Zu den zahlreichen Spezialfahrzeugen, die auf allen Straßen der Welt unterwegs sind, zählt die Kehrmaschine. Bei diesem Fahrzeugtyp werden alle Aufbauten modifiziert, so dass das Fahrzeug (meistens an der Vorderseite und am Fahrzeugboden) mehrere Vorrichtungen mit sich führt, mit denen Straßen, Gehwege und Plätze sozusagen „im vorbeifahren“ gereinigt werden können. Das geschieht während der Fahrt (im Schritttempo) im Wesentlichen in drei Schritten: Zunächst wird der Bereich vor bzw. neben dem Fahrzeug durch kleine Wasserdüsen besprüht, was vor allem Staub und Schmutz binden soll. Danach kommt eine rotierende Bürste zum Einsatz, die den Schmutz und Müll zusammenkehrt und schließlich wird das Kehrgut aufgenommen, um in einem großen Müllcontainer auf dem Rücken oder am Heck des Fahrzeuges gesammelt zu werden. Die Aufnahme erfolgt dabei auf mechanischem Wege oder bei der Filterkehrmaschine über ein Absaugsystem (die verbreiteteste Form der Kehrmaschine).
Mit den Kehrmaschinen wurde vor allem die Reinigung öffentlicher Straßen und Plätze enorm erleichtert. In nahezu allen deutschen Städten dürfte es kaum eine Straße geben, die nicht einmal pro Woche in den Genuss einer solchen Verschönerung kommt. Aber mit modifizierten Komponenten können Kehrmaschine auch Böschungen, Betriebsgelände, Schienen, Parkhäuser und Gehwege sauber halten.
Natürlich haben die meisten Menschen die großen, oftmals orangenen Ungetüme vor Augen, wenn es um Kehrmaschinen geht. Aber die Fahrzeugarten sind – ebenso wie die Anforderungen – äußerst vielfältig. Für kleinere Straßen oder Seitenwege beispielsweise kommen „abgespeckte“ Fahrzeuge zum Einsatz, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten, aber kaum größer als ein „Multicar“ sind. In dem Fall bietet die Fahrerkabine (beim Außeneinsatz) ein oder zwei Arbeitern Platz; im Innenbereich findet sich oft nur ein Sitz an der Fahrzeugfront. In belebten Fußgängerzonen findet man auch oft Kehrmaschinen, die von einem Arbeiter geschoben werden, also ähnlich wie ein Rasenmäher zu bedienen sind. Diesen kleineren Kehrmaschinen (mit oder ohne Sitz) begegnet man häufig in Kaufhäusern oder Supermärkten.
Eine weitere Sonderform sind die Modelle, bei denen alle notwendigen Komponenten in einer Einheit zusammengefasst sind, die dann an der Front eines kleinen Fahrzeugs (z.B. an einen Traktor) angebracht werden. In dem Fall wird der Aufnahmebehälter für das Kehrgut am Fahrzeug angehängt.