Opel Adam (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preise und Kosten

Früher hätte man beim Anblick des Opel Adam „klein, aber oho“ gesagt. Wobei so richtig klein ist der Adam mit seinen 3,70 Metern Länge (Fiat 500: 3,57 Meter) eigentlich nicht. Und dennoch ist er ein Auto für den urbanen und individuellen Lifestyle, mit fast unglaublichen 30.000 Ausstattungsvarianten. Opel hatte viel Vertrauen in das Können seiner Ingenieure, die das Auto auf Grundlage einer verkürzten Corsa-Plattform entwarfen. Um genügend Einheiten auf den Markt zu bringen, wurden über 100 Millionen Euro in das Eisenacher Opel-Werk investiert.

Daten

Daten

Für den Opel Adam findet sich eine kaum zu überbietende Diversität und Wahlfreiheit, von der einzelnen Zierleiste über Motoren (von 90 PS bis 150 PS) und Ausstattungen bis hin zu Dach- und Himmelfarbe - jeder Kunde soll sich „seinen“ Adam selbst zusammenstellen können. Je nach Modell kann man damit dann gemütlich zwei Getränkekisten durch die Stadt transportieren oder mit 210 Km/h über die Autobahn düsen. Einziger Haken: Der Tank fasst nur 35 Liter, was die Reichweite stark eingrenzt. Für Sparfüchse gibt es ein Sondermodell: Den 1,4 Liter LPG Ecoflex-Motor, der sich sowohl mit Benzin als auch mit Erdgas betreiben läßt. Dafür haben die Opel-Ingenieure dem Adam noch einen Extra-Tank spendiert, der so eingebaut ist, dass er den spärlichen Kofferraum nicht noch weiter verkleinert.

  • übersichtliche Antriebspalette
  • sparsame und laufruhige Dreizylinder
  • sechster Gang fehlt, vor allem auf der Autobahn
null
Test

Test

In den Tests schneidet der Opel Adam gut ab – vor allem Aussehen, Verarbeitung und Fahreigenschaften kommen an. Er gilt als Spaßmobil für zwei Personen, die mit umgeklappten Rücksitzen auch mehr Gepäck mitnehmen können. Die Lenkung ist präzise – vorausgesetzt die City-Servolenkung, die auf die Verhältnisse in der Stadt ausgelegt ist, wird deaktiviert. Auch die Sitze gefallen, sind bequem und langstreckentauglich. Bemängelt wird dagegen die hohe Ladekante des Kofferraums und die C-Säule, die die Sicht versperrt. Umso mehr entzückt das Design des Innenraums. Beim Crashtest erreicht der Adam nur vier von fünf Sternen. Die Prüfer bemängelten Verbesserungspotential bei der Kindersicherheit.

  • hoher Individualisierungsgrad
  • durchdachtes Design
  • knappes Platzangebot in Fond und Gepäckraum
null
Preise

Preise

In der Basisversion kostet der Adam ohne Extras 11.950 Euro – dafür bekommt man den kleinsten Benzin-Motor mit 1,2 Liter Hubraum und 70 PS inklusive City-Modus, besonders leichtgängige Servolenkung sowie elektrische Fensterheber und Radio. Wer den Standard etwas anheben möchte, muss schnell ein paar Tausender mehr auf den Tisch legen. Der Adam Rocks S mit 1,4-Liter-Turbobenziner (150 PS), Dachspoiler und Klimatisierungsautomatik kostet 20.245 Euro.

  • günstiger Einstiegspreis
  • vielfältige Ausstattungsmöglichkeiten
  • „Sternenhimmel“ käuflich zu erwerben
null
Beschreibung

Serienbeschreibung

Theoretisch passen vier Personen in den Dreitürer, auch wenn sich die Passagiere im Fonds dafür gewaltig zusammenfalten müssen. Auch allzu viel Gepäck sollte man nicht dabeihaben, passen doch nur 170 Liter in den Kofferraum.


Vorderansicht - schräg
Das Schlagwort, mit dem der Adam durchstarten soll, heißt Individualisierung.
Seitenansicht

Mit einer üppigen Sound-Anlage schmilzt das Platzangebot sogar auf 100 Liter zusammen. Und trotzdem verkaufte Opel zwischen Januar 2013 und 2015 55.000 Exemplare des Adam, 70 Prozent davon laut Motor-Talk an weibliche Kundinnen.

Das bevorzugte Terrain, für das der Adam gedacht ist, ist die Stadt. Hier glänzt er mit seiner kugeligen Form, die durch die (optionale) zweifarbige Lackierung besonders betont wird. Hier konkurriert er mit dem neu aufgelegten Fiat Cinquecento, dem Renault Clio und dem Citroen DS3. Um sich vom üblichen Opel-Nimbus des rationalen Praktikers abzuheben, ist der Modell-Schriftzug nicht am Heck, sondern seitlich angebracht. Auch im Innern sind viele Unterschiede zur üblichen Fahrzeugausstattung zu sehen. Wem es gefällt, kann sich sogar einen LED-Sternenhimmel ins Dach einbauen lassen. Ungewöhnlich in dieser Wagenklasse sind auch der selbstlenkende Parkassistent sowie der Totwinkel-Warner im Außenspiegel. Für die junge Zielgruppe ist aber vor allem das IntelliLink-Ententertainment-System inklusive Touchscreen interessant, das mit dem Smartphone zu kombinieren ist.

Das Schlagwort, mit dem der Adam durchstarten soll, heißt Individualisierung. Selbst auf 57 Seiten zeigt die Adam-Broschüre längst nicht alle Varianten, die es gibt. Alleine vom farbigen Rückspiegel existieren 12 Auswahlmöglichkeiten. Lenkrad, Handbremse und Schaltknauf können in sieben Varianten mit Lederakzenten versehen werden. Für das Interieur gibt es insgesamt 19 verschiedene Dekor-Elemente. Und natürlich sind wichtige Elemente wie die Armaturentafel oder die Funkfernbedienung in der dominierenden Außenfarbe gehalten.

Neben den Ausstattungsvarianten Jam, Glam, Slam und Unlimited stehen außerdem der Adam Rocks im Offroad-Look sowie der stärker motorisierte Adam S zur Auswahl, mit denen Opel auch den „maskulinen“ Fahrer ansprechen möchte. Der S (für „Sport“) – von außen auch an den knallroten Bremssätteln erkennbar – bietet Lederlenkrad, Recaro-Sitze, ein Sechsganggetriebe für den 1,4 Liter Turbolader-Motor und zackige 150 PS und stellt damit eine Alternative zum Fiat 500 von Abarth dar.