Erste Hilfe mit dem Handy

Es gibt elektronische Helfer bei Pannen und Unfällen, den Sie immer bei sich tragen können: Unfallschutz-Apps fürs iPhone sind kostenlos und helfen im Notfall, das Richtige zu tun

Wir sind auf dem richtigen Weg: Seit 40 Jahren geht die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr kontinuierlich zurück. 2009 starben 4152 Personen auf deutschen Straßen – so wenig wie in den letzten 60 Jahren nicht mehr, teilte das Bundesamt für Statistik kürzlich mit. Der Höchststand lag 1970 bei 21.332 Verkehrstoten. Seitdem ist die Unfall- und Opferrate immer weiter gesunken, durch Verkehrserziehung, -regelung und vor allem technische Innovationen im Auto wie Kopfstützen, Antiblockiersystem und Airbag. Doch Autofahrer sollten wachsam bleiben: Insgesamt hat die Zahl der Verkehrsunfälle, die polizeilich registriert wurden, sogar leicht zugenommen – um fast ein Prozent auf 2,31 Millionen. Heißt nichts anderes, als dass es alle 14 Sekunden irgendwo auf unseren Straßen heftig kracht.

Fortschritt: Weniger Personenschäden an Bord

Das kann der harmlose Parkpatzer sein, der bloß einen neuen Stoßfänger kostet und nach dem ersten Ärger fast vergessen ist; das kann aber auch eine böse Kollision mit mehr oder minder schweren Verletzungen sein. Und noch eine bemerkenswerte Tendenz verrät die aktuelle Statistik: Während Personenschäden bei Autofahrern und ihren Passagieren dank der Bordeigenen Sicherheitssysteme immer geringfügiger werden, nehmen sie bei bei den schwächeren Verkehrsteilnehmern eher zu. Grund: Ihnen fehlen die elektronischen Assistenten, die in vielen Neuwagen inzwischen serienmäßig verbaut sind. Immerhin rüsten viele Hersteller in Sachen Fußgängerschutz auf – das verlangen auch die aktuellen Crashtests immer nachdrücklicher.

Passt in jede Hosentasche: Unfallhilfe-App fürs iPhone

Ein Assistent, den auch Fußgänger unterwegs immer bei sich tragen können: die Unfallhilfe-App. Unter anderem bietet auch Direct Line eine solche kostenlos Applikation fürs iPhone an. Sie ist schnell heruntergeladen (im App Store), verbraucht wenig Speicherplatz und hilft im Fall des Falles, das Richtige zu tun. Das beginnt schon mit der korrekten Unfallmeldung an die Rettungskräfte: Im direkten Eindruck der Ereignisse sind viele Menschen nervös und vergessen wichtige Details, die später Zeit kosten und vielleicht schlimme Folgen haben können. Die App bietet hierfür unter dem Menüpunkt "Unfalldaten" eine Checkliste, die alle wichtigen Aspekte abfragt. Unter dem Menüpunkt "Werkstatt" findet sich eine Liste Partnerwerkstätten von Direct Line, dank GPS-Ortung werden stets die am nächsten gelegenen Servicebetriebe angezeigt. Es kann auch gleich eine Schadenmeldung erstellt und sofort per Mail an jede beliebige Versicherung (voreingestellt ist Direct Line) abgeschickt werden. Wer Fotos vom Unfallort gemacht hat, kann diese gleich automatisch in die Schadenmeldung integrieren.

Volvo: Rund um die Uhr in 14 Ländern rufbereit

Mehr als die nützlichen Unfallhilfe-Apps leistet höchstens noch die Sicherheitsausstattung "Volvo on Call" (VOC) – es besteht im Wesentlichen aus einem Kommunikationssystem, das ständig rufbereit und verfügbar ist. Dazu gehört ein Mobiltelefon mit angeschlossener GPS-Navigation, das bei Unfällen selbstständig eine Meldung an die Rufzentrale abgibt. Indikatoren für den Alarm sind zum Beispiel die Auslösung eines Airbags oder eines Gurtstraffers. Überdies kann rund um die Uhr ein Mitarbeiter von VOC angerufen werden, der dann die Rettungsarbeiten koordiniert. Auch bei Auslösung der Alarmanlage wird nach 15 Sekunden automatisch das Servicecenter informiert, das dann den Fahrzeughalter oder die Polizei informiert. Wenn gewünscht, kann das gestohlene Auto nicht nur lokalisiert, sondern sogar aus der Ferne am Weiterfahren gehindert werden. "Volvo on Call" ist nur in Volvo-Neuwagen erhältlich und kostet 850 Euro – im Preis inbegriffen ist die kostenlose Nutzung des Kommunikationsdienstes für zwei Jahre, danach fallen Gebühren an.

Weitgehend gebührenfrei: Die Assistenten, von denen keiner spricht. Jeder hat sie an Bord, doch oft werden sie sträflichst vernachlässigt...

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