Mit einem Chopper wird in erster Linie ein Motorrad aus der Produktion der amerikanischen Schmiede Harley-Davidson in Verbindung gebracht. Aufgrund der großen Verbreitung der Chopper in kriminellen Gangs wollte die Firma Harley-Davidson anfangs gar nichts mit diesen eigenständig modifizierten Motorrädern zu tun haben.
Der Begriff Chopper entstammt dem englischen „to chop“ (kürzen, schneiden, abhacken) und beschreibt die Arbeitsschritte, die Ende der 40er Jahre an Motorrädern von Harley-Davidson durchgeführt wurden. So wurden alle überflüssigen Teile wie Verkleidungen und Schutzbleche abmontiert und teilweise die vorderen Schutzbleche verkehrt herum auf die Hintergabel geschraubt, was die ganz bestimmte Optik eines Chopper ergab. Auch das Roadmovie „Easy Rider“ aus dem Jahr 1969 tat sein übriges, um den Kult um das Chopper Motorrad
entstehen zu lassen. Elemente wie verlängerte Vorderradgabeln, vorgerückte Fußrasten und sehr hohe Lenker, für eine rückwärtige Sitzposition des Fahrers, fanden bei „Bikern“ und Fans schnell Anklang, so dass die Chopper Gemeinde immer größer wurde. Leider wurde durch die baulichen Maßnahmen auch die Beherrschbarkeit der Chopper stark verändert. Viele tödliche Unfälle waren das Ergebnis.
Es dauerte etwas mehr als 40 Jahre, bevor die Firma Harley-Davidson Ende der 80er Jahre Elemente der Chopper in die Serienfertigung mit einbezog. Auch die Japaner wollten in dieser Kategorie nicht nachstehen und brachten mit der Yamaha
XV 535 Virago
eine Chopper im Stil der Amerikaner auf den Markt, die dazu preislich weit unter dem Preis einer Harley lag. Mit diesem Motorrad baute Yamaha die bis heute meistverkaufte Maschine in Deutschland. Auch Suzuki
brachte mit der VS 1400 Intruder
ein erfolgreiches Motorrad mit Chopper Charakter auf den Markt. Für die echten Fans hängt der Begriff Chopper allerdings immer mit der Marke Harley-Davidson zusammen.