Porsche Macan (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preise und Kosten

Seine offizielle Premiere feierte der Porsche Macan am 20. November 2013. Er ist damit die Basis der fünften Modellreihe des deutschen Automobilherstellers. Es war ein kluger Schachzug, den SUV auf Basis des Audi Q5 zu bauen, denn so ist es, juristisch gesehen, nur eine Variante und keine Neuentwicklung. Das gestattet dem Hersteller, für die Klimaanlage weiterhin das R134a-Kältemittel zu verwenden. Bei Neukonstruktionen ist dies hingegen nicht mehr erlaubt. Mit dem Porsche Macan erobert das deutsche Unternehmen ein neues Marktsegment. Ähnliches hatte man schon im Jahr 2011 mit dem Porsche Panamera GTS geschafft. Damals kam die erste viertürige Sportlimousine von Porsche auf den Markt.

Beschreibung

Serienbeschreibung

Bei der Studie zum neuen SUV erhielt der Protoyp zunächst den Namen Cajun. Für die Markteinführung wurde jedoch die Bezeichnung Porsche Macan gewählt. Dieses Wort stammt aus dem indonesischen Sprachraum und bedeutet Tiger. Zum Verkaufsstart im April 2014 wurden drei verschiedene Motoren angeboten, ein Diesel und drei Benziner. Die technischen Details stellen sich wie folgt dar:


Vorderansicht - schräg
Der Porsche Macan eröffnet die fünfte Modellreihe.
Seitenansicht

• 2,0-Liter-Benzinmotor, Hubraum 1.984 Kubikzentimeter, Leistung 174 kW (237 PS) bei 5.000 bis 6.800 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 350 Newtonmeter bei 1.450 bis 4.500 Umdrehungen, Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 6,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 223 Stundenkilometer, 7-Gang-Automatikgetriebe, durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch 7,2 Liter• 3,0-Liter-Benzinmotor, 2.997 Kubikzentimeter Hubraum, 250 kW (340 PS) Motorleistung bei 5.500 bis 6.500 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 460 Newtonmeter bei 1.450 bis 5.000 Umdrehungen pro Minute, Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 5,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 254 km/h, 7-Gang-Automatikgetriebe, Benzinverbrauch durchschnittlich 8,7 Liter/100 km/h• 3,6-Liter-Turbo-Benzinmotor, Hubraum 3.604 Kubikzentimeter, Leistung 294 kW (400 PS) bei 6.000 Umdrehungen pro Minute, 550 Newtonmeter maximales Drehmoment bei 1.350 bis 4.500 Umdrehungen, Beschleunigung von 0 auf 100 in 4,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 266 Stundenkilometer, 7-Gang-Automatikgetriebe, Durchschnittsverbrauch 8,9 Liter Super• 3,0-Liter-Diesemotor, Hubraum 2.967 Kubikzentimeter, Leistung 155 kW (211 PS) bei 2.750 bis 4.000 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 580 Newtonmeter bei 1.750 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute, Beschleunigung von 0 auf 100 in 7,7 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 216 Stundenkilometer, 7-Gang-Automatikgetriebe PDK, Verbrauch kombiniert 6,3 l Diesel

In China und Brasilien steht für den Porsche Macan ein 2,0-TFSI-Benziner mit 237 PS zur Verfügung. Für den Export nach Belgien entwickelte das deutsche Unternehmen darüber hinaus eine schwächere Diesel-Variante mit 211 PS.

Die Porsche-Philosophie gilt auch für den Porsche MacanPorsche baut unverwechselbare Sportwagen . Beste Beispiele dafür sind der Porsche 911 , der Porsche Carrera oder der Boxster . Mit dem Porsche Cayenne und dem Porsche Macan erfolgte der Einstieg in den Markt der SUVs . Dabei wird natürlich die Porsche-Philosophie berücksichtigt - der Hersteller bringt Autos von der Rennstrecke in den Alltagsverkehr. Den Porsche Macan bezeichnen die Schöpfer selbst als ersten Sportwagen unter den kompakten SUVs. Damit will man sich unter anderem auch von Mitbewerbern wie Mercedes, Jaguar oder BMW absetzen. Die SUVs von Opel , Mazda , Hyundai oder Dacia rangieren ohnehin Klassen unterhalb des Porsche Macan, sowohl in Sachen Ausstattung und Leistung als auch im Bereich der Preise für Neuwagen . Als Gebrauchtwagen ist der Porsche Macan noch kaum vertreten, da er 2015 erst seinen ersten Geburtstag feiert.

Das äußere Design zeigt sportliche DominanzIn der Frontschürze geben die großen Lufteinlässe dem Porsche Macan ein eigenes Gesicht. Dazu tragen auch die in der Motorhaube eingelassenen Frontscheinwerfer bei. Insgesamt wirkt die Frontpartie dieses Autos breit und kraftvoll, besonders, weil die Motorhaube bis zu den Radkästen heruntergezogen ist. Dadurch erinnert der Porsche Macan im Aussehen ein wenig an den Porsche 917, der in den 70er Jahren im Motorsport zahllose Siege einfuhr. Die Seitenlinie erinnert an ein zum Sprung bereites Raubtier. Bezeichnet wird dieses Design als Porsche Flyline, Ausdruck für eine Kontur, die über eine hohe aerodynamische Qualität verfügt, die man sonst nur bei echten Sportwagen findet. Die Sideblades des neuen Porsche Macan orientieren sich an denen des 918 Spyder. Optisch wirken Flanken und Türen dadurch wesentlich schmaler. Auf den Porsche Macan passen Räder mit bis zu 21 Zoll. Um welche Version es sich handelt, erkennt man an den Bremsscheiben. Die S-Modelle haben silberfarbene Scheiben, beim Turbo leuchten sie in einem kräftigen Rot. Alle Modelle des Porsche Macan sind mit Heckklappen ausgestattet, die automatisch schliessen.

Von innen ein Gedicht - der Porsche MacanDer Innenraum zeigt, dass die Architektur des Exterieurs hier konsequent weitergeführt wird. Eleganz und Sportlichkeit sind die Attribute, die das Interieur im Porsche Macan bestimmen. Die Bedienelemente sind dreidimensional angeordnet, wie man es von einem klassischen Sportwagen her kennt. Auf einem 4,8-Zoll-Farbbildschirm werden dem Fahrer alle Informationen aus dem Bordcomputer angezeigt. Wie bei jedem Porsche sitzt auch beim Porsche Macan das Zündschloss auf der linken Seite der Lenksäule. Die Rücksitzbank lässt sich im Verhältnis 40:20:40 teilen. Ausgestattet mit Systemen für Sound und Navigation bietet der Porsche Macan auch Anschlüsse für Smartphone oder iPad mit der Möglichkeit, die eigene Lieblingsmusik abzuspielen. Optional stehen für die Innenraumgestaltung diverse Materialien und optische Highlights zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:

• Nussbaum-Wurzelholz Dekors,• Carbon oder gebürstetes Aluminium für ein sportbetontes Ambiente• Volllederausstattung

Die Serienausstattung im Porsche MacanOb Basismodell, Sport-Variante oder Turbo: Bereits die Serienausstattung des Porsche Macan ist beeindruckend. Sie kann über diverse optionale Komponenten entsprechend erweitert und aufgerüstet werden. Der Einstiegspreis für das Basismodell beginnt bei gut 58.000 Euro. Der Turbo in Vollausstattung liegt bei einem Preis von knapp unter 100.000 Euro. Dazu ein paar technische und optische Details im Überblick:

• Sideblades in Lavaschwarz• 18-Zoll-Macan S Räder• zwei Doppelendrohre links und rechts außen• automatische Heckklappe• elektrisch anklappbare Außenspiegel• getöntes Wärmeschutzglas rundherum, Graukeil in der Windschutzscheibe• Multifunktions-Sportlenkrad mit Schaltpaddles• Audiosystem CDR-Plus• Regensensor• 2-Zonen-Klimaautomatik• achtfach elektrisch verstellbarer Fahrersitz

Gegen Aufpreis ist der Porsche Macan mit einer Privacy-Verglasung, Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer inklusive Porsche Dynamic Light System und Sideblades in Carbon erhältlich. Außerdem stehen auf Wunsch Keramikbremsen und eine Luftfederung inklusive des Porsche Active Suspension Managements (PASM) zur Verfügung.

Der Porsche Macan SportDie S-Version mit dem 3,0-Liter-V6- Biturbo -Motor bringt beeindruckende 340 PS auf die Straße. Am Heck ist der Macan-S-Schriftzug ebenso lesbar wie auf den aus Aluminium gefertigten Türeinstiegsblenden. Wer es besonders sportlich mag, wählt als Zusatzausstattung das Sport-Chrono-Paket. Dazu gehören unter anderem eine Stoppuhr, Launch-Control und der Sport PLUS Modus . Eine Performance-Anzeige liefert Infos über Rundenzeiten und zusätzliche Fahrdaten.

Der Porsche Macan im FahrberichtDie Zeitschrift Autobild hat in einem Artikel ihre Erfahrungen mit dem Porsche Macan Turbo ausführlich beschrieben. Die Suche nach Schwachstellen blieb ergebnislos. Im Fahrmodus Sport PLUS mit Launch Control sorgt der Blitzstart für einen Adrenalinschub. Schon nach 4,5 Sekunden sind 100 km/h erreicht. Auf Tempo 160 ist der Porsche Macan nach gut zehn Sekunden und weitere acht Sekunden später zeigt der Tacho die 200 km/h an. Das Fahrwerk passt dazu, denn die Federung ist ausgezeichnet, auch die Straßenlage ist exzellent. Dafür sorgt nicht zuletzt das bewährte Allradsystem aus dem Porsche Cayenne. Das Testfahrzeug ist ausgestattet mit dem Sport-Chrono-Paket und 21-Zoll-Reifen von Michelin. Mit einem fast sechsstelligen Preis ist der Porsche Macan deutlich teurer als die Kompakt-SUVs anderer Hersteller. Dafür ist er alltagstauglich und auch für Rennstrecken geeignet. Im Gelände bleibt er natürlich hinter Offroadern, wie zum Beispiel dem Jeep Cherokee , zurück. Aber diesen Vergleich muss der Porsche Macan ja gar nicht erst antreten. Leichte Unebenheiten im Gelände schluckt er komfortabel. Dass das Fahrzeug sicher ist, beweist der Euro-NCAP-Crashtest. Hier erreichte der Porsche Macan mit fünf Sternen die Höchstwertung. Wer sich hinter dem Steuer eines Familienautos wie ein Sportwagenfahrer fühlen möchte, dem kann man den Porsche Macan uneingeschränkt empfehlen.