König der Landstraße

Und zwar von Toyota: Das erste reine SUV war der RAV 4 – als 3,71 Meter langer Spaß-Geländewagen kam er 1994 auf den Markt und fuhr vielen Menschen direkt in die Herzen. Sein Geländewagen-Gesicht versprach Freiheit und Abenteuer, seine Pkw-Technik hingegen Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit. Frei nach dem Motto: Zurück zur Natur; aber bitte gut gepolstert!

Ein permanenter Allradantrieb sorgte für Zug auch auf schlüpfrigem Grund. Allerdings nur bis zum ersten Matschloch: Die Bodenfreiheit von 180 Millimeter reicht kaum für wirklich dicken Dreck. Und wer seinen RAV4 erster Generation oft durch die Botanik quälte, setzt damit dem Fahrwerk erheblich zu.

Aber die meisten Käufer pfiffen drauf: Der RAV 4 verkaufte sich blendend und wurde so zum eigentlichen Stammvater aller Freizeit-Aktiv-Fahrzeuge – die Abkürzung RAV heißt nichts anderes als „Recreational Active Vehicle“. Also nur ein anderes Wort für SUV.

Andere Hersteller nennen ihr Produkt SAV wie „Sport Activity Vehicle“, als Abgrenzung zum Offroader ist auch der Ausdruck Softroader gebräuchlich. Das trifft die Sache ganz gut: Viele SUV können zwar nicht ins Gelände, machen aber auf unbefestigten, weichen Straßen (soft roads) eine bessere Figur als normale Pkw.