Als Caferacer wird ein Motorrad bezeichnet, das in der Regel als Naked Bike ausgerüstet wird und mit einer minimalen Ausstattung auf ein geringes Leergewicht setzt. Im Grunde waren diese Art von neuen oder gebrauchten Motorrädern die Vorläufer des heutigen Superbike , denn hier wie damals, zählt bei diesen Motorrädern nur die Fahrleistung.
Den Ursprung fanden diese Motorräder im Einklang mit dem Londoner Ace Cafe, dass bereits seit den 30er Jahren ein Treffpunkt für Motorradfahrer und subkultane Engländer ist. Hier begründete der Cafe Racer seinen Kult, auch weil das Ace Cafe als Ausgangspunkt für unerlaubte Rennen auf öffentlichen Straßen fungierte.
Die ersten Caferacer entstehen allerdings erst anfangs der 60er Jahre im Zuge des weltweiten Erfolges von englischen Motorrädern. Enthusiasten speckten die in Serie produzierten Bikes derartig ab, optimierten die Motorleistung, sodass diese Caferacer als puristische Rennmaschine stilisierten und in Kurzrennen ihren Einsatz fanden. Bezeichnend für einen Cafe Racer dieser Zeit, waren der lacklose und blank polierte Tank, der zumeist aus Leichtmetall bestand, ein Stummellenker, eine einsitzige Rückbank, offene Schalldämpfer mit entsprechendem Sound und die Demontage von Rückspiegeln an diesen Motorrädern. Die Rennstrecke der Cafe Racer erstreckte sich zumeist vom Londoner Ace Cafe bis hin zu einem nahe gelegenen Kreisverkehr und zurück.
Bekannte Caferacer aus der damaligen Epoche entstammten von Herstellern wie Triumph , Norton oder der Birmingham Small Arms Company (BSA). Die Cafe Racer stilisierten in dieser Zeit die Freiheitsliebe der Jugend in England und wurden schnell in ganz Europa adaptiert, der Kult um die Cafe Racer war geboren und ganze Heerschaften zog es nach London in das mittlerweile historische Ace Cafe.
Mit dem Niedergang der englischen Motorradindustrie, Mitte der 70er Jahre, nahmen sich viele weitere Hersteller von neuen Motorrädern dem Typus der Cafe Racer an. So konnten Caferacer wie die Buell XB Lightning , Ducati 900 SS , Motor Guzzi V7 Racer oder die Suzuki SV 650 recht erfolgreich verkauft werden und fanden auch beim „Isle of Man“ Rennen ihren Einsatzzweck. Auch heute werden von Triumph die Bonneville T100 oder die Scrambler produziert. Ebenso kann auf neue oder gebrauchte Cafe Racer aus japanischer Produktion von Honda , Suzuki oder Kawasaki zurückgegriffen werden.
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Beliebte Cafe Racer-Motorräder sind: Triumph Bonneville T100 , Aprilia RSV , Moto Guzzi V7 Racer und die Suzuki SV 650