Die Bremsen spielen zu jeder Jahreszeit eine wichtige Rolle. Scheiben, Belege und Bremsflüssigkeit sollten regelmäßig überprüft werden. Im Winter gibt es jedoch eine Besonderheit: da Streusalz eingesetzt wird, kann sich eine Salzschicht auf den Bremsscheiben absetzen. Es kann passieren, dass ein Tritt auf die Bremse keine Wirkung zeigt. Dann sollte man ein zweites Mal, intensiver auf die Bremse treten – so dass die Salzschicht abgeschliffen wird.

AvD-Experten raten, nun auch nachzusehen, ob ausreichend Kühlflüssigkeit und Frostschutz vorhanden ist. Der Kühler besteht aus vielen kleinen Lamellen, durch die das Kühlwasser läuft. Fehlt Frostschutz, friert das Wasser ein und das kann hohe Reparaturkosten zur Folge haben. Ein neuer Kühler kostet beispielsweise 300 bis 500 Euro. Schlimmstenfalls droht ein Motorschaden – wegen Überhitzung.

Winterausrüstung

Eiskratzer, Handfeger und Handschuhe gehören jetzt in jedes Fahrzeug. Der erste Schnee kommt bestimmt und dann muss das Auto vor Fahrtantritt geräumt werden. Nur ein "Guckloch" in der Frontscheibe frei zu kratzen, ist verboten und leichtsinnig. Auch von Dach, Motor- und Kofferraumhaube muss der Schnee entfernt werden.

Sandsack und Schaufel können das Anfahren bei Glätte erleichtern – sollten deshalb bei winterlichem Wetter im Kofferraum deponiert werden. Eine Wolldecke, warme Schuhe und eine Taschenlampe im Auto können ebenfalls hilfreich werden. Bei längeren Fahrten sollte zudem eine Thermoskanne mit heißem Tee nicht fehlen. Mit dieser Ausrüstung können auch längerer Staus oder Wartezeiten bei abgestelltem Motor und Heizung problemlos überstanden werden. Wichtig ist auch, den Tank in der kalten Jahreszeit nie ganz leer zu fahren – am besten schon bei "halbvoll" den nächsten Zapfhahn ansteuern. Grundsätzlich gilt es nun auch, großzügiger zu planen. Nicht unter Zeitdruck, stressfrei und entspannt zu fahren, ist bei widrigen Straßenverhältnissen besonders empfehlenswert.