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Autofinanzierung mit Kredit

Kredite: Darauf müssen Sie achten

In den meisten Haushalten ist das Auto der teuerste Haushaltsgegenstand. Eine Möglichkeit, den Kauf zu finanzieren die ein Kredit. mobile.de erklärt die Details.

Welche Finanzierungstypen gibt es?

  • Finanzierung durch die Autobank: Sie finanzieren Ihr zukünftiges Auto mit Ratenzahlungen. Meist ist eine Anzahlung von 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises fällig, und nach einer vereinbarten Zahl von monatlichen Raten gehört das Auto Ihnen.
  • Finanzierung durch die Hausbank: Sie nehmen einen Kredit bei Ihrer Bank auf und bezahlen das Auto komplett.
  • Eine Dreiwege-Finanzierung (auch: Schlussratenfinanzierung) hält die monatliche Belastung gering und die Flexibilität hoch. Sie entscheiden dabei erst am Ende der Finanzierung, ob Sie das Auto behalten wollen. Dazu müssen Sie die vorab vereinbarte, höhere Schlussrate begleichen (ca. 25 bis 50 Prozent). Möglich ist ebenfalls eine Anschlussfinanzierung. Oder er gibt - wie beim Leasing - das Fahrzeug zurück.

 

Vor- und Nachteile einer Finanzierung

Der Vorteil aller Finanzierungsangebote besteht darin, dass Sie sich ein Auto kaufen können, ohne gleich die gesamte Summe aufbringen zu müssen. Der Nachteil besteht in der höheren Gesamtsumme, die Sie aufbringen müssen: Neben dem ursprünglichen Kaufpreis müssen Sie auch Zinsen für den Kredit bezahlen - umso mehr, je länger die Finanzierung läuft. Außerdem erhalten Sie geringere Nachlässe, da ein solcher Ratenkauf für den Händler einen gewissen Aufwand (Eigenbeteiligung, Abwicklung) bedeutet.

Ein Sonderfall sind die 0%-Finanzierungen, die oft in Aktionszeiträumen angeboten werden. Selbst wenn Sie das neue Auto bar bezahlen könnten, nehmen Sie diese Finanzierung an. Das gesparte Geld können Sie anlegen – und verdienen sogar noch damit.

Die größten Rabatte sind bei der Barzahlung des gesamten Kaufpreises möglich. Daher sollten Sie sich ausrechnen: Ist es günstiger, die niedrigen (im Vergleich zu einem normalen Bankkredit) Zinsen für das Finanzierungsangebot des Händlers (oder des Herstellers) zu zahlen, oder nehmen Sie einen Kredit bei Ihrer Hausbank auf, woraufhin Ihnen Ihr Händler einen Barzahler-Rabatt einräumt.

Risiken

Denken Sie an den Ernstfall: Es ist möglich, dass die Finanzierung Ihres Autos durch unvorhersehbare Ereignisse über den Haufen geworfen wird. Sie können nicht ausschließen, dass Sie arbeitslos werden, einen Unfall haben oder erkranken. In solchen Fällen kann es sein, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, die geforderten Raten zu bezahlen.

Damit Sie bei solchen finanziellen Engpässen das Auto nicht abgeben müssen, gibt es verschiedene Versicherungen, mit denen Sie sich und Ihre Familie gegen bestimmte Unglücksfälle absichern können:

  • Eine Restschuldversicherung kommt für die Ratenzahlung auf, wenn dies durch die Folgen von Krankheit, Unfall oder Tod nicht mehr möglich ist.
  • Mit einer Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung können Sie ebenfalls das Risiko absichern.
  • Bei einem Unfall mit Totalschaden zahlt die Kaskoversicherung nur den Zeitwert des Autos; diese Finanzierungslücke können Sie durch eine Differenz-Kaskoversicherung („Gap-Versicherung“) abdecken.
  • Keine Absicherung allerdings gibt es gegen das Risiko, dass Sie sich bei der Finanzierung übernehmen. Überlegen Sie sich also gründlich, was Sie sich leisten können und wollen.
  • Selbstständige können jahreszeitlich bedingte Umsatzschwankungen mit einer „Saisonraten-Finanzierung“ (bietet zum Beispiel Mercedes-Benz an) auffangen. Die Höhe der Raten wird an den Geschäftsverlauf angepasst. Läuft es nicht so, sinken die Raten. Das erhöht die finanzielle Flexibilität bei mäßiger Auftragslage.

Tipps

  • Die monatliche Rate sollte Ihre Möglichkeiten nicht übersteigen. Führen Sie am besten ein Haushaltsbuch, um einen genauen Überblick über Ihre Fixkosten und sonstigen Ausgaben zu bekommen. Haben Sie Ihren monatlichen Überschuss ermittelt, können Sie festlegen, wie hoch Ihre Kreditrate und auch die Haltungskosten des Fahrzeugs ausfallen sollen.
  • Die Belastung durch den Finanzierungsvertrag sollte so kurz wie möglich bestehen. Angebote über 48, 60 oder noch mehr Monate haben zur Folge, dass der Zinsanteil an der Gesamtsumme unverhältnismäßig hoch ausfällt. Merke: Je kürzer die Laufzeit, desto billiger der Kredit. Länger als die Zeit, die Sie einen Wagen fahren wollen, sollte die Laufzeit ebenfalls nicht sein.
  • Wer etwas auf der hohen Kante hat, kann die Kreditsumme drücken, indem er mindestens 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme anzahlt. Alternative: Legen Sie dieses Geld als Sicherheit zinsgünstig an. So „ersparen“ Sie sich in der Regel eine Monatsrate oder mehr pro Jahr.
  • Überlegen Sie sich genau, was und wie viel Ihnen ihr neues Auto wert ist. Wenn Sie wegen der Raten auf Jahre hinaus auf Urlaub und andere finanzielle Freiheiten verzichten müssen, werden Sie nur halb so viel Spaß daran haben.
  • Berücksichtigen Sie die laufenden Kosten: Steuer, Versicherung, Unterhalt sowie ein gewisses Polster für Reparaturen. Sie können auch eine Garantieversicherung abschließen, die notfalls einspringt; aber auch diese sollten sie dann einkalkulieren.

 

Auch folgende Fragen sollten in die Entscheidung einfließen:

 

  • Sind Sondertilgungen möglich und, falls ja, in welchem Umfang?
  • Lässt sich die Laufzeit ändern?
  • Lassen sich die Raten ändern oder aussetzen?
  • Ist es möglich, den Kredit vorzeitig zurückzuzahlen?
  • Welche Absicherung des Kredits ist enthalten?
  • Können Sie den Kredit ablösen oder bestehende Kredite mit dem neuen Kredit zusammenfassen?

 

Je flexibler sich die Bedingungen gestalten, umso einfacher ist es, den Kredit anzupassen, sollten sich Ihre Lebensumstäne ändern.

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Verwendungszweck
 
Kreditsumme in EUR
Kreditlaufzeit in Monaten
 
 
 
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