Schwarze Geheimnisse

Dank aufwändiger Forschung und moderner Materialien hat sich der Reifen vom simplen Bauteil zur Hightech-Komponente gewandelt. Hinzu kommen neue Regelungen des Gesetzgebers. Folgende Meinungen und Empfehlungen zum Thema Sommerreifen gelten daher nicht mehr.


Beim ersten Bremsen auf feuchter Straße im Frühjahr kommt der Schreck – der Bremsweg mit den gerade aufgezogenen Sommerreifen ist länger als mit den Winterreifen. Der Grund dafür kann einfach sein: Die Sommerreifen sind einfach zu alt. Der Glaube an die ewige Jugend von Reifen ist nämlich ein Irrtum, ebenso wie manch andere Vorstellung. Nachfolgend die sieben größten Irrtümer:

Irrtum 1: Sommerreifen altern nicht

Falsch – selbst gar nicht oder nur wenig benutzte Reifen altern. Nach spätestens zehn Jahren sollten Reifen daher ausgetauscht werden. Denn mit der Zeit werden die Reifen weniger elastisch und haften schlechter auf der Straße. Für das Altern sind Ozon und Sauerstoff, aber auch Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit verantwortlich.

Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle. Wie alt die Reifen sind, verrät die vierstellige DOT-Nummer, die man an der Seite des Reifens findet: Steht hinter „DOT" und den zwei darauf folgenden vierstelligen Buchstabenkombinationen zum Beispiel 2107, wurde der Reifen in der 21. Kalenderwoche des Jahres 2007 gefertigt.

Irrtum 2: Breitreifen haben grundsätzlich mehr Rollwiderstand

Nein – seit einigen Jahren sind auch Breitreifen auf dem Markt, die viel leichter rollen als Standardreifen. Dadurch erzeugen sie weniger Widerstand und – sparen Sprit!

Irrtum 3: Reifenfabrikat und Automarke gehören zusammen

Jein – seit März 2000 ist es in den meisten Fällen egal, mit welchen Reifen man fährt. Die Angabe in den Fahrzeugpapieren gilt nur noch als Empfehlung, nicht als Vorschrift. Die einzige Ausnahme sind Besitzer schneller Sportwagen: Für manche ZR-Reifen, die für Geschwindigkeiten von über 240 km/h zugelassen sind, gilt die Markenvorgabe immer noch. Soll eine andere Reifenmarke aufgezogen werden, ist eine Freigabe des Reifenherstellers notwendig.