Feine Gesellschaft

Für Autofahrer, die sich durch höheren Komfort wie auch Preis abheben wollen: Crossover mit Anspruch an hohen Lebensstil – also mit reichlich Champagner und Kaviar eingekreuzt.

Ein Auto, das es gar nicht geben dürfte, hat Mercedes als Designer-Stück erstmals 2003 auf der IAA in Frankfurt gezeigt. Denn laut Definition gibt es gar kein viertüriges Coupé. Das störte Mercedes jedoch wenig, als man die "Vision CLS" am Main präsentierte. Die Idee der Schwaben zu ihrer neuen "Coupé-Generation“: Eleganz und Dynamik eines Coupés, kombiniert mit der Funktionalität und dem Komfort einer Limousine. Das Publikum war hin und weg, Vision CLS ein Erfolg. Am 27. Juli 2010 läuft im Werk Sindelfingen das letzte CLS-Modell der Baureihe 219 vom Band. Seit dem Verkaufsstart im Oktober 2004 wurden mehr als 170.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Im Herbst wird der Nachfolger vorgestellt. Der könnte, wie eine im Frühjahr in China gezeigte Studie, möglicherweise sogar ein Kombi-Heck („shooting brake“) haben. Damit hätten die Stuttgarter dann ein viertüriges Coupé mit dem Laderaum und der Variabilität eines Kombis im Programm.

Audi A7 Sportback

Bei Audi ist in der Modellhierarchie alles logisch. Der A7 Sportback, einer der Nachahmer des Mercedes CLS, passt zwischen de A6 und das Audi-Flaggschiff A8 ein, bei dem er in Sachen Design, Motoren und Fahrerassistenzsystemen Anleihen nimmt. Genau 497 Zentimeter ist der A7 Sportback lang, er rollt auf großen 18- oder 20-Zoll-Räder. Die Coupé-Linie betonten seitliche, kleine Dreiecksfenster mit einer hochgezogenen unteren Kante, kombiniert mit dem „boat tail“, einem steilen Heck mit Abrisskante. Das Styling geht beim A7 nicht auf Kosten der Alltagstauglichkeit. Unter der Heckklappe fasst der Kofferraum 535 Liter, nach Umlegen Rückenlehne der Rückbank gar 1.390 Liter. Zwei Diesel und zwei Benziner sind verfügbar. Bei den Benzinern bieten die Ingolstädter den 2.8 FSI mit 150 kW / 204 PS und den 3.0 TFSI mit 220 kW / 300 PS an. Der 3.0 TDI leistet 180 kW / 245 PS. Der durchschnittliche Verbrauch (nach EU-Norm) liegt bei 6,0 Liter auf 100 km, das entspricht 158 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Der zweite Diesel mit 150 kW / 204 PS folgt, er soll mit 5,3 Litern (139 g CO2/km) auskommen. Im Herbst kommt der Audi A7 Sportback zu Preisen ab 51 650 Euro zu den Händlern.

BMW 5er GT

Kombi, Limousine, SUV – nein, von der Optik her ist der 5-er GT (Gran Turismo) von BMW eindeutig ein Coupé. Wenn auch eines mit vier Türen und mit einer Heckklappe, verteilt auf rund fünf Meter Länge. Er schaut ein wenig aus wie ein tiefer gelegter X6. Und damit ist der Fünfer Gran Turismo das Fahrzeug für Kunden, denen ein Kombi zu groß und unförmig, eine Limousine zu normal und langweilig und ein Geländewagen mit zu schlechtem Umweltimage behaftet ist. Aus dem bayerischen Baukasten stammen die Motoren, Benziner mit sechs und acht Zylindern sowie ein Diesel. Obendrein gibt es den elektronisch gesteuerten Allradantrieb xDrive für alle, die mehr Traktion brauchen. Die Preise starten bei 55.200 Euro.

Lexus RX 450 h

Crossover auch bei Lexus, der Nobel-Division von Toyota. Die Japaner verkaufen ihr Nobel-Öko-SUV RX 450 h mittlerweile in zweiter Generation. Ebenso wie sein Vorgänger ist der RX 450 h eher eine Luxus-Limousine als ein „echter“ schwerer Geländewagen. Beinahe alle deutschen Kunden, nämlich rund 90 Prozent, kaufen den 450-er RX als Hybridmodell, zu erkennen am kleinen „h“ hinter der Ziffer. Nach Angaben von Lexus soll er das sparsamste und umweltverträglichste Fahrzeug seiner Klasse sein. Der Vollhybrid bringt es mit seiner Kombination aus einem V6-Benziner mit dreieinhalb Liter Hubraum und zwei Elektromotoren auf eine Systemleistung von 220 kW / 299 PS. Der V-Sechs alleine bringt es auf 183 kW / 249 PS. Auf Knopfdruck kann der Hybrid-Rx rein elektrisch fahren. Allerdings nur 45 km/h schnell und gerade mal drei Kilometer weit. Nickel-Metallhydrid-Batterien dienen als Stromspeicher. Im EU-Normzyklus verbraucht der Lexus 6,3 Liter Superbenzin je 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 148 Gramm pro Kilometer entspricht. Der Grundpreis des japanischen Hybriden liegt bei 59.690 Euro.

Peugeot 207 CC

Zur Jahrtausendwende kam der 206 CC, der Vorgänger des Peugeot 207 CC. Er war der erste Kleinwagen, der mit einem faltbaren Blechdach ausgestattet war. Eine Mischung aus Cabrio und Coupé. Und damit natürlich auch ein Crossover, der ganz „nebenbei“ zum meistverkauften Cabrio in Europa wurde. Seit 2007 ist der der Nachfolger, der 207 CC, auf dem Markt. Er knüpft an die Tradition des 206 CC an und setzt auf die Tugenden des Erstlings. Er ist um über 20 Zentimeter gewachsen und jetzt 403 cm lang. Mehr Komfort gibt es auch, denn das Dach des knapp anderthalb Tonnen wiegenden Wagens öffnet und schließt vollelektrisch. Der Kofferraum ist zwar knapp bemessen, irgendwo muss die Mechanik ja hin. Aber 145 Liter reichen fürs Gepäck eines Wochenendausflugs. Außerdem kann ja auch die Rückbank als Stauraum für Taschen und Koffer dienen. Ab 19.600 Euro ist das französische Cabrio mit Blechdach zu haben. Ab 25.800 Euro gibt es den größeren Bruder, den 308 CC.