VW Golf 7 VariantSeit 2012

Preis
für Golf Alltrack 1.8 TSI 4Motion BlueMotion Tech DSG (Benzin, 179 PS)
Fahrzeugeinordnung

Im Vergleich zum herkömmlichen VW Golf VII ist der Kombi Golf Variant ganze 31 Zentimeter länger. Dabei sind beide Modelle bis zur B-Säule – erst dahinter fangen die Unterschiede an, die beim Variant in einem überaus geräumigen Heck münden. Der aktuelle Golf Variant erschien im Jahr 2013 als mittlerweile fünfte Kombi-Generation auf Basis des Kompaktmodells. Im Juli 2016 erhielt der VW Golf VII ein Facelift, das nur geringe äußerliche Retuschen mit sich brachte. Neu gestaltet wurde vor allem der Innenraum. Wie auch die Schrägheckversion des VW Golf VII ist der Variant für viele Mitstreiter das Maß der Dinge in der Kompaktklasse.

...mehr
Stärken
  • sicheres Fahrverhalten
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • großer Gepäckraum
  • intuitive Bedienung
  • sinnvolle und aktuelle Assistenzsysteme
Schwächen
  • hoher Anschaffungspreis
  • lange Liste aufpreispflichtiger Extras
  • nur zwei Jahre Garantie
Daten
Motorenwerte
Leistung
132 kW / 179 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
7,8 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
217 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
156 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
6,7 l/100km
Motorenwerte
Real-Verbrauch
- l/100km

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • VW Golf 7 Variant Facelift Aussenansicht Front schräg dynamisch grau
  • VW Golf 7 Variant Facelift Innenansicht Fahrerposition statisch schwarz
  • VW Golf 7 Variant Facelift Aussenansicht Front schräg dynamisch grau
  • VW Golf 7 Variant Facelift Aussenansicht Heck dynamisch weiss
  • VW Golf 7 Variant Facelift Aussenansicht Front schräg dynamisch weiss
  • VW Golf 7 Variant Facelift Innenansicht Beifahrerposition statisch schwarz
  • VW Golf 7 Variant Facelift Innenansicht Detail Kombiinstrument statisch schwarz
  • VW Golf 7 Variant Facelift Aussenansicht Front schräg statiscg weiss
  • VW Golf 7 Variant R-Line Aussenansicht Heck schräg statisch weiss
  • VW Golf 7 Variant Facelift Aussenansicht Seite dynamisch weiss
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Mit dem VW Golf VII Variant haben die Wolfsburger ein großes Manko der Vorgängermodelle beseitigt. Optisch fügte sich die Heckpartie nie elegant in die Kombiform ein. Die aktuelle Generation des Kombis wirkt dagegen wie aus einem Guss und fügt sich nahtlos in die aktuelle Designlinie des Hauses ein.

Wer sich für einen Kombi entscheidet, interessiert sich vor allem für das Ladevolumen im Kofferraum. Das ist im Golf Variant VII gegenüber dem Vorgänger zwar nicht gewachsen, liegt aber mit 420-1410 Litern laut ADAC-Messung auf oder über dem Niveau der meisten Konkurrenten mit Ausnahme des Konzernbruders Skoda Octavia Combi.

Da auch die Platzverhältnisse für die Passagiere großzügig ausfallen, stellt sich für viele Käufer die Frage, ob es denn überhaupt der noch größere, aber vor allem deutlich teurere Passat sein muss. Vom Qualitätseindruck und den Fahreigenschaften her muss der Golf-Variant-Käufer jedenfalls keinen Verzicht üben. Schwächen muss man wie beim kompakten Fünftürer bei diesem Auto mit der Lupe suchen.

Testberichte

adac-logo
adac-logo

ADAC Auto-Test

Testergebnis
VW Golf Variant 1.4 TSI BlueMotion Technology
link iconTestbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2,5
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    1,9
Karosserie/Kofferraum: 2,5
Innenraum: 2,3
Komfort: 2,5
Motor/Antrieb: 2,2
Fahreigenschaften: 2,1
Umwelt/EcoTest: 3,3
Sicherheit: 2,3

Motoren

Motoren

Alle im VW Golf Variant angebotenen Motoren sind mit dem Label Bluemotion beziehungsweise Bluemotion Technology bestückt. Effizient und sauber dürften also alle Modelle sein. Die Motoren verfügen durchweg über Turboaufladung und Direkteinspritzung, Saugmotoren kommen nicht mehr zum Einsatz. Auch VW kann sich dem Trend zum Downsizing nicht entziehen. Im 115 PS starken 1.0 TSI arbeitet ein Dreizylinder – und das durchaus kultiviert. Alle anderen Motoren haben vier Zylinder, auch das Topmodell Golf Variant R.

- Drei- und Vierzylinder-Benziner bzw. Vierzylinder-Diesel erhältlich - Start-Stopp-Automatik (serienmäßig)

Motordetails anzeigen
null
Sicherheit

Sicherheit

Schon das serienmäßige Sicherheitsniveau des VW Golf Variant ist hoch. Darüber hinaus lässt er sich mit den meisten der aktuell verfügbaren Sicherheitsassistenten ausstatten. Dazu zählen Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat, Aufmerksamkeits-Assistent, Verkehrszeichenerkennung oder Fernlichtautomatik.

Serienmäßig: - Reifendruckkontrollsystem - Multikollisionsbremse - Kindersitzbefestigung ISOFIX

Sicherheitsausstattung anzeigen
null
Ausstattung

Ausstattung

Beim Modellwechsel zum aktuellen Golf Variant wurde auch die Serienausstattung aufgewertet. So verfügen alle Modelle nun über einen Touchscreen und Start-Stopp-Automatik. Wer sich seinen individuellen Variant konfigurieren möchte, muss allerdings viel Zeit in die Lektüre der Preisliste investieren und wird feststellen, dass sich nicht alle Wünsche realisieren lassen. So sind nicht alle Ausstattungslinien mit allen Motoren und alle Ausstattungslinien mit weiteren Extras kombinierbar.

Ausstattungsdetails anzeigen
null
Beschreibung

Modellbeschreibung

Als Kombivariante des meistverkauften Automodells in Deutschland kann der Golf Variant noch einiges besser als das Original. Beim Platzangebot reicht er jedenfalls nah an den noch größeren Lademeister Passat heran.

Vorderansicht - schräg
"Der Golf Variant ist der makellose Inbegriff eines kompakten Kombis."
Seitenansicht

Anders als etwa beim Passat spielte die Kombiversion des VW Golf in der Baureihe immer nur die zweite Geige. Das drei- oder fünftürige Schrägheck stand immer im Vordergrund. Der erste Variant kam erst 1993 und damit sehr spät auf den Markt. Eine Zeitlang überlegte man bei VW sogar, den Ableger wieder einzustellen.

Mit der siebten Generation scheint der Golf Variant nun endlich richtig etabliert zu sein. Er transportiert alle Tugenden des Schrägheck-Golfs in die Kombi-Liga, bietet viel Platz, ein ebenso handliches wie komfortables Fahrverhalten, effiziente Motoren und nicht zuletzt eine Verarbeitungsqualität, die in dieser Klasse kaum Konkurrenz findet. In der Summe seiner Qualitäten kann der Variant seine Konkurrenten in Vergleichstests meist auf Abstand halten.

Allerdings wird dieser Abstand geringer, was nicht am Golf, sondern an der immer besseren Qualität der durchweg günstigeren Wettbewerber liegt. So leistet sich etwa auch der neue Opel Astra Sports Tourer kaum nennenswerte Schwächen, bietet aber das etwas ausdrucksstärkere Design und punktet mit dem Sympathiebonus des Underdogs. Konkurrenz hat der Variant auch im eigenen Haus. Der Skoda Octavia Combi verfügt über ein noch etwas größeres Ladeabteil. Hinzu kommt der Seat Leon ST, der das Kombi-Thema deutlich sportlicher interpretiert als die beiden Konzernbrüder.

Was andere Hersteller jedoch bis heute nicht ansatzweise erreicht haben, ist das klassenlose Image, das auch den Variant auszeichnet. Mit einem Golf ist wirklich jeder gut angezogen. Er ist das Auto, auf das sich alle verständigen können.

Im Juli 2016 unterzog Volkswagen den VW Golf VII Variant einem ersten Facelift, von dem äußerlich wenig zu bemerken ist. Es gab veränderte Lufteinlässe, ein neues LED-Tagfahrlicht sowie ein leicht verändertes Design der Rückleuchten. Mehr Neuigkeiten zogen dagegen im Innenraum ein: Der Touchscreen wurde merklich vergrößert, außerdem hielt nun eine Gestensteuerung auch in der Kompaktklasse Einzug.

Es ist wahrscheinlich, dass der VW Golf VII Variant noch weitere Aktualisierungen erleben wird – vor allem, weil Volkswagen als Folge des Abgasskandals auch den Markstart des Nachfolgers hinauszögert. Sollte die achte Generation des Bestsellers ursprünglich bereits 2018 erscheinen, wird es nun wohl bis zum Jahr 2019 dauern.

Fazit

Der VW Golf Variant übernimmt alle Tugenden, die auch das Schrägheckmodell auszeichnen. Verglichen mit diesem ist er 31 Zentimeter länger und bietet ein um rund 40 Prozent größeres Kofferraumvolumen. Zu kritisieren gibt es am Golf Variant nicht viel. Wenn einigen das Design auch zu nüchtern und vernünftig erscheinen mag. Mehr Premium als in diesem Golf ist eigentlich nicht erforderlich. Wer danach verlangt, muss sich bei Audi, BMW oder Mercedes umsehen und noch einmal deutlich mehr bezahlen. Die eigentlichen Konkurrenten des Variant heißen Ford Focus Turnier oder Opel Astra Sports Tourer.