Renault Clio (4)Seit 2012

Fahrzeugeinordnung

Den Renault Clio gibt es seit 1990. Damals löste er den Renault 5 ab, der im Renault-Programm schon damals eine zentrale Rolle spielte. Schließlich sind Kleinwagen nicht nur in Frankreich sehr populär. Das aktuelle, vierte Modell gibt es seit Ende 2012. Im Sommer 2016 erhielt es ein äußerlich unauffälliges Facelift. Optisch repräsentiert der Clio die aktuelle Designphilosophie von Renault mit der ausgeprägten Raute an der Front. Ansonsten ist der Clio ein klassischer Renault und versucht ein bisschen schicker und zugleich preiswerter zu sein als die Konkurrenz. Zu nennen sind da zum Beispiel Citroën C3 und Peugeot 308, Ford Fiesta und Opel Corsa, Hyundai i20 und Kia Rio.

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Stärken
  • großzügiges Platzangebot vorn
  • hübscher Innenraum
  • gute Bremsen
Schwächen
  • lückenhafte Sicherheitsausstattung
  • hakelige Schaltung
  • beschränkte Übersicht
Daten
Motorenwerte
Leistung
54 kW / 73 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
14,5 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
167 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
127 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
5,6 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
D

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Dass der Renault Clio schon 2012 vorgestellt wurde, sieht man ihm nicht an. Ein Facelift hätte er optisch nicht nötig gehabt, und es ist dementsprechend auch sehr dezent ausgefallen. Das neue Markengesicht mit der riesigen Raute trug er schon vorher. Im Konzert der anderen Kleinwagen fällt der flotte Franzose durch ein eigenständiges, betont sportliches Design auf. Darüber hinaus punktet er vor allem mit günstigen Preisen. Schließlich bekommt man für 11.990 Euro schon einen echten Fünftürer, auch wenn die hinteren Türen zugunsten der sportlichen Linie optisch versteckt werden. In anderen Punkten fährt der Clio aber der Konkurrenz hinterher. Er ist weder besonders agil noch komfortabel, und die Sicherheitsausstattung ist nicht mehr zeitgemäß.

Motoren

Motoren

Die Leistungsspanne der Motoren reicht beim Clio von 73 bis 220 PS. In Wirklichkeit ist sie aber deutlich schmaler, denn unterhalb der sehr exotischen Sport-Version R.S. und R.S. Trophy ist bereits bei 118 PS Schluss. Wer ein wenig Fahrspaß im Clio erleben möchte, sollte um den Basismotor einen Bogen machen. Er sorgt mit 73 PS und einem Drehmoment von 107 Nm nur für müde Fahrleistungen. Dadurch relativiert sich der günstige Einstandspreis, denn der nächstgrößere Motor mit 90 PS fordert schon eine Investition von 15.190 Euro.

  • Vierzylinder (Benziner und Diesel); Dreizylinder (Benziner)
  • EDC-Doppelkupplungsgetriebe mit einigen Motoren bestellbar
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Sicherheit

Sicherheit

Die Sicherheitsausstattung des Clio hat Lücken. Während die meisten Konkurrenten sechs Airbags bieten, hat der Clio nur vier. Moderne Assistenzsysteme fehlen größtenteils. Immerhin erweist sich die Struktur des Kleinwagens auch bei Unfällen als ausreichend stabil, wie fünf Sterne im Crashtest belegen.

  • vier Airbags
  • Bremsassistent mit Aktivierung der Warnblinkanlage
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Ausstattung

Ausstattung

Das wichtigste Ausstattungs-Highlight des günstigsten Clio sind die serienmäßigen fünf Türen. Ansonsten kommt die Basisausstattung sehr puristisch daher und kann selbst gegen Aufpreis nicht um eine Klimaanlage erweitert werden. Überhaupt gestaltet sich die Aufpreispolitik von Renault nicht sehr kundenfreundlich. Viele Extras sind erst mit der höchsten Ausstattungslinie Intens bestellbar. So werden aus dem günstigen Einstandspreis von 11.990 Euro schnell 16.790 Euro und mehr.

Zur Serienausstattung gehören:

  • elektrische Fensterheber vorne
  • Tempomat
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Kleinwagen bilden seit jeher eine tragende Säule des Renault-Programms. Der Renault 5 war in den Siebzigern bis in die Neunziger hinein („Supercinq“) ein großer Erfolg – genau wie die ersten Generationen des Nachfolgers Clio. War der Clio 3 optisch ein bisschen beliebig geraten, so lässt sich das vom 4,06 Meter langen Nachfolger Clio 4 nicht behaupten.


Vorderansicht - schräg
Er gehört zu den extrovertiertesten Kleinwagen.
Seitenansicht

Er gehört zu den extrovertiertesten Kleinwagen und zieht optisch die sportliche Karte. Dazu passen nicht alle Motoren kaum der 73 PS schwache Basisantrieb, die für ihn angeboten werden: sicher aber die 200 und 220 PS starken Top-Aggregate,.

Auch im Innenraum bemühen sich die Renault-Designer, mehr als nur nüchternes Kleinwagen-Allerlei zu bieten. Dafür stehen einige mit Klavierlack-Imitat überzogene Bedienteile, die über den hohen Anteil an Hartplastik hinwegtäuschen. Das Platzangebot auf der hinteren Bank ist für einen Kleinwagen ordentlich. Für den Kofferraum ermittelte der in dieser Hinsicht strenge ADAC Fassungsvermögen zwischen 285 und 940 Litern.

Waren französische Automobile früher für ihren ausgeprägten Komfort bekannt, so gilt das schon eine Weile nicht mehr. Weich sind im Clio vor allem die Sitze, während die Federung eher den sportlichen Anspruch der Optik untermauern will. Tester kritisieren zudem die etwas gefühllose Lenkung und die hakelige Schaltung. Gelobt werden dagegen die einfache Bedienung und die Bremsen. Unterm Strich konnte der Clio in Vergleichstests vor allem mit seinem günstigen Preis punkten. In der Gesamtwertung lagen vor allem die Konkurrenten aus dem VW-Konzern wie Polo oder Skoda Fabia vor ihm.

Fazit zum Renault Clio 4

Der Clio gehört zu der Sorte von Kleinwagen, die man mögen kann und zu denen der Besitzer oft auch ein emotionales Verhältnis aufbaut. Er ist nicht so sachlich und vernünftig wie die deutsche Konkurrenz, sondern versucht es mit französischem Charme. Das ausreichende Platzangebot und die einfache Bedienung stehen ebenfalls auf der Habenseite des Clio. Doch er hat auch Schwächen. Er ist weder besonders handlich noch besonders komfortabel, und die Sicherheitsausstattung lässt zu wünschen übrig. Auch wenn noch die wenigsten Käufer die modernen Assistenzsysteme tatsächlich bestellen, so steht ihr Vorhandensein doch für den Anspruch, den ein Hersteller an sich und eine Baureihe hat.