Die Auto-Party in der Schweiz

Auf dem Genfer Salon hat der Auto-Frühling begonnen: Buntes Blech blüht, utopische Studien und visionäre Concept-Cars treiben phantastischen Knospen. mobile.de zeigt die tollsten Ideen.

Eine Automesse der Superlative: Der 80. Salon International de l’Auto in Genf, besser bekannt als Genfer Salon, war ein Auto-Fest wie lange nicht mehr. Und wirklich sind alle dabei gewesen: Bei vielen Messen der letzten Monate haben sich manche Hersteller rar gemacht, doch im Frühjahr 2010 blieb keiner zuhause: Von A wie Abarth bis Z wie Zagato zeigten fast alle großen Marken Flagge auf der wichtigsten Frühjahrs-Automesse der Welt. Und sie hatten allerfeinstes Blech mitgebracht: Auf den rund 80.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche drängelten sich jede Menge neue Autos, auf Hochglanz poliert und effektvoll in strahlendes Scheinwerferlicht gesetzt.

 

Mehr Concept-Cars aus Genf in der Bildergalerie (72 Bilder)

Stau an Autopremieren und Studien

Mehr als 100 Welt- und Europapremieren gab es zu bestaunen. Vom preisgünstigen Geländewagen Dacia Duster bis zum exklusiven Supersportwagen Carlsson C25 warteten jede Menge sehenswerte Neuwagen auf Bewunderer. Noch spannender sind allerdings die Autos, die gerade erst der Gedankenwelt ihrer Schöpfer entsprungen sind: Studien und Concept-Cars.

Sie zeigen, dass der Frühling in Genf auch ideell zuhause ist: Auf vielen Ständen trieben die Entwürfe der Designer bunte Blüten. Eine davon ist der UC? vom Schweizer Entwickler Rinspeed, der schon desöfteren mit kuriosen Konzept-Fahrzeugen dem Trend voraus fuhr. Der UC?, der äußerlich dem Smart Fortwo ähnelt, ist ein ganzes Mobilitätskonzept auf vier Rädern: Das Elektroauto soll nur für kurze Strecken selbst fahren, bei längeren Etappen wird es in Spezialwaggons der Bahn verfrachtet und dort per Plug-in aufgeladen. Der Name UC? ist die – wortspielerische – Umschreibung der englischen Redewendung "You see", heißt also in etwa "Hast Du's kapiert?" Klar, haben wir.

Konzepte mit alternativen Antrieben

So wie der UC? haben noch andere Konzeptautos Elektromotoren; zum Beispiel das Light Car von Edag. Clou an diesem futuristisch gestalteten Miniauto: Im Heckfenster können Mitteilungen an den rückwärtigen Verkehr eingeblendet werden. So wäre es möglich, bei Unfällen, Staus oder ähnlichen Gefahren per Datenübertragung die nachfahrenden Autos in Bruchteilen von Sekunden zu warnen. Im Vergleich zu den Jahren zuvor, in denen sich kleine und große Visionen die Waage hielten, fällt das Übergewicht an leichten, alternativ angetriebenen Fahrzeuge auf. Kein Zweifel: Viele Hersteller haben die Zeichen der Zeit gedeutet und versuchen, sich in diesen technologischen Fachgebieten wirkungsvoll zu positionieren.

 

 

 

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