Mit Spannung erwartet

Wie klein wird die Zukunft? Die Studien reichen vom angepassten Serienmodell bis zum futuristischen Einsitzer. In einem Punkt sind sich alle einig: Kleinwagen von morgen sind Elektroautos.

Ob Mini E oder Smart ed – die ersten Elektro-Kleinwagen fahren schon auf der Straße. Bisher sind diese Autos aber reine Testfahrzeuge, die an ausgewählte Kunden verleast werden. Ziel der Hersteller ist es, die Elektromobile bei Kunden im Alltagseinsatz zu erproben. Schon Ende des Jahres kommen aber die ersten Serienmodelle in Europa auf den Markt.

Mitsubishi startet noch 2010

Den Anfang macht dabei Mitsubishi mit dem i-MiEV, der in Japan bereits auf dem Markt ist. Der 3,40 Meter lange und nur 1,48 Meter breite Kleinstwagen wird von einem 64-PS-Elektromotor angetrieben. Die Reichweite liegt bei maximal 160 Kilometern. Auf Basis des i-MiEV bringen Citroen mit dem C Zero und Peugeot mit dem iOn ebenfalls noch 2010 Schwestermodelle. Peugeot hat bereits angekündigt, dass der iON zunächst nur per Leasing abgegeben wird – zum Komplettpreis von 500 Euro pro Monat inklusive Akkus.

Wenig Grundfläche, aber viel Platz

Bei den Mobilitätskonzepten der Zukunft kommt es nicht nur auf die Art des Antriebs, sondern auch auf die möglichst intelligente Nutzung von Raum an. Peugeot hat bei seinem Stadtautokonzept BB1 zwei E-Motoren mit jeweils zehn PS direkt an den Rädern untergebracht, sodass kein platzraubender Vorbau notwendig ist. Das 2,50 Meter kurze Gefährt wirkt nicht nur wegen seiner hinten angeschlagenen Türen unkonventionell. Über die ganze Länge spannt sich eine Glaskuppel, innen gibt es statt eines Lenkrads einen Lenker und keine Pedale. Gas oder besser Strom gegeben wird über einen Drehgriff wie beim Motorrad. In dem kuriosen Fahrzeug sollen vier Erwachsene Platz finden. Ab 2014 wird der BB1 marktreif sein, hat Peugeot angekündigt.

Ein Auto, das keins ist

Noch um einiges utopischer als der BB1 sieht der General Motors EN-V aus. Von einem Auto kann man beim EN-V kaum sprechen, eher von einem Segway-Roller mit Dach. Gefahren wird im Stehen. Durch eine große Fronttür, die nach oben aufschwenkt, besteigt man das Elektromobil. Anschließend rollt der Fahrer auf zwei elektrisch angetriebenen Rädern durch die Stadt. Während der Fahrt sorgt die elektronische Steuerung dafür, dass das City-Mobil die Balance behält.

Kleinwagen unter Strom

Alle großen Hersteller tüfteln bereits intensiv an kommenden Fahrzeugen. Vor allem Kleinwagen werden in den überlasteten Großstädten eine immer größere Rolle spielen – da ihre Reichweite unter 100 Kilometern liegen kann, nehmen die Akkus wenig Platz weg. Auch sie selbst beanspruchen nur eingeschränkten Parkraum. BMW macht aus seinem „Megacity-Vehicle“ noch ein großes Geheimnis. Es soll ein neuartiges Stadtauto mit Elektroantrieb sein, das 2013 auf den Markt kommen könnte. Bei Renault etwa gibt man sich schon offener. 2011 soll der kleine Kangoo Z.E kommen, gefolgt vom zweisitzigen Twizy und dem 4,10 Meter langen Zoe E.V. (Mitte 2012). Und VW will 2012 den Up! Auf den Markt bringen – die genannten Fahrzeuge sind sämtlich Elektroautos. Es wird also spannend – im wahrsten Sinne des Wortes...