Öfter mal was Neues

Am 30. November endet die jährliche Kündigungsfrist für die Autoversicherung. Wer sich umschaut, kann bei Haftpflicht und Kasko leicht 200 Euro und mehr sparen.

Alle Jahr wieder... – verpassen viele Autofahrer die Chance auf ein schönes Weihnachtsgeld! Was könnte man alles anfangen mit 100, 200 oder mitunter sogar 500 Euro... Dabei ist es so leicht, das Geld einzustreichen: Jedes Jahr ändern sämtliche Versicherer ihre Tarife in Haftpflicht, Teilkasko und Kasko. Das ist natürlich kein Selbstzweck: Je nach Schadenseingang des Vorjahres werden Risikogruppen und Typenklassen neu definiert und neu kalkuliert. Und so flattert zumeist am Ende des Jahres ein Umschlag in den Briefkasten des Autofahrers: Tarifanpassung. Da diese "Anpassung" in aller Regel eine Erhöhung bedeutet, freut sich kaum jemand auf den Jahreswechsel, der ja schon genug Rechnungen mit sich bringt. Aber vorerst nähert sich zum Glück nicht das neue Jahr, sondern der 30. November.

So klappt der Wechsel

Und der bringt bereits die Chance auf einen Wechsel: Bis zum 30. November kann der jährliche Vertrag mit der Versicherung gekündigt werden. Das entspricht der regulären Kündigungsfrist von einem Monat bis zum 31. Dezember. So sollten Sie vorgehen:

  • Informieren Sie sich über günstige Alternativen zu Ihrer Versicherung.
  • Fragen Sie bei dem betreffenden Anbieter unverbindlich nach einem Angebot.
  • Erst wenn Sie das Angebot vorliegen haben, kündigen Sie fristgerecht Ihre alte Versicherung.
  • In Ihrem Kündigungsschreiben müssen die Versicherungsschein-Nr. und das polizeiliche Kennzeichen des versicherten Fahrzeugs genannt sein.
  • Schicken Sie Ihre Kündigung am besten einige Tage zuvor per Post. Am Tag des Fristablaufs zu faxen könnte schwierig werden, weil vermutlich viele Kunden so verfahren.

Kündigung auch nach Fristende möglich

Übrigens: Auch nach dem Stichtag 30. November gibt es immer noch Möglichkeiten, aus einem überteuerten Vertrag auszusteigen oder zumindest die Ausgaben deutlich zu reduzieren. Sie können zum Beispiel 

  • die Versicherung ohne Begründung kündigen, wenn Ihr Beitrag erhöht wird. Ab Zugang des Mitteilungsschreibens, das Sie über die  Tariferhöhung informiert, haben Sie einen Monat Zeit zu kündigen. Das betrifft übrigens nicht nur die Haftpflicht, sondern auch die Kasko und Teilkasko. Praktisch: Sind Sie bei ein- und demselben Anbieter versichert, berechtigt die Prämienerhöhung von nur einer Teilversicherung zur Kündigung des gesamten Vertrages.
  • Allerdings müssen Sie sich vor der Kündigung unbedingt informieren, ob eine günstigere Versicherung Sie als Kunde überhaupt akzeptiert. Und: Eine Beitragserhöhung durch Schadensfall, oft auch als Hochstufung bezeichnet, berechtigt niemals zur außerordentlichen Kündigung.
  • Sie können Ihr Fahrzeug verkaufen: Dann kann die Versicherung mit dem Übergang des Eigentums sofort gekündigt werden. Sie sind natürlich auch nicht verpflichtet, Ihr neues Auto bei derselben Versicherung zu versichern.
  • Sie können Ihr Fahrzeug vorübergehend stilllegen – zum Beispiel bis zum nächsten 30. November. Oder bis sich ein Käufer gefunden hat. Aber Achtung: Ein nicht angemeldetes Auto dürfte schwieriger zu verkaufen sein, weil eine Probefahrt damit nicht ohne Weiteres möglich ist.
  • Sie können nach einem selbstverschuldeten Unfall oder Schaden, der über die Versicherung abgewickelt wurde, den Vertrag sofort kündigen. Aber im Zuge dessen hat die Versicherungsgesellschaft in der Regel das Anrecht auf einen vollen Jahresbeitrag. Mit anderen Worten: Sie bekommen von Ihrer Jahresprämie nichts zurück.

Autofahrer-App für den Notfall

Übrigens: Für den Fall des (Un-)Falls können Autofahrer jetzt auch elektronisch vorsorgen. Direct Line hat eine kostenlose App fürs iPhone entwickelt, die im Stress einer Pannen- oder Unfallsituation helfen kann, die richtigen Schritte zu tun. Das fängt an mit Beweissicherung am Unfallort und Fotos vom Schaden bis zur Absendung der Schadensmeldung an die Direct Line oder jede andere Versicherung. Praktisch: Auf Knopfdruck können Sie die wichtigsten Eindrücke diktieren, die App zeichnet sie auf und sichert sie für späteren Zugriff. Natürlich gibt es auch eine Kurzwahl, um bei Verletzungen Hilfe zu holen oder die Polizei zu informieren. Wer eine Werkstatt sucht oder sich abschleppen lassen muss, kann überdies in Kombination mit der GPS-Funktion die nächstgelegene Partnerwerkstatt der Direct Line anzeigen lassen und sofort anrufen – für ein unverbindliches Angebot...

Hier können Sie sich kostenlos die Unfallhilfe-App der Direct Line herunterladen.