mobile.de Deutschlandauto 2010

Folge 2: Deutschlandauto

Sch(n)eiden tut weh

Wie sieht das beliebteste Auto aus? mobile.de hat nachgesehen: 35 Millionen Suchanfragen zeigen, wie die Deutschen sich das perfekte Auto vorstellen. Jetzt wird es gebaut – und bald fährt es!

23. Juni 2010

Da fliegen die Funken: Mit der großen Flex zieht Kimo dem Auto quer übers Dach. Es kreischt zum Erbleichen, glühende Eisensplitter fliegen in alle Richtungen. Dazu riecht es verflucht brenzlig in der Werkstatt. Kunststück, bei der Schnippselei erwärmt sich das Metall auf über 200 Grad. Drei Millimeter Stahlblech schneidet der Trennschleifer wie unsereins die Butter an einem Sommermorgen. Und schon ist das einst stolze Auto entzwei: Ein Vorder- und ein Hinterteil bleiben rauchend am Boden zurück.

So gesehen, eine spaßige Sache: Zersägen ist immer einfacher als zusammenbauen. Doch auch den zweiten Teil werden die Jungs von "Bad Toys" und "AGC Performance" aus Hamburg und Umgebung akkurat erledigen. Aus zwei halben Autos machen die passionierten Schrauber eins! Völlig simpel? Gar nicht: Denn das Deutschlandauto von mobile.de wird ein ganz neues Auto mit vielen Details, die es nirgendwo anders gibt.

Dafür wurden 35 Millionen Suchanfragen bei mobile.de und eBay Motors, der Internetplattform für Autozubehör und -teile, ausgewertet. Die Summe der beliebtesten Suchen ist auch die Konstruktionsformel für das Deutschlandauto. In den Prototypen wird alles eingebaut, was sich die meisten Deutschen an Einrichtung wünschen. Überdies erhält es ein mitreißendes Design und natürlich die entscheidende Straßenzulassung.

Denn das Deutschlandauto soll nicht nur abgefahren aussehen, sondern tatsächlich etwas bewegen ... – bis zu vier Passagiere inklusive Gepäck! Alles in allem ein Traumwagen: unverwechselbar, noch seltener als das Mondauto – und dennoch voll fahrbereit!

Doch bevor das Deutschlandauto zur ersten Probefahrt bereit ist, gibt es noch viel zu tun: "Nicht zu fassen: Jeder Hersteller baut anders", ächzt Andy, während er und sein Team die Autos zerlegen. Waren beim Vorderwagen die Bleche dünn, sind sie beim hinteren Modell spürbar dicker. Vorne lassen sich Verkleidungen und Anbauteile darin leicht entfernen, beim hinteren Stück dagegen sind alle Innereien nicht nur verschraubt, sondern noch zusätzlich verlötet, verklebt und vernietet.

Schließlich ist alles ausgebaut: Nachdem Sitze, Verkleidungen und Kabelbäume in einer Ecke der Werkstatt säuberlich gelagert wurden und nur noch das nackte Blech übrig bleibt, schlägt die Stunde der großkalibrigen Schneidwerkzeuge.

Erst fliegen die Funken, dann ist Feinarbeit gefragt

Anschließend ist wieder Feinarbeit gefragt: Die Kanten müssen geglättet werden. Nun schieben die Mechaniker die beiden fremden Hälften probeweise vorsichtig zusammen. Wie soll denn das flutschen? Einfach nur tauschen und zusammensetzen? Das geht nur bei Lego. In der Praxis hat jedes Modell eine andere Breite, andere Profile, andere Steckverbindungen für Kabel, Schläuche und Verkleidung.

Da ist die Kunst der Improvisation gefragt. Eben das, was nur echte Bastler können. Wer hier nach einer Bauanleitung fragt, ist verloren. Ein gefundenes Fressen für die Schrauber aus Ellerbek und Rellingen bei Hamburg: Sie peppen mit Vorliebe riesige Vier- und Zweiräder aus Übersee auf und sind das Hantieren mit schrägen Formaten, seltsamen Passformen und phantasievollen Konstrukteuren daher gewohnt. Devise: Was nicht passt, wird passend gemacht – aber 100prozentig und vom Feinsten; denn die Sicherheitsexperten von der Dekra haben ein wachsames Auge drauf.

Ein Auge drauf dürfen natürlich auch Sie haben – doch vorerst zeigt mobile.de natürlich nur Ausschnitte vom Objekt der Begierde, damit es spannend bleibt!

"Das Deutschlandauto wird im Prinzip sicherer als die meisten Serienmodelle", beruhigt Andy. Kein Wunder: Wo in der Fahrzeugmitte lediglich eine B-Säule das Dach stützt, werden im Zwitter von mobile.de gleich drei sein: Eine vom vorderen und eine vom hinteren Fahrzeug, dazwischen als zusätzliche Verstärkung eine dritte, die mit den beiden verschweißt wird. Mehr geht nicht. Aber bevor der erste Schweißpunkt sitzt, müssen die beiden Fahrzeughälften untrennbar miteinander verbunden werden: Hochzeit wird das sinnigerweise genannt, und auf dieses Ereignis arbeiten "Bad Toys" und "Custom & Performance" derzeit hin.

Erst nach der Hochzeit wird der Innenausbau in Angriff genommen. Dann wird es für mobile.de-User besonders interessant: Auf der Facebook Fanseite Deutschlandauto 2010 verlost mobile.de ab 20. August Zubehör- und Einbauteile, die auch im Deutschlandauto verbaut sind. Bleiben Sie also dran – es lohnt sich!

(Fortsetzung folgt)