In der Motorradszene gilt ein Motorrad aus der Kategorie der Supersportler als das mit am schwersten zu beherrschende und ungezügelte PS-Kraftwerk. Kein Wunder, denn ein Supersportler ist vom Setting her das Motorrad mit dem besten Verhältnis von Leistungsstärke und Leergewicht - auch Leistungsgewicht genannt.
Der anvisierte Wert von 1 kg/PS wird von den meisten Supersportlern locker erreicht, streckenweise noch unterboten. Das gute Handling dieses Motorrads geht aus dem Zusammenspiel von optimalem Fahrwerk, Federung und den perfekt wirkenden Bremsen einher. Die Motorisierung wird aus 600 cm³ bis hin zu 1000 cm³ herausgeholt und birgt eine Kraft von bis zu 185 PS in sich, was Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h erlaubt.
Viele Hersteller von Motorrädern legen ihr Hauptaugenmerk auf die Produktion von Supersportlern. Dabei verschwimmen allerdings oft die Grenzen und die Motorräder werden aus Marketinggründen auch parallel als Superbike angeboten, was die Käuferschaft vergrößern soll. Neben den Hightech-Motorrädern aus japanischer Produktion, wie etwa die Suzuki Hayabusa 1300 oder der Kawasaki Ninja ZX Reihe, mischt auch die englische Triumph Daytona 600, die BMW K 1200 S aus deutscher Herstellung und aus italienischer Produktion die Ducati Desmosedici RR auf dem Markt der Supersportler kräftig mit.
Durch die enormen Leistungswerte, die solch ein Motorrad auf die Straße bringt, sollte der Fahrer schon über eine langjährige Erfahrung auf dem Motorrad verfügen. Durch das recht einfache Handling der Maschine entsteht der Eindruck, dass es ein leichtes wäre, dieses Gefährt durch die Lande zu führen. In Extremsituationen können Fahranfänger und Wiedereinsteiger aber recht schnell überfordert werden und schwere Unfälle die Folge sein.
Beliebte Supersportler-Motorräder sind: BMW R 1100 S, Buell 1125R, Ducati 1098, Triumph Daytona 675 und Kawasaki ZX-10R Ninja