Reifen sind für die Gewährleistung von Sicherheit im Straßenverkehr besonders wichtig. In vielen Situationen entscheidet allein der Zustand der Reifen über den Ausgang einer Verkehrssituation. Meist sind Beschädigungen eines Reifens nicht mit bloßem Auge erkennbar. Die Ursachen einer Beschädigung können längere Zeit zurück liegen, bevor diese äußerlich sichtbar werden. Die häufigsten Ursachen für defekte Reifen sind: 

  • Äußere Einwirkungen, aus denen Einfahr- und Schnittschäden resultieren 
  • Anwendungsfehler, wie z.B. Fahren mit zu geringem Luftdruck oder unsachgemäßes Überfahren von Bordsteinen
    Es wird daher dringend empfohlen, den Zustand der montierten Reifen regelmäßig zu überprüfen. Zudem sollte auch auf das Alter der Reifen sowie auf sorgsame Wartung und Pflege geachtet werden. 
  • Untersuchen Sie Ihre Reifen regelmäßig auf Stiche, Schnitte, Risse und Beulen! 
  • Veränderte Rollgeräusche oder Vibrationen im Lenkrad können auf einen gefährlichen Reifenschaden hinweisen! Vorsichtig weiterfahren und Reifen im Fachbetrieb prüfen lassen. 
  • Überfahren Sie Bordsteinkanten nur langsam und im rechten Winkel. Ein spitzwinkliges Überfahren kann die innere Reifenstruktur beschädigen, was zu einem späteren Zeitpunkt zum Platzen des Reifens führen kann.

Reifenalter

Die Lebenserwartung eines Reifens beträgt nach Meinung von Experten maximal zehn Jahre. Reifen, die mehr als sechs Jahre alt sind, sollten jedoch mit besonderer Sorgfalt geprüft werden. Das Material dieser Reifen wird leichter porös, die Gefahr von Schnitten und Rissen nimmt zu und das Ausfallrisiko - besonders bei Hochgeschwindigkeitsreifen - steigt.

Reifen, die älter als acht Jahre sind, sollten nur noch benutzt werden, wenn sie vorher stets unter normalen Bedingungen im Einsatz waren. Das heißt, dass diese Reifen noch im laufenden Betrieb abgefahren werden können. Neureifen, die bis zu fünf Jahren sachgemäß gelagert wurden, sind in ihrer Verwendungstauglichkeit nicht beeinträchtigt.