Japanische Arbeitstiere

Pick-ups

Japanische Arbeitstiere

Wer einen Pick-Up sein Eigen nennt, hat in punkto Transport kaum noch Wünsche, die nicht erfüllt werden.
25. September 2013 Es sind keine automobilen Arbeitsbienen, sondern echte Ackergäule: Pick-Ups sind nicht nur im Wilden Westen von Nutzen. Immer mehr dieser Ein- oder Zweikabinen-Fahrzeuge mit Ladefläche finden ihren Weg aus dem fernen Japan nach Deutschland. Die bekanntesten drei sind der Mitsubishi L200, der Nissan Navara und der Toyota Hilux.

70 Zentimeter Wattiefe

Letzterem ist dank einiger Gastauftritte in der britischen Autoshow Top Gear ein ganz besonderer Ruf zu Teil geworden: Er gilt als unkaputtbar. Er wurde geflutet, gesprengt, angezündet - und sprang anschließend wieder an. Was da anspringen kann, ist ein 3,0 Liter großer Vierzylinder-Dieselmotor mit 171 PS. Der 2.025 Kilogramm schwere Allradler verteilt sein maximales Drehmoment von 343 Newtonmetern mit Hilfe einer Fünfgang-Handschaltung auf alle vier Räder. Seine Zuladung beträgt 705 Kilogramm. An den Haken nehmen darf er 2,5 Tonnen.

Nissan Navara

Der 5,26 Meter lange, 1,76 Meter breite und 1,81 Meter hohe Toyota Hilux Double Cab Life verbraucht 7,7 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Der Laderaum des 170 Kilometer pro Stunde schnellen Japaners misst 1,52 Meter in der Länge, 1,52 Meter in der Breite und hat eine Wandhöhe von 45 Zentimetern. Wer durch bis zu 70 Zentimeter tiefe Bäche fahren muss, ist beim Hilux in den besten Händen.

8,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern

Sein Rivale aus dem Hause Nissan, der Navara Double Cab XE mit Partikelfilter holt 190 PS aus einem 2,5 Liter großen Dieselmotor. Seine 450 Newtonmeter Drehmoment werden durch ein manuelles Sechsgang-Getriebe im Zaum gehalten und bei Bedarf an alle vier Räder weitergegeben. Er lässt sich jedoch auch als reiner Hecktriebler fahren. Mit seiner Zuladung von 1.175 Kilogramm ist der 2.035 Kilogramm schwere Navara der unangetastete Lastenesel des Trios. Zusätzlich können noch bis zu drei Tonnen hinterher gezogen werden.
Der Vierzylindermotor, der den Nissan Navara auf bis zu 180 Kilometer pro Stunde beschleunigen kann, gönnt sich bei defensiver Fahrweise 8,8 Liter Diesel. Dank seines 80 Liter fassenden Treibstofftanks sind knapp 900 Kilometer am Stück möglich. Auf die 46 Zentimeter hohe Ladefläche passen Objekte mit einer Kantenlänge von 1,51 Meter mal 1,56 Meter. Allerdings schrumpft die Breite zwischen den Radkästen auf 1,13 Meter zusammen. Der Navara als Ganzes misst 5,22 Meter in der Länge, 1,85 Meter in der Breite und 1,80 Meter in der Höhe. Flussläufe dürfen beim Navara lediglich 45 Zentimeter tief sein.

2,7 Tonnen Anhängelast

Ganze fünf Zentimeter tiefer traut sich der Mitsubishi L200 mit Doppelkabine durchs Wasser. Angetrieben wird er dabei von einem 2,5 Liter Vierzylinder- Dieselmotor mit 178 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Nm. Per manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe werden diese Kräfte permanent an alle vier Räder geleitet. Bis zu 179 Kilometer pro Stunde schafft der 5,26 Meter lange, 1,82 Meter breite und 1,78 Meter hohe L200.
Mit seiner Zuladung von 865 Kilogramm reiht sich der 1.985 Kilogramm schwere Mitsubishi genau zwischen seinen beiden Kontrahenten ein. Seinen Platz bezügliches des Spritverbrauchs von 7,7 Litern auf 100 Kilometern teilt er sich mit dem Toyota. Seine Ladefläche ist 1,51 Meter lang, 1,47 Meter breit und 46 Zentimeter hoch. Zwischen den Radkästen verjüngt sich die Breite auf 1,09 Meter. Per Anhängerkupplung lassen sich zusätzlich bis zu 2,7 Tonnen von A nach B transportieren.
Wer einen echten Schwerlast-Esel-Fünfsitzer unter den Pick-Ups sucht und zudem nicht allzu sehr den Gelbeutel plündern möchte, der kommt an dem ab 28.299 Euro erhältlichen Nissan Navara mit Doppelkabine nicht vorbei. Insgesamt lassen sich mit ihm knapp über vier Tonnen Fracht am Stück bewegen. Dass der ab 34.213 Euro teure Toyota Hilux mit seiner immensen Wattiefe von 70 Zentimetern ebenfalls zu den ganz Großen in der Pick-up- Familie zählt, dagegen kann spätestens seit seinen TV-Auftritten niemand mehr etwas erwidern. Der 32.490 Euro teure Mitsubishi L200 bietet zwar keine extravaganten Einzelwerte, doch zeigt er einen ordentlichen Gesamtauftritt.
Text: Press-Inform / Marcel Sommer