Kräftemessen

Das SUV ist nicht fürs Gelände, sondern für die Straße optimiert. Eine Getriebeuntersetzung, auch Geländegang genannt, ist ebenfalls nicht in allen SUV erhältlich. Dafür sind SUV erheblich schneller unterwegs als die klassischen Matschmobile: So erreicht der legendäre Land Rover Defender mit 2,4 Liter-Dieselmaschine nur 132 km/h auf der Straße.

Hingegen das 2,6 Tonnen schwere Audi-SUV Q7 mit Zwölfzylinder-TDI beschleunigt spielend auf 250 km/h, darüber wird der Motor elektronisch abgeregelt. Auch das Gewicht – der Land Rover wiegt unbeladen gut 800 Kilogramm weniger als der Audi – legt nahe, wer hier besser nicht auf schlüpfriges Terrain steigen sollte.

Es geht auch leichter und billiger

Doch es geht auch leichter und billiger. Weil nicht alle sich einen Zwölfzylinder leisten können, haben die Hersteller den Freizeitautos kleine Geschwister geschenkt: Und schon war die Klasse der kompakten SUV erfunden. Sie lehnen sich in der Größe an kompakte Pkw an, deren Klassenbester bekanntlich seit Jahrzehnten der VW Golf ist.

Angestoßen hat den Trend BMW mit dem 4,57 Meter langen X3, der im Vergleich zum großen Bruder X5 (4,85 Meter) fast 30 Zentimeter Parkplatz einspart. Und das Kompakt-SUV VW Tiguan misst 4,43 Meter, der Touareg ist mit 4,96 Meter einen guten halben Meter länger. Mitunter streiten auch Experten, was noch Kompakt-SUV ist und was schon SUV.