Cabrio-Tuning

Cabrio-Tuning

Tuning für Auto und Seele

Sein Cabrio durch ein Tuning veredeln – Björn Marek von ABT Sportsline berichtet über aktuelle Trends und gibt praktische Tipps.

Der Sommer steht endlich vor der Garagentür. Zeit für jeden Cabrio-Fahrer, sein Schätzchen wieder ins Freie zu holen und für die sonnige Jahreszeit in Form zu bringen. Viele Fans des Oben-ohne-Fahrens wollen aber deutlich mehr von ihrem Cabriolet als nur eine „Pflegekur“. Mitunter müssen es eben kleinere oder größere Schönheitskorrekturen sein – in Form eines Tunings.

 

 
 

Tuning – ein Milliardenmarkt

Mit diesen Ansprüchen sind Cabrio-Fans nicht alleine: Der Verband der Automobil Tuner (VDAT) ermittelte in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Reifenhandel (BRV), dass im Jahre 2011 Tuning-Fans rund 4,5 Milliarden Euro für die Veredelung ihres „liebsten Kindes“ ausgaben.

Bei einer ergänzenden Umfrage des VDAT gaben 20 Prozent der Teilnehmer an, dass sie mehr als 10.000 Euro in das Tuning ihres Fahrzeugs steckten. Für 2012 werden ähnlich stolze Zahlen erwartet.

Made in Allgäu: Fahrzeugveredelung seit Jahrzehnten

Eine der wichtigsten Adressen auf dem deutschen Markt der Premium-Tuner ist das im Allgäu ansässige Unternehmen ABT Sportsline GmbH. Seit den 1960er Jahren veredelt ABT Automodelle aller Art. Vorzugsweise Fahrzeuge der deutschen Hersteller Audi und VW.

Und selbstverständlich stehen auch deren Cabrio-Modelle auf dem Programm der Tuning-Manufaktur. Mit Björn Marek, Pressesprecher der ABT Sportsline GmbH, sprach mobile.de über die besonderen Tuning-Wünsche von Cabrio-Fans.

Cabrio-Trends und –Vorlieben

Cabrio-Fans, ein besonderes Völkchen: Bei Cabrio-Fahrern beobachtet Marek insbesondere ein gesteigertes Interesse an individuellen Details. Gerade im Innenraum des Fahrzeugs spiele das spezielle Design eine besondere Rolle. Sei es durch eine neue Belederung, neue Aluminium- oder Carbon-Akzente sowie eine neue Pedalerie.

Derartige Überlegungen seitens der Kunden sind für Marek als durchaus logisch. Ist es doch gerade das Interieur, das „bei geöffnetem Verdeck natürlich oftmals die Blicke auf sich zieht“.

Design oder Leistung

ABT Audi R8 GTS (Bild: ABT Sportsline GmbH )

Grundsätzlich sieht Marek allerdings, was Wünsche und Ansprüche an das Tuning angeht, keine besonderen Unterschiede zwischen den Besitzern unterschiedlicher Cabrio-Modelle.

Eine Kleinigkeit ist dem Cabrio-Experten in den vergangenen Jahren natürlich schon aufgefallen: Wenn es um das Thema Außenlackierung oder Farben für den Innenraum geht, kämen derartige Detailwünsche meist von weiblicher Seite. Männer dagegen interessierten sich, seiner Erfahrung nach, eher für die Leistungssteigerung des Fahrzeugs – was nicht weiter überraschen sollte.

Das besondere Cabrio-Gefühl lässt sich nicht tunen

Grundsätzlich habe allerdings das Tuning eines Cabriolets keine tiefgehenden Auswirkungen auf das vielbeschworene „Cabrio-Feeling“, weiß der ABT-Pressesprecher. Marek sieht in diesem Zusammenhang vor allem einen „schmalen Grat zwischen Veredelung bzw. Individualisierung“ einerseits „und dem Erhalt der serienmäßigen Fahrzeugformen“ andererseits.

Jenes besondere Cabrio-Gefühl lasse sich also nicht wirklich verändern, sondern lediglich schärfen oder intensivieren. Dem Besitzer eines Cabriolets geht es ohnehin in erster Linie darum, seinem vierrädrigen Liebling etwas Gutes zu tun – „die Gesamtkomposition muss verzücken“, wie es Marek formuliert.

Für Cabrio und Ego

Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass ein Autobesitzer zusätzlich seinem eigenen Ego schmeicheln möchte. Und zwar unabhängig davon, um welche Karosserieversion es sich bei seinem Modell handelt.

Das räumt auch Björn Marek ein: Ein Motortuning, bei dem es vor allem um die Leistungssteigerung geht, verschaffe dem Fahrer eben eine „größere Souveränität bei Überholmanövern oder Hochgeschwindigkeitsfahrten, er erlebt eine gesteigerte Fahrfreude“.

Günstiges Tuning

Motortuning, Cabrio-Spezialausstattungen und extravagante Lackierungen – das kostet natürlich. Einen kleinen Tipp für Cabrio-Fans mit eher geringeren finanziellen Möglichkeiten hat Björn Marek deshalb auch noch parat: „Mit schmalerem Geldbeutel würde ich zumindest immer auf einen schicken Radsatz und eine Leistungssteigerung unter der Haube setzen“.

Text: Philip Leimkugel, Lars Jentsch | Bildmaterial: ABT Sportsline GmbH