Skoda Rapid Spaceback (NH)Seit 2012

Fahrzeugeinordnung

Während Skoda die Modelle Octavia und Fabia schon seit mehreren Generationen anbietet, schließt der Rapid mit der internen Typbezeichnung NH seit 2012 die Lücke zwischen diesen beiden Baureihen. Technisch eng verwandt mit dem Seat Toledo rückt der Rapid zwischen zwei Segmente: Er nutzt Plattform und Technologie aus den Kleinwagen des VW-Konzerns, hält aber zum günstigeren Preis ähnlich viel Platz wie ein Modell der Kompaktklasse bereit. Anders als Seat setzt Skoda dabei nicht nur auf eine Limousine, sondern hat den Rapid auch als Spaceback mit schrägem Abschluss im Programm. Dieses Modell ist eine Mischung aus Schrägheck und Kombi, bietet noch etwas mehr nutzbaren Platz als das Stufenheck – und sieht obendrein nicht ganz so spießig aus.

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Stärken
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • überdurchschnittliches Platzangebot in Fond und Kofferraum
  • innovative Design-Lösungen
Schwächen
  • wenig wertige Materialanmutung im Innenraum
  • magere Grundausstattung
  • geringe Spreizung der Motorenpalette
Daten
Motorenwerte
Leistung
66 kW / 89 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
11,2 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
184 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
105 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
4,6 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
B

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Skoda Rapid versteht sich als Preisbrecher, Kunden müssen deshalb Abstriche bei Innenraumanmutung, Ausstattungsvielfalt und Motorenpalette hinnehmen. Der Wagen verfügt über alles, was wirklich nötig ist. Aber er bietet lange nicht alles, was in dieser Klasse möglich ist. Auch beim Fahrverhalten orientiert sich Skoda an den Grundbedürfnissen und verzichtet auf eine betont agile Auslegung. Der Fahrspaß stand bei der Entwicklung zumindest nicht im Vordergrund.

Im Vergleich zur Limousine wirkt der Rapid Spaceback insgesamt etwas frischer, aus dem Stufenheck-Nischenmodell für Sparfüchse wird so ein ansehnliches Alltagsauto für Familien mit knappem Budget.

Testberichte

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ADAC Auto-Test

Testergebnis
SKODA Rapid Spaceback 1.4 TDI (Green tec)
link iconTestbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2,4
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    2,2
Karosserie/Kofferraum: 2,7
Innenraum: 2,3
Komfort: 2,4
Motor/Antrieb: 3,1
Fahreigenschaften: 2,3
Umwelt/EcoTest: 2
Sicherheit: 2
Motoren

Motoren

Rapid klingt nach Tempo und Sportlichkeit. Doch die Motorpalette erfüllt diese Erwartungen nicht. Als Vernunftauto für preisbewusste Kunden entwickelt, bedient Skoda bei der Antriebsauswahl vor allem rationale Motive und deckt mit den zwei Dieseln und drei Benzinern lediglich ein Leistungsspektrum von 90 bis 125 PS ab. Was beim Tempo mit maximal 205 km/h fehlen mag, macht der Rapid dafür an der Tankstelle wett: Das sparsamste Modell soll sich laut Hersteller im Schnitt mit 3,4 Litern Diesel begnügen, obwohl die Motoren nicht aus der aktuellen Generation stammen.

  • Zwei Diesel, drei Benziner mit 1,2 bis 1,6 Liter Hubraum
  • Start-Stopp-Automatik serienmäßig
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Sicherheit

Sicherheit

In der Pflicht ganz vorne dabei, in der Kür aber nicht einmal Durchschnitt – so lässt sich die Sicherheitsausstattung des Rapid zusammenfassen. Denn der Serienumfang entspricht den Standards der Klasse, die Auswahl an Optionen dagegen ist nicht mehr zeitgemäß. Dem Prüfergebnis hat das aber nicht geschadet: Mit fünf Sternen zählt der Skoda zu den sichersten seiner Art. Zur Serienausstattung zählen:

  • Multikollisionsbremse
  • elektronische Differentialsperre
  • Berganfahrhilfe (Serie bei DSG-Modellen)
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Der Grundpreis von 15.590 Euro für den Skoda Rapid Spaceback ist attraktiv, deshalb kann einen die nüchterne Ausstattung des Basismodells Active durchaus kalt lassen. Mit den Versionen Ambition und Style geht es bereits bergauf – und aus dem Rapid Spaceback in der Version Monte Carlo wird ein fast schon vornehmes Auto. Allerdings lässt sich Skoda diesen Aufstieg mit insgesamt 4900 Euro bezahlen.

Aber selbst in der teuersten Variante und mit allen Extras wirkt die Ausstattung mit Blick auf Konkurrenzmodelle aus Europa und Asien noch lückenhaft. Vor allem fehlen dem Rapid Spaceback einige Assistenzsysteme wie die automatische Abstandsregelung.

Keine Schwächen erlaubt sich Skoda dagegen beim Infotainment-System: Der Rapid integriert nicht nur alle gängigen Smartphones, sondern lässt auf seinem Touchscreen auch eine Reihe von Zusatzprogrammen aus dem eigenen App-Store laufen.

Zur Serienausstattung gehören:

  • elektrische Fensterheber vorn
  • Audiosystem
  • „Simply-Clever“-Gimmicks wie der Eiskratzer in der Tankklappe
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

„Simply Clever“ – das Leitmotiv der Skoda-Entwickler gilt beim Rapid Spaceback weniger für Ausstattungsdetails als für den Zuschnitt des Fahrzeugs. Denn mit der Plattform und dem Preis eines Kleinwagens dringt die tschechische VW-Tochter so in die Kompaktklasse vor.


Vorderansicht - schräg
Reichlich Platz im Fond und ein riesiger Kofferraum.
Seitenansicht

Dort punktet der Rapid Spaceback bei einer Länge von 4,30 Metern mit reichlich Platz im Fond und mit einem riesigen Kofferraum, der durch die große, bis ins Dach gezogene Klappe gut zu nutzen ist. Das Gepäckabteil fasst bei aufrechter Sitzbank 415 Liter und damit deutlich mehr als der Klassenprimus VW Golf. Durch Umklappen der Lehne wächst das Fassungsvermögen sogar auf 1380 Liter.

Im Vergleich zur technisch identischen Limousine der Baureihe wirkt der Rapid Spaceback weniger spießig, sondern frisch und zeitgemäß – vor allem mit der Option auf die verlängerte Heckscheibe, die an ein Smartphone erinnert. Allerdings ist das Auto innen viel nüchterner als außen und macht bei Ambiente und Ausstattung deutlich, dass die Entwickler sehr genau aufs Geld geschaut haben: Der Anteil an Hartplastik ist größer als sonst bei Skoda und die Liste der Extras dafür umso kürzer. Vor allem bei den Assistenzsystemen hinkt der Rapid den jüngeren Modellen deutlich hinterher. Ein Rückstand, der sich selbst durch Zuzahlung nicht kompensieren lässt.

Die Motorpalette ist eher nach vernünftigen Kriterien bestückt und nicht auf maximales Vergnügen ausgelegt: Die drei Benziner und zwei Diesel decken nur ein Leistungsspektrum zwischen 90 und 125 PS ab. Fahrwerk und Lenkung sind betont gutmütig abgestimmt.

Fazit zum Skoda Rapid Spaceback

Die deutschen Modelle der Kompaktklasse sind zu teuer und die Koreaner noch immer zu exotisch? Dann ist der Skoda Rapid Spaceback womöglich genau die richtige Alternative in der Golf-Klasse. Denn mit seinem einzigartigen Zuschnitt und seinen Wurzeln in der Welt der Kleinwagen bietet der Wagen ein konkurrenzloses Verhältnis aus Preis und Platz. Und im Vergleich zur Stufenheck-Limousine ist der Rapid Spaceback das ansehnlichere Auto.

Schwierig wird es nur, wenn man an den Preisbrecher die gleichen Ansprüche stellt wie an die Stammspieler auf dem Golf-Platz: Viele bei anderen Kompaktklassemodellen übliche Extras für Komfort und Sicherheit bringt der Rapid Spaceback auch für Geld und gute Worte nicht mit.