltraGrip 7+, Michelin Alpin A4 und Continental WinterContact TS830 die Bewertung "besonders empfehlenswert“.

Billigreifen sind ein Sicherheitsrisiko

Immer wieder zeigt sich, dass Billigreifen nicht mit Qualitätsprodukten konkurrieren können. Die drei beim ADAC und Siftung Warentest "mangelhaft" abschneidenden Reifen kommen allesamt aus China und zeigen meist gleich in mehreren Teildisziplinen laut den Testern "katastrophale Leistungen“. Bei einer Vollbremsung aus 100 km/h auf nassem Asphalt etwa kamen etwa der Star Performer Winter und der Westlake SW601 Snowmaster 18 beziehungsweise 22 Meter später zum Stehen als der jeweils beste Vergleichsreifen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Autos mit den China-Reifen noch mit 46,5 beziehungsweise 52,2 km/h unterwegs. Solch gravierende Unterschiede können in der Praxis darüber entscheiden, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht. Auch der Interstate Winter IWT-2 fällt auf Nässe durch.

Alternative Ganzjahresreifen

Wer in eher schneearmen Gebieten wohnt und nicht auf Winterreifen wechseln möchte, kann inzwischen auch zu guten Ganzjahresreifen greifen. Die beiden vom ADAC in der 185er-Größe getesteten Modelle empfehlen sich je nach Einsatzbedingungen durchaus als Alternativen zum reinen Winterreifen. Insbesondere der Goodyear Vector 4Seasons schwimmt bei „hervorragenden Verschleißwerten“ im Mittelfeld der Spezialisten mit. Etwas schlechter schneidet der Vredestein Quatrac 3 ab, der Schwächen auf Schnee zeigt.

Nur ein Reifen war "nicht empfehlenswert"

Auch der Auto Club Europa hat zusammen mit der Sachverständigenorganisation GTÜ erst kürzlich Ganzjahresreifen unter winterlichen Bedingungen getestet. Von vier getesteten Produkten der Größe 185/60 R15 erhielten immerhin drei eine Empfehlung. Mit „sehr empfehlenswert“ schnitt der Hankook Optimo 4S 4-Seasons ab, Vredestein Quatrac 3 und Goodyear Vector 4Seasons erhielten die Bewertung „empfehlenswert“. Lediglich der taiwanesische Federal Super Steel 657 fiel wegen starken Schwächen auf nassen und verschneiten Straßen als „nicht empfehlenswert“ durch.

Ein Preisvergleich lohnt sich immer

Bei der Wahl seiner Winterreifen sollte der Preis laut ADAC nur ein untergeordnetes Kaufargument sein. Allerdings lohnt es sich vor dem Kauf die Preise zu vergleichen. So hat der ADAC für ein und dasselbe Modell Preisspannen bis zu 34 Euro pro Reifen bei den 185ern und bis zu 81 Euro bei den teureren 225ern festgestellt.

Sparen beim Online-Reifenhändler

Am einfachsten und schnellsten lassen sich Preise über Online-Reifenhändler vergleichen, zum Beispiel

Manche Internet-Anbieter verkaufen nicht nur einzelne Reifen, sondern auch Kompletträder. Einige Portale vermitteln zudem direkt Reifenhändler vor Ort, die zu einem festgelegten Preis die Reifen veräußern und auch montieren, etwa