Die Bezeichnung Enduro entstammt dem englischen Ausdruck „endurance“ (deutsch: Ausdauer, Geduld) und bezeichnet in der Regel ein Motorrad, das für den Einsatz abseits von Straßen und vorwiegend im Gelände gebaut wird. Untergruppen der Enduro kommen in Wettkämpfen, wie etwa in Moto-Cross oder Langstrecken-Rallyes in modifizierter Ausführung zum Einsatz.
Endurofahrer fallen im Straßenverkehr auf. Besonders die aufrechte Sitzposition beeindruckt und ist für Geländefahrten unerlässlich, da so der gesamte Körper des Fahrers für die Balance zum Einsatz kommen kann. Über groß ausgelegte Federbeine schluckt eine Enduro fast alle Unebenheiten, die ein Gelände beinhaltet und erlaubt somit sehr hohe Geschwindigkeiten. Über den Kettenantrieb wird die Kraft des zumeist einzylindrigen Motors über eine kleine Übersetzung der Ritzel auf das Hinterrad gebracht, was eine enorme Beschleunigung und Durchzugskraft erzeugt. Das Profil der Reifen ist meistens für den Geländebetrieb konzipiert und bewirkt mit seinen groben Stollen für genügend Grip auf losem Untergrund oder im Schlamm.
Mit dem heutigen Klassiker, der Yamaha XT 500, lösten die Japaner Mitte der 70er Jahre einen wahren Run auf Geländemotorräder aus. Als erste Großserienenduro wurden allein in Deutschland bis zur Serieneinstellung mehr als 25.000 Einheiten verkauft. Noch heute gilt die XT 500 als echter Klassiker und ist bei Sammlern äußerst beliebt. Auch die XT 600 Ténére konnte als Paris-Dakar Teilnehmer viele Fans finden. Mit der Honda XL 500 schickte der japanische Hersteller ein Pendant ins Rennen, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen, kam allerdings an die Verkaufszahlen der Yamaha Enduros nie heran.
Heute stehen Enduros für lange Ausfahrten an erster Stelle der Käufer. So stehen die BMW GS, Honda Dominator, Suzuki XF 650 und die Aprilia Pegaso 650 als komfortable Reisebegleiter parat, um auch auf der Langstrecke zu begeistern.
Beliebte Enduro-Motorräder sind: BMW R 1150 GS, BMW F 650 GS, Husqvarna, KTM und die Yamaha XT