Helden des Alltags: Autos, die man braucht

Ob zum großen Einkauf oder für den ersten Ausflug in die Natur: Diese neuen Autos sind gut für schwere Ladung, nehmen die ganze Familie mit – und sehen dabei noch gut aus.

Neue Autos im Frühjahr 2010, da reicht die Bandbreite von den Helden des Alltags über kleine Trendsetter bis zum rollenden Luxus-Artikel. Den Anfang machen die treuen Weggefährten: Autos, die man immer braucht. Es müssen nicht notwendigerweise blasse Dienstleister auf Rädern sein, denn nützlich heißt bekanntlich nicht hässlich. Und das gilt vor allem für den Hingucker des Frühjahrs: der Skoda Superb Combi. Die Oberklasse der tschechischen VW-Tochter, im internationalen Vergleich ein Mittelklasse-Auto, findet üppigen fachlichen Zuspruch: "Autobild" hat ihn gegen etablierte Kombis antreten lassen und feiert den eleganten Wagen als strahlenden Sieger, sogar über den VW Passat – wobei der Wolfsburger inzwischen alt aussieht, ein Modellwechsel steht im Herbst an.

 

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Superb: Ein Auto, das Zeichen setzt

Dennoch, Skoda hat mit dem Superb Combi ein Auto geschaffen, das Zeichen setzt: Auf dem Konto (durch den günstigen Preis) ebenso wie auf der Straße: Das Einstiegsmodell kostet ab 23.950 Euro – angetrieben von einem modernen Turbobenziner mit 125 PS aus 1,4 Liter Hubraum. 1835 Liter Stauraum hat er bei umgelegten Rücksitzen, das sind fast 200 Liter mehr als der Audi A6. Skoda attestiert dem rollenden Laderaum in der kleinsten Motorisierung einen Norm-Verbrauch von 6,9 Liter auf 100 km. Der kleinste Diesel, ein zwei Liter großer TDI mit 140 PS für ab 26.850 Euro, soll nur 5,5 Liter schlucken.

Auch Seat stellt mit dem Kleinwagen Ibiza ST einen Kombi vor – nach dem Mittelklasse-Modell Exeo ST schon der zweite Kombi in Folge. Da Südeuropäer eher zur Limousine greifen, dürfte die Zielgruppe eher nördlich liegen. Der Kombi mit vier Türen auf der Plattform des VW Polo ist mit 4,23 Meter um 18 Zentimeter länger als der Ibiza. Sein Volumen beträgt ab 430 Litern, weitere Einzelheiten verrät Seat vorläufig noch nicht. Der sportliche Spanier wird in der Grundversion mit einem 70 PS starken Benziner ausgerüstet, fünf weitere Motorvarianten sind vorgesehen. Der Preis ist ebenfalls noch offen.

Diesel-Touring verbraucht 5,3 Liter

Etwas größer, etwas teurer, (mindestens) ebenso sportlich: Der neue BMW 5er nach umfassendem Facelift. Die Oberklasse aus Bayern wird mit 4,86 Meter etwas länger und erhält viele Sicherheits-Extras aus dem 7er wie etwa automatische Verkehrszeichen-Erkennung und Night-Vision-Nachtsichtsystem. Als Einstiegs-Benziner 523i von einem drei Liter großen Sechszylinder mit 204 PS angetrieben, der nach EU-Norm 7,6 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Listenpreis: ab 41.900 Euro. Eine kleine Überraschung ist, dass der kleinste Diesel noch 950 Euro billiger ist: ein 184 PS großer Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum, nämlich 39.950 Euro. BMW schätzt den Verbrauch auf bemerkenswerte fünf Liter je 100 Kilometer, Messfahrten stehen noch aus.

VW Sharan mit Schiebetüren

Die interessante Preispolitik setzt sich beim Kombi, Touring genannt, fort: Der kleinste Benziner, ein 520i mit 170 PS aus vier Zylindern, kostet ab 39.700 Euro. Verbrauch nach EU-Norm: 6,9 Liter auf 100 Kilometer. Diesel fährt der 5er-Freund im Kombi ab 41.600 Euro, dann arbeitet darin ein zwei Liter großer Motor mit 177 PS, der nur 5,3 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Das Laderaumvolumen liegt bei maximal 1670 Liter – aber einen BMW kauft man sich ja nicht primär, um damit Obstkisten herumzukutschieren...

Dann schon eher einen Sharan: Da passt viel mehr hinein, und nicht nur Gepäck. Volkswagen hat die Großraumlimousine nach 15 Jahren erstmals neu aufgelegt. An der 2. Modellgeneration ist bis auf die Sonnenblenden alles neu. Besonders erwähnenswert: Hinten hat der Sharan nun Schiebetüren, die serienmäßig montiert sind. Eine dritte Sitzreihe gibt es gegen Aufpreis. Derzeit ist der Wolfsburger der sparsamste Van der Welt, mit einem 140 PS starken 2.0 TDI verbraucht er nach EU-Norm nur 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Der Preis steht noch nicht fest.

Billiger Speicher-Platz: Lada Priora

Bei  den Autos ist es wie im IT-Bereich: Speicherplatz muss nicht teuer sein. Das zeigt am anderen Ende der Preisliste Lada mit der Familien-Ausführung des Priora. Der russische Kombi wird im Sommer auf den Markt kommen. Als kleinste Motorisierung gibt es einen 98 PS großen Benziner mit 1,6 Liter Hubraum, der nach Angaben des Herstellers im Schnitt 6,3 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Der Stauraum bei umgelegten Rückbänken beträgt 1258 Liter. Um das Vertrauen in seine Produkte zu erhöhen, hat Lada die Garantie jüngst auf drei Jahre verlängert. Serienmäßig sind bei der Mittelklasse ABS, zwei Airbags und elektrische Fensterheber dabei. Hinsichtlich der Qualität nimmt es Lada mit den westeuropäischen Herstellern bisher nicht auf. Dafür unterbieten die Russen alle anderen mit dem Preis: Er dürfte für den 4,34 Meter langen Priora Kombi analog zur Limousine, die ab 8500 Euro zu haben ist, deutlich unter 10.000 Euro liegen. Dafür gibt es vielerorts nicht einmal einen Kleinwagen – vor allem die neuen kleinen Trendsetter haben ihren Preis...

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