Edel oben ohne

Edle Cabrios für wenig Geld

Edel oben ohne

Wer jetzt nach kleinen Cabrios für die kommende Sommersaison sucht, wird auf dem Gebrauchtwagenmarkt das eine oder andere Schnäppchen finden. Da darf es ruhig mal ein ehemals edler Roadster sein.
8. Januar 2014 Sich im Winter nach einem kleinen Sommer-Spielzeug ohne Dach umzuschauen macht Sinn. Die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt wechseln zwar nicht mehr so stark wie vor einigen Jahren, doch könnte sich in der kalten und dunklen Jahreszeit das eine oder andere Cabrio-Schnäppchen zeigen. Denn wer hätte gedacht, dass er mal in einem BMW Z3, Mercedes- Benz SLK oder Alfa Romeo Spider mit über 190 PS vor seiner Familie auftaucht? Sollten rund 5.000 Euro für den kleinen Sommerspaß parat liegen, lassen sich genau diese Modelle mit Baujahren rund um 1996 aufspüren.

Elf Liter Verbrauch

Der einst 29.348 Euro teure Alfa Romeo Spider 2.0 V6 24V bringt, wie der Name bereits verrät, sechs Zylinder, die sich in einem Hubraum von 3,0 Litern austoben mit. Dabei werden 192 PS entwickelt, die per manuellem Fünfgang- Schaltgetriebe an die Vorderachse geleitet werden. Der 4,29 Meter lange, 1,78 Meter breite und 1,32 Meter hohe Zweisitzer sorgt mit seinem guten Klang und einem Drehmoment von 260 Newtonmetern für ein Grinsen im Gesicht seiner Insassen.

James Bond hat mit ihm Geschichte geschrieben

Gar nicht zum Lachen ist das Kofferraumvolumen mit 147 Litern. Zu seinem Leergewicht von 1.420 Kilogramm dürfen 260 Kilogramm zugeladen werden, bis er sein zulässiges Gesamtgewicht von 1.680 Kilogramm erreicht hat. Den Sprint bis Tempo 100 schafft der Italiener in 7,3 Sekunden - bei 225 Kilometern pro Stunde ist Schluss. Beim Verbrauch ist er ebenfalls sportlich unterwegs. Elf Liter im Schnitt und satte 17 Liter im Stadtverkehr sind alles andere als erfreulich. Nur gut, dass er einen 70 Liter großen Treibstofftank an Bord hat.

Hecktriebler mit Spaß-Garantie

Rund zwanzig Liter weniger kann der 218 Kilometer pro Stunde schnelle BMW Z3 Roadster 2.8 i nachtanken. Dafür ist der ebenfalls 192 PS starke Münchener mit einem Spritverbrauch von 9,7 Liter nicht ganz so durstig. Dass sich dieser Zustand ändert, wird in 7,1 Sekunden die 100er-Markierung auf dem Tachoblatt erreicht, ist klar. Der Z3 hat übrigens in der Welt der James Bond-Fans im Film Goldeneye für einen kurzfristigen Atemstillstand gesorgt, fuhr der smarte Brite doch zum ersten Mal einen BMW - wenn auch nur in zwei kurzen Szenen.
Der vor 18 Jahren noch 32.365 Euro teure Zweisitzer schickt seine 280 Newtonmeter per manuellem Fünfgang-Getriebe an die Hinterräder, was bei Schnee und selbst bei Trockenheit für entweder gesteigerten Fahrspaß oder ungewollte Pirouetten sorgen kann. Der 1.335 Kilogramm schwere Sechszylinder ist 4,03 Meter lang, 1,74 Meter breit, 1,29 Meter hoch und verfügt über einen 165 Liter fassenden Kofferraum. Er ist, wie auch der Alfa Romeo Spider, mit einem Stoffdach ausgerüstet.

Offenes Ladewunder

Eine blecherne Mütze hat der Mercedes-Benz SLK. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zu seinen beiden Rivalen. Er hat zwei Zylinder weniger, kitzelt jedoch dank seiner Kompressor-Aufladung mit 193 PS eine Pferdestärke mehr aus seinem 2,3 Liter großen Triebwerk. Der einst 33.095 Euro teure Zweisitzer entlässt 280 Newtonmeter Drehmoment über die Hinterachse auf den Asphalt. Dabei fiel in der Vergangenheit oft auf, dass sein manuelles Fünfgang-Getriebe es gern ein wenig härter hat, sprich die Schaltung war nie die Genaueste.
Was jedoch nichts an der Sportlichkeit des 1.325 Kilogramm schweren Roadsters ändert. Er verliert mit 7,7 Sekunden zwar einen Ampelstart gegen seine beiden Kontrahenten, doch macht er dies durch seine Höchstgeschwindigkeit von 231 Kilometern pro Stunde locker wieder wett. Der Verbrauch von 9,3 Litern auf 100 Kilometern lässt sich jedoch nur mit einem äußerst defensiven Gasfußeinsatz realisieren. Der genau vier Meter lange, 1,72 Meter breite und 1,29 Meter hohe Mercedes-Benz SLK 230 Kompressor hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Sein Kofferraum fasst mit 348 Litern 36 Liter mehr, als die Summe der beiden gegnerischen Frachträume.
Wer mit seinem Sommer-Flirt in die Sonne fahren möchte und nicht auf einen großen Kofferraum angewiesen ist, hat die Qual der Wahl zwischen den drei schicken Roadster. Darf es mehr als ein leichtes Kleidchen und eine Badeshorts sein, bietet sich der SLK mit seinem im Vergleich zum Z3 und Spider gewaltigen Kofferraum als dachloser Begleiter an. Den kernigsten Sound gibt es aus dem Hause Alfa. Den größten Fahrspaß und einen Hauch James Bond mit dem sportlichen Hecktriebler aus München.
Text: Press-Inform / Marcel Sommer