mobile.de Deutschlandauto 2010

Folge 6: Deutschlandauto

Liebling, es ist ein VW Astra!

Die große Enthüllung: Ab heute kann wirklich jeder das Deutschlandauto bewundern! Es steht auf der Messe Automechanika in Frankfurt und geht bald auf Tournee

23. Juni 2010

Prominente brauchen Stehvermögen: Hier noch ein Zwischenstopp für die Fans, dort ein Gruppenfoto, und bei allem immer schön lächeln, bitte! Das Deutschlandauto hat es da leicht: Sein Lächeln verliert dank leicht geschwungener Motorhaube nie die Form – und vier nagelneue Reifen auf ebensolchen Alufelgen halfen ihm dabei, auf der Premieren-Pressekonferenz in Frankfurt Haltung zu wahren.

Die Reifen sind nahezu unbenutzt; denn den Löwenanteil abgefahrener Kilometer hat das Deutschlandauto bisher auf dem Trailer zurückgelegt. Dass es auch sehr gut auf eigener Achse fahren kann, durfte mobile.de kürzlich auf einer Testfahrt selbst überprüfen. Beide Hälften scheinen sich gut miteinander zu vertragen; Abstoßungs-Versuche konnten bisher nicht registriert werden. Und das will was heißen; stammen doch Front und Heck von alten Erzrivalen der Autobranche ...

2000 Arbeitsstunden stecken drin

Doch wer sind die Spenderfahrzeuge für diese einmalige Kreation mit Zweifarblackierung? Keine Geheimnisse mehr: Ab sofort sagt mobile.de die ungeschminkte Wahrheit über das Deutschlandauto 2010 und wie es entstand. Wir werden nicht länger verschweigen, dass in dem kleinen Meisterwerk nicht weniger als 2000 Arbeitsstunden und zehn Kilo Spachtelmasse stecken.

Angefangen hat es aber als Millionen-Spiel: mit mehr als 35 Millionen Suchanfragen von mobile.de und eBay Motors. Wie schon im Jahr 2008 wurden die häufigsten Wünsche der Auto-Interessenten im Internet analysiert und aufgelistet: Lieblingsfarbe, Lieblingsmodell, bevorzugte Antriebsart und die favorisierten Einbauten. Heraus kam: ein VW Astra mit Flüssiggas-Antrieb auf Basis eines Benziners mit Leichtmetallfelgen, HiFi-Anlage, Standheizung und anderen Extras.

Autofahrer sind seit 2008 kostensensibler geworden

Spannend ist insbesondere der Vergleich mit dem Deutschlandauto 2008: Damals hieß die meistgesuchte Marke BMW, die beliebteste Motorisierung sollte bei 136 PS liegen. Das aktuelle Modell folgt der Lieblingsmarke VW, die Leistung schrumpfte auf 114 PS. Autoradios wurden beliebter als Navigationsgeräte. "Alle Fakten zeigen, dass die Kostensensibilität auch bei den Gebrauchtwagenkäufern gestiegen ist", interpretiert der Trendforscher Peter Wippermann das Ergebnis.

Auch der durchschnittliche Kilometerstand des Deutschlandautos veränderte sich: Waren es 2008 immerhin 141.611 Kilometer, sank dieser Wert beim Deutschlandauto 2010 auf 138.662 Kilometer –  vermutlich ein Resultat der Abwrackprämie.

Mehr als 50 Prozent wollen Schwarz

Das neue Deutschlandauto ist ein Zeitzeuge: Seine Charakteristiken spiegeln das Krisenjahr 2009 wider. Das sind "einige merkwürdige Verschiebungen", sagt Nick Margetts vom Automarktbeobachter Jato Dynamics. Die Zurückhaltung bei Gebrauchtwagenkäufen ist auch aus dem bevorzugten Fahrzeugalter abzulesen: Während das Deutschlandauto 2008 im März 2003 zugelassen wurde, hat mobile.de für das Deutschlandauto 2010 den August desselben Jahres als beliebtesten Zulassungszeitpunkt ermittelt. Das heißt nichts anderes, als dass die Käufer zwei Jahre später ein rund eineinhalb Jahre älteres Fahrzeug zu kaufen bereit waren.

Auch bei der Farbe gingen die Käufer auf Nummer sicher: Schwarz wurde als bevorzugte Farbe noch beliebter, erreichte mit mehr als 57 Prozent einen Höchststand. Und wer nicht schwarz sah, tarnte sich zumindest nach Kräften: Silber ist mit 34,82 Prozent die zweitbeliebteste Autofarbe, ihre Popularität hat sich seit 2008 mehr als verdoppelt.