Fahrende Frachträume

Hochdachkombis

Fahrende Frachträume

Auf der Suche nach einem familientauglichen Großraumfahrzeug mit viel Platz führt kein Weg an den Hochdachkombis vorbei.
17. Oktober 2012 Ob Caddy, Kangoo oder Partner - die sogenannten Hochdachkombis oder auch Kastenwagen sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt schon für weit unter 10.000 Euro zu bekommen. Und auch neu müssen in den seltensten Fällen mehr als 15.000 Euro den Besitzer wechseln. Die rund 100 PS starken Stadttransporter mit einer Länge von unter 4,5 Metern bieten für den Alltag viele Vorteile. So lässt sich entweder die Großfamilie mit Sack und Pack Verstauen oder eine Couch von A nach B transportieren. Selbst Fahrräder können ohne lästiges Zusammenfalten oder Auseinanderbauen einfach in den fahrenden Frachtraum gerollt werden.

Peugeot Partner Kombi HDi 90 Grand Filou Cool

Mit dem Partner Kombi der ersten Generation brachte Peugeot 1996 ein Hochdachkombi auf den Markt, welcher baugleich mit dem Citroen Berlingo war. Die Version von 2003 bis 2009 hat durch eine erhöhte Sitzposition und eine verhältnismäßig hohe Karosserie auf sich aufmerksam gemacht. Das Wichtigste an einem Fahrzeug dieser Gattung ist ein großer und auch leicht zugänglicher Kofferraum. Beim Partner Kombi HDi 90 Grand Filou Cool lassen sich bis zu 2.800 Liter Gepäck verstauen. Nicht so schön ist die mit zunehmendem Tempo immer lauter werdende Geräuschkulisse des geräumigen Franzosen.

Über 900 Kilometer Reichweite

Ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Dieselmotor mit 90 PS treibt den 1.310 Kilogramm schweren Partner an. Das maximale Drehmoment beträgt 215 Newtonmeter und die Zuladung 570 Kilogramm. Der 6,2 Liter auf 100 Kilometer verbrauchende Peugeot fährt 160 Kilometer pro Stunde schnell und braucht aus dem Stand bis Tempo 100 14,2 Sekunden. Er ist 4,14 Meter lang, 1,72 Meter breit und 1,81 Meter hoch. Dank seines 60 Liter fassenden Dieseltanks sind mit ihm über 900 Kilometer ohne Tankstopp zu schaffen. Schade ist jedoch, dass es für den mit zwei Schiebetüren im Fond bestückten Peugeot Partner keinen Rußpartikelfilter gab.

Renault Kangoo 1.5 dCi Expression

Ebenfalls über keinen Rußpartikelfilter verfügt der Renault Kangoo 1.5 dCi Expression der zweiten Generation. Der auf der Plattform des Scenic basierende Franzose ist gegenüber seinem Vorgänger um einige Zentimeter gewachsen. Seine Außenmaße betragen 4,21 Meter in der Länge, 1,83 Meter in der Breite und 1,84 Meter in der Höhe. In dem vor sieben Jahren optional erhältlichen ESP war ebenfalls eine Traktionskontrolle enthalten, was für eine wesentliche Verbesserung der Straßenlage und Sicherheit sorgte.

159 km/h schnell

Der 1,5 Liter große Vierzylinder-Selbstzünder beschleunigt den 1.450 Kilogramm schweren Kangoo dank seiner 86 PS in 16,0 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 159 Kilometer pro Stunde. Mit seinem Spritverbrauch von 6,9 Litern und einem 60 Liter großen Treibstofftank schafft der 200 Newtonmeter Drehmoment starke Renault eine Reichweite von über 800 Kilometern. Das Ladevolumen beträgt 2.600 Liter.
Mit 2.850 Litern Laderaumvolumen und 105 PS ist der VW Caddy Life 1.9 TDI der geräumigste und der stärkste im Bunde. Allerdings bezieht er seine Leistung und seine 250 Newtonmeter starke Drehmomentkraft aus einem 1,9 Liter großen Vierzylinder-Dieselaggregat. Da wundert es nicht, dass die Sprintzeit von null auf Tempo 100 in 13,3 Sekunden und das Ende der Beschleunigung bei 166 Kilometern pro Stunde liegt. Der Spritverbrauch ist mit 6,7 Litern hingegen verhältnismäßig niedrig.

Alle 15.000 Kilometern zum Ölwechsel

Bei den Außenmaßen hat der Caddy ebenfalls die Nase vorn. 4,41 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,83 Meter hoch ist er. Wie auch seine beiden Konkurrenten verfügt der optional mit sieben Sitzen erhältliche Caddy Life über keinen Rußpartikelfilter. Und auch ESP gab es vor gut acht Jahren nur gegen Aufpreis. Nicht nur störend, sondern auch kostspielig ist sein Ölwechsel-Service-Intervall. Nach bereits 15.000 Kilometern oder zwölf Monaten führt der Weg in die nächste Werkstatt.
Text: Press-Inform / Marcel Sommer