Grüne Reifen

Wer mit dem Auto weniger Kraftstoff verbraucht, spart Geld und schont die Umwelt. Moderne Leichtlaufreifen können dabei ebenso helfen wie der richtige Luftdruck.


Es gibt viele Möglichkeiten, Benzin – und damit Geld – zu sparen. Einige davon sind nicht teuer und leicht umzusetzen. Vier Reifen-Tipps rund ums Spritsparen:

Rechtzeitig im Frühjahr auf Sommerreifen wechseln

Wer rechtzeitig auf Sommerreifen wechselt, schon die Umwelt und spart Geld. Denn Sommerreifen verbrauchen in der warmen Jahreszeit rund ein Prozent weniger Kraftstoff als Winterreifen.

Sobald das Thermometer über sieben Grad Celsius klettert, sind Sommerreifen die richtige Wahl. Gummimischung und Profil sind bei ihnen speziell auf höhere Temperaturen abgestimmt und bieten daher mehr Sicherheit. Außerdem verschleißen sie weniger schnell als ihre stärker profilierten Kollegen für den Winter.

Leichter rollen, weniger verbrauchen

Mit Leichtlaufreifen kann man etwa 0,2 Liter Benzin pro 100 Kilometer sparen. Das sind auf den ersten Blick zwar nur ein paar Cent, die sich allerdings rechnen – vor allem, wenn man längere Strecken fährt.

Warum ist das so? Rund 20 Prozent des Benzinverbrauchs hängen vom Rollwiderstand der Reifen ab. Je geringer der Widerstand ist – je leichter also der Reifen rollt – desto weniger Kraftstoff wird verbraucht. Und das schont sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt! Gut zu wissen: Breitreifen haben inzwischen nicht mehr grundsätzlich einen höheren Rollwiderstand als Standardreifen.

Notrad statt klassisches Ersatzrad

Das fünfte Rad am Wagen hilft Sprit sparen: Noträder sind leichter als Ersatzräder und helfen, beim Gesamtgewicht zu sparen.

Wenn das Gewicht geringer ist, verbraucht das Fahrzeug weniger Sprit und der Fahrer spart Geld. Die bis 80 km/h zugelassenen Noträder sind zudem deutlich kleiner und sparen Platz im Kofferraum.

Reifendruck regelmäßig überprüfen

Hand aufs Herz: Die Höchstgeschwindigkeit des eigenen Autos kennt fast jeder. Aber den passenden Luftdruck kennen die wenigsten. Dabei sorgt der richtige Luftdruck für niedrigen Spritverbrauch. Schon wenn der Reifendruck 0,4 bar geringer ist als vom Hersteller angegeben, verbraucht das Auto um bis zu drei Prozent mehr Kraftstoff. Wer auf etwas Komfort verzichten kann, erhöht den Luftdruck um weitere 0,2 bar. Dies spart rund zwei Prozent Kraftstoff zusätzlich.

Ein Check alle 14 Tage und vor größeren Fahrten ist daher sinnvoll. Wichtig: Den Druck immer am Anfang der Fahrt messen, da ein erhitzter Reifen wesentlich mehr Druck aufweist als ein kalter Reifen. Bequemer sind elektronische Luftdruck-Überwachungssysteme. Ein Sensor im Rad misst den aktuellen Druck und warnt den Fahrer, wenn der Reifendruck zu niedrig ist.