Alles außer langweilig

Ob als geschrumpfter Geländewagen oder im verspielten Comic-Design – neue Ideen können auch im Kleinen wirken. Besonders die Japaner erfinden den Kleinwagen immer wieder neu.

Der kleine Kasten sieht ein bisschen aus, als ob er einem Manga-Comic entstammt. Die kugelrunden Nebelscheinwerfer und die schlitzförmigen Leuchten an der Front malen ihm ein lustiges Gesicht, das auf Anhieb ansprechend wirkt. Bewusst anders will der Nissan Juke sein. Das signalisieren auch die sichelartigen Rückleuchten am Heck und im Innern der mit glänzendem Kunststoff verkleidete Mitteltunnel ebenso wie die putzigen Armaturen. Und diese Strategie geht auf: Die Kombination aus Gelände-Coupé und Sportwagen fällt auf. Ebenso wie die Nische, in die der Juke purzelt. Denn wenn der 4,13 Meter lange Zweitürer im Herbst ab 16.990 Euro auf den Markt kommt, muss er keine direkte Konkurrenz fürchten – er hat keine.

Mini macht auf maxi

Außer vielleicht den Mini Countryman, der ebenfalls im Herbst startet aber gegen den Juke fast schon brav wirkt. Der modische Gelände-Mini kommt auf eine Länge von 4,10 Meter (volle 40 Zentimeter mehr als der Mini One) und ist wie der Nissan Juke mit Front- oder Allradantrieb zu haben. Unter der vorderen Haube kommen die aus dem normalen Mini bekannten Motoren mit einer Leistung zwischen 90 und 184 PS zum Einsatz. Die Preise des Viertürers starten bei 20.200 Euro und sind wie bei Mini üblich nach oben offen.

Ein Würfel aus Korea

Während Countryman und Juke noch auf sich warten lassen, ist der Kia Soul schon zu haben. Auf den koreanischen 4,10-Meter-Kleinwagen passt vielleicht am ehesten die Bezeichnung „Würfel-Van“. Denn besonders auffällig ist am Soul die kantige Optik, die zudem Anleihen bei Geländewagen nimmt. Dafür ist der Wagen aber nicht gebaut, es gibt ihn ausschließlich mit Frontantrieb. "Ganz auf das moderne Stadtleben zugeschnitten" glaubt ihn der Hersteller. Denn der Soul ist ein großgeratener Einkaufswagen: Bei umgeklappter Rücksitzbank  fasst er bis zu 1258 Liter Gepäck; damit misst er sich schon mit einem Mittelklasse-Kombi. Für 15.900 Euro ist die Ausführung mit einem kraftvollen 126-PS-Benziner zu haben. Sie tritt gegen Konkurrenten wie den Citroën C3 Picasso aus Frankreich an.

Japaner entdecken den Kubismus

Oder den Nissan Cube aus Japan. Denn beim Design setzt Nissan wie Kia beim Soul auf die Würfel- oder Kastenform. So sieht als Kubismus auf japanisch aus. Innen ist es mit den Kanten dann vorbei, denn der Dachhimmel präsentiert sich in Wellenform und immer wieder findet sich im Cube die Form eines eintauchenden Wassertropfens. Im Heimatland ist das Modell seit der 1. Generation übrigens schon seit zehn Jahren erfolgreich auf dem Markt. Erst jetzt trauen die Japaner ihrem Cube (ab 18.000 Euro) offensichtlich auch Erfolg in Europa zu.

Franzosen setzen auf Individualität

Zweifarblackierung, LED-Tagfahrlicht oder Dach und Fußmatten in Zebraoptik – beim Citroen DS3 ist fast alles möglich. Technisch ist der zweitürige DS3 eine Edelversion des C3. Beide Autos teilen sich mit wenigen Änderungen Plattform, Fahrwerk und Motoren. Bei der Version DS setzen die Franzosen aber voll auf Individualisierung und schickes Aussehen. Preis des 3,95-Meter-Franzosen: ab 15.200 Euro.