VW Golf (Serie)

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Nicht umsonst steht der Golf von Volkswagen mit seinem Namen für ein ganzes Fahrzeugsegment. Seit mehr als 40 Jahren ist er der Inbegriff eines vernünftigen und klassenlosen Autos für jeden Zweck. Ein perfekter Allrounder, der allerdings nicht immer ganz billig zu haben ist.

Daten

Daten

Kaum ein anderes Modell ist antriebsseitig so breit aufgestellt wie der Golf. Reichte die Bandbreite in der ersten Generation aus den Siebzigern noch von 50 bis 112 PS, so verteilt sich die Motorenpalette des Golf 7 mittlerweile von 86 auf bis zu 360 PS. Zudem bietet Volkswagen vom Topseller auch eine Hybrid- und eine reine Elektrovariante. Bei den Fahrleistungen deckt der Golf also vom sparsamen und gutmütigen Familienauto bis zum Sportwagen alles ab.

  • Breite Antriebspalette
  • Je nach Motorisierung genügsame bis sportliche Fahrleistungen
  • Sehr sparsame Dieselmotoren
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Test

Test

In sämtlichen Tests schneidet der VW Golf vorbildlich ab. Sei es wegen des klassenlosen Auftritts, seiner sparsamen Antriebe, des komfortablen Fahrwerks oder der sportlichen Fahrleistungen. Auch sein gutes Platzangebot und die variable Innenraumgestaltung mit vielen nützlichen Ablagen wird oft gelobt. Das Kofferraumvolumen ist überdurchschnittlich groß und die Verstellbarkeit der Sitze garantiert allen Körpergrößen eine bequeme Sitzposition.

  • Extrem vielseitig
  • Klassenloser Auftritt
  • kräftige und sparsame Antriebe
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Preise

Preise

Die Basispreise eines VW Golf liegen auf verlockend niedrigem Niveau und deutlich unterhalb der 20.000-Euro-Marke – allerdings nur für die schwachen Benzinmodelle. Wer kräftige Motoren, gute Ausstattung oder gar einen Diesel will, wird diese Grenze schnell sprengen müssen. Erst recht, wenn es der Kombi Variant oder die Sport-Varianten GTI oder Golf R sein sollen. Das Hybrid-Modell GTE und die Elektro-Variante E-Golf kosten dagegen mehr als 35.000 Euro.

  • günstige Einstiegspreise
  • viele Ausstattungsmöglichkeiten
  • teure Extras
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Der VW Golf ist das mit Abstand meistverkaufte Automobil in Deutschland – und das schon seit mehr als 40 Jahren als Neuwagen sowie als Gebrauchtwagen. Selbst weltweit gehört der VW Golf mit deutlich mehr als 30 Millionen verkauften Exemplaren (in sieben Generationen) zu den beliebtesten Automodellen aller Zeiten. Der Erfolg hat dabei ganz klare Gründe. Mit relativ pragmatischem Design, dafür aber viel Nutzwert und hoher Variabilität überzeugt der Kompaktwagen seit seiner Einführung als extrem vielseitiger und vor allem klassenloser Allrounder. Das überdurchschnittliche Platzangebot qualifiziert ihn außerdem auch zu einem vollwertigen Familienauto.

Das Golf-Rezept des Erfolgs: klassenlos, zeitlos, praktisch

Die erste Generation des Wolfsburgers kam 1974 auf den Markt – schon damals mit Frontantrieb und einer breiten Palette an Motor- und Karosserievarianten. So gab es neben dem Drei- und Fünftürer auch einen Pick-up Golf Caddy, den sportlichen GTI mit bis zu 112 PS oder das VW Golf Cabrio, das übrigens bis 1993 beinahe unverändert gebaut wurde. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt erzielen Golf-Modelle aus der ersten Generation mittlerweile Klassikerpreise. Nach neun Jahren auf dem Markt und Sechs Millionen verkauften Exemplaren folgte 1983 die zweite Generation – der Golf 2.

Der etwas größere Zweier Golf setzte den Wolfsburger Triumphzug fort und fand in acht Jahren sogar noch mehr Käufer als sein Vorgänger. Volkswagen fächerte das Motorenangebot noch weiter auf und nahm mit dem GTD sogar erstmals in dieser Klasse einen Turbodiesel mit ins Sortiment. Auch einen GTI gab es wieder – jetzt sogar mit bis zu 160 PS im GTI G60 mit innovativer G-Lader-Technik. Wer heute einen unverbastelten GTI als Gebrauchtwagen besitzt, darf sich glücklich schätzen und mit starker Wertsteigerung in den nächsten Jahren rechnen.

In den Neunzigern wird aus dem Golf eine runde Sache

Im Jahr 1991 erfolgte der nächste Generationswechsel zum Golf 3. Die Veränderungen des runderen Dreiers zum kantigen Vorgängermodell sah man jetzt deutlich, obwohl der technische Unterschied nicht so maßgeblich war. Neu war das Kombimodell Variant, was sich bis heute als beliebte Karosserievariante des Topsellers etabliert hat. Der Golf der Neunziger übertrumpfte seinen Vorgänger beim Sicherheitsstandard um Welten. Sogar Airbags waren nun erhältlich. Keine Selsbtverständlichkeit zu dieser Zeit – ebenso wie Sechszylinder-Motoren in der Kompaktklasse. Als Topmodell wurde der VW Golf VR6 mit einer Leistung von 190 PS gefeiert.

Einen großen Entwicklungsschritt machte Volkswagen im Jahr 1997 mit der Einführung des Golf 4. Mit vollverzinkter Karosserie und zwölf Jahren Garantie auf Durchrostung sollte den neuen Qualitätsanspruch der Wolfsburger demonstrieren. Der stärkste Golf leistete mit VR6-Benziner mit Allradantrieb 4Motion jetzt schon gut 240 PS (3.2 R32). Heute ist der Vierer-Golf noch ein beliebter Gebrauchtwagen. Er gilt als Wegbereiter moderner Turbodiesel-Direkteinspritzer, denn vor allem die extrem sparsamen aber kraftvollen 1.9-TDI-Aggregate fanden rund um die Jahrtausendwende reißenden Absatz.

Auch wenn es die Pumpe-Düse-Technik nicht als optimale Einspritztechnik in die Neuzeit schaffte, so war sie auch beim Nachfolger von 2003 noch erhältlich. Allerdings gilt der Golf 5 bis heute als am wenigsten erfolgreiche Generation – auch wenn in Deutschland immerhin knapp 800.000 Fahrzeuge verkauft wurden. Dabei spendierten ihm die Wolfsburger doch eine etwas aufwändigere und sicherere Fahrwerkstechnik. Und obendrein gab es mit dem Golf Plus erstmals auch einen vanartigen Ableger. Früher als geplant musste VW dennoch den Nachfolger des Fünfers präsentieren.

Komfort und Ausstattungsvielfalt auf neuem Niveau

Mit gefälligeren Proportionen und schickerer Optik erschien der Golf 6 im Jahr 2008. Obwohl er technisch dem Fünfer entspricht, war das Interesse der Kundschaft von Beginn an viel größer. Und endlich verkaufte sich auch die GTI-Version (ab 2009) wieder zufriedenstellend. Kein Wunder – verfügt der Turbobenziner nun über 211 PS und beschleunigt in 7,2 Sekunden auf Tempo 100. Der Kraftstoffverbrauch liegt mit 7,5 Litern auf 100 km im grünen Bereich für diesen Sportler. Stärkster Vertreter der sechsten Golf-Generation des VW Golf ist aber das R-Modell. Der aufgeladene Vierzylinder bringt es auf 270 PS und dank Allradantrieb auf sportwagenähnliche Fahrleistungen. Fünf- oder gar Sechszylinder-Motoren gibt es seit der sechsten Generation im Golf nicht mehr.

Über Leistungsmangel darf man sich aber auch in der siebten Generation des Wolfsburgers (seit 2012) nicht beschweren. Breiter als je zuvor streckt sich schließlich die Motorenpalette von 86 PS bis 360 PS. Besonders beliebt ist in Deutschland der Zweiliter-Diesel 2.0 TDI mit Common-Rail-Einspritzung und 150 PS. Dabei ist der Golf VII das erste Modell, das auf dem modularen Querbaukasten des Volkswagenkonzerns aufbaut – einem technischen Baukasten-System für Autos mit quer eingebautem Frontmotor. Auf gleicher Plattform stehen dadurch nicht nur Golf Sportsvan, Touran oder Passat, sondern auch Produkte anderer Konzernmarken wie Audi A3, Seat Leon oder Skoda Octavia. Der Golf selbst pflegt dabei immernoch die Tugenden des vollwertigen Allrounders. Dabei setzte er bei seiner Einführung mal wieder Maßstäbe – jetzt vor allem bei Multimediabestückung, Sicherheitsausstattung und Fahrkomfort.