Die Bezeichnung Tourer klassifiziert eine Motorradklasse, die sich insbesondere für ein bequemes und komfortables Fahren mit dem Motorrad verantwortlich zeichnet. Für lange und ermüdungsfreie Reisen mit einem Motorrad wird vor allem auf die Fahrerposition bei der Tourenmaschine viel Wert gelegt. Die Sitzposition ist über die Sitzbank und den Lenker so ausgerichtet, dass der Fahrer nur leicht nach vorne gebeugt den Tourer bequem fahren kann. Auch die Beine ruhen in einem entspannten Winkel auf den Fußrasten, Schaltvorgänge können sehr bequem vollzogen werden. Zum Schutz gegen Wind und Wettereinflüsse werden Tourer oftmals mit einer Halb- oder Vollverkleidung ausgerüstet.
Die Konzeption von Motor und Getriebe sind auf schaltfaules Fahren und eine elastische Beschleunigung für Überholvorgänge ausgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei einer Tourenmaschine eher mit einer Nebenrolle behaftet. Im Vordergrund steht immer die entspannte Fahrweise, bei der Natur und die Freiheit des Motorradfahrens genossen werden kann. Alle Elemente des Tourers sind mit einer wartungsarmen Technik ausgerüstet, um die Intervalle für den Werkstattbesuch großzügig zu gestalten, daher erfolgt der Antrieb des Hinterrads auch größtenteils über eine Kardanwelle, der wenig Aufmerksamkeit für Pflege geschenkt werden muss.
Viele Hersteller haben sich der Eigenschaften, die eine Tourenmaschine bietet, angenommen, da diese Motorräder ein hohes Verkaufspotential haben. Besonders beliebt war in den 90er Jahren die BMW K 1100 LT, die neben den Eigenschaften der Tourer auch viel Luxus in sich vereinte. Im gleichen Atemzug kann hier die Honda Gold Wing genannt werden, die in der aktuellen Generation auch über Sicherheitssysteme wie Airbag und ABS verfügt und für Fans von Tourenmaschinen das absolute Highlight neben der Harley-Davidson Electra Glide darstellt.
Beliebte Tourer-Motorräder sind: BMW R 1200 RT, Honda Deauville, Moto Guzzi Breva, Triumph Trophy und Yamaha TDM