Ein Pflug ist ein Gerät, das zum Aufbrechen der oberen Bodenschichten eines Ackers genutzt wird. Man spricht auch vom Umpflügen der Felder. Die Arbeit mit dem Pflug hat vereint mehrere Arbeitsschritte zur Bewirtschaftung der Felder: Neben der Zerstörung der Wurzelstruktur der Erntereste und von Unkraut wird auch die gleichmäßige Einarbeitung von organischem Material z. B. Gülle und die mechanische Lockerung und Belüftung des Bodens herbeigeführt und der Acker auf diese Art für die Neuaussaat vorbereitet.
Der früheste Fund eines Pfluges aus Holz wird auf die Zeit 5500 v. Chr. datiert, der von Menschen oder Ochsen über den Acker gezogen wurde. Erst viel später wurde der Pflug von Eseln oder leistungsstarken Pferden fortbewegt und konnte so die Arbeit auf den Feldern beschleunigen. Der erste vollmechanisch arbeitende Pflug wurde in Europa ab etwa 1850 eingesetzt und mit dampfbetriebenen Winden über den Acker gezogen.
Im Grunde hat sich der Zweck des Pflügens von der Vergangenheit bis zum heutigen Tag nicht verändert. Es geht weiterhin darum den Boden zu belüften, mit Dünger zu vermischen und alte Wurzeln zu vernichten. Heutige moderne Pflüge werden zumeist von Traktoren gezogen. Die ersten Pflüge hatten in den Anfängen nur einen Pflugkörper. Mit zunehmender Motorisierung und steigenden Leistungen der Traktoren wurden die Pflüge dann mehrfurchig ausgelegt. Der Pflug ist in der modernen Landwirtschaft meistens mehrspurig ausgerüstet, um ein breites Arbeitsfeld zu bedienen und mit einer variablen Pflugbreitenverstellung ausgerüstet, um den Acker individuell bearbeiten zu können. Bekannte Hersteller von Pflügen sind Firmen wie Niemeyer Agrartechnik, Regent, Kverneland und Rabe Agri.