Land Rover Defender (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preise und Kosten

Wie kaum ein anderes Fahrzeug repräsentiert der Land Rover Defender die Vorstellung vom unzerstörbaren Geländewagen . Funktion steht über allem. Bereits seit 1948 baut Rover (später Land Rover) den Wagen. Die ersten drei Modelle verkaufte der Hersteller unter der Bezeichnung "Land Rover", Serie I, II und III. 1983 kam die vierte Generation auf den Markt, dabei orientierte sich die Namensgebung nach dem Radstand in Zoll: Land Rover Defender 130 (127 Zoll Radstand), Land Rover Defender 110 (110 Zoll Radstand) oder Land Rover Defender 90 (93 Zoll Radstand). Mit Einführung des Land Rover Discovery im Herbst 1989 wurde aus dem ursprünglichen Land Rover der Land Rover Defender. Diese Bezeichnung gilt für alle Exemplare seit September 1990. Weltweite Bekanntheit erlangte der Geländewagen durch die Fernsehserie "Daktari". Seit der Übernahme des britischen Unternehmens durch Ford im Jahr 2000 wird der Land Rover Defender nur noch als Diesel angeboten.

Beschreibung

Serienbeschreibung

Land Rover Defender: einzigartig robust


Land Rover Defender - die vielseitige Allrad-Ikone.

Seine nahezu unzerstörbare Robustheit trägt wesentlichen Anteil am einzigartigen Ruf des Land Rover Defender. Laut Aussage des Pressesprechers von Land Rover waren 2007 noch 75 Prozent aller jemals gebauten Land Rover Defender (und der vorherigen Land Rover) im Einsatz. Aus diesem Grund ist es heute noch möglich, für Exemplare der ersten Generation Ersatzteile zu beschaffen. Ein weiterer Grund für den Erfolg: Der Land Rover Defender ist zu 100 Prozent funktional, mit Modeerscheinungen und "Schnickschnack" hat der Wagen nichts zu tun.

Der Land Rover Defender: von der zivilen Nutzung über Expeditionen bis zu den Krisenherden der WeltDer Geländewagen Land Rover war ursprünglich für die rein zivile Nutzung gedacht, vor allem im Bereich der Landwirtschaft. Aufgrund der Zuverlässigkeit und enormen Fähigkeiten im Gelände vertrauten zahlreiche Abenteurer bei ihren Expeditionen auf die Zuverlässigkeit eines Land Rovers. Erst viele Jahre später folgte die Verwendung im militärischen Bereich. Die britischen Streifkräfte setzen das Fahrzeug seit 1956 ein und auch heute noch kommt der Land Rover Defender in zahlreichen Krisengebieten zum Einsatz. So nutzen auch humanitäre Hilfsorganisationen das Geländefahrzeug für ihre Einsätze.Sieben Karosserievarianten stehen zur Wahl

Der Land Rover Defender ist insgesamt in sieben Varianten erhältlich. Dabei kombinieren Käufer einen der drei erwähnten Radstände mit einer Dachvariante: Pick-up , Crew Cab, Station Wagon, Softtop oder Hardtop.

Beliebte Gebrauchtwagen : Land Rover Defender der 5. Generation seit 1990Durch den ungebrochenen Erfolg der SUVs ist die Nachfrage nach echten Geländewagen immer weiter zurückgegangen. Fahrzeuge , die weniger zum Flanieren als vielmehr für die harte Arbeit in unwegsamen Gelände gebraucht werden, locken immer weniger Käufer. Langjährige Erfolgsmodelle, wie der Mitsubishi Pajero , der Nissan Patrol oder Ford Explorer, werden daher nicht mehr gebaut. Andere ursprünglich echte Geländewagen sind zu Schönlingen mit reduzierten Einsatzmöglichkeiten verkümmert. Beim Jeep Cherokee und Kia Sorento ist zum Beispiel nur der Name unverändert geblieben - in Wahrheit handelt es sich um ein hübsches SUV mit Frontantrieb, im Gelände kommt man mit diesem jedoch nicht weit. Der Land Rover Defender jedoch bleibt in vielen Bereichen seiner Tradition treu. Der Brite überrascht mit einer teigigen Lenkung, die Sitzposition ist berüchtigt: Der Fahrer sitzt sehr nah an der Fahrertür und die Sitzposition ist direkt hinter dem flach stehenden Lenker. Auch die Fondsitze glänzen nicht mit Komfort. Der Geländewagen wurde nie neu entwickelt, sondern seit 1948 immer weiterentwickelt, vielleicht ist das der Grund für die unkomfortablen Sitze. Ebenso verwunderlich: Ausgerechnet die Engländer bauen ein Fahrzeug, das häufig undicht wird. 55 Prozent der Fahrer berichten von Regenwasser im Innenraum, was jedoch nur wenige stört. Ein weiteres häufiges und klassisches Problem ist der Ölverlust. Die Td5-Motoren pressen das Öl in vielen Fällen durch die Ventildeckeldichtung. Wer sich für einen gebrauchten Land Rover Defender interessiert, muss sich daran allerdings nicht groß stören. Unzuverlässig ist der Geländewagen nämlich nicht. Ein teurer Getriebe- oder Motorschaden ist sehr selten. Speziell die Defender mit Td5-Motor bereiten kaum mechanische Probleme. Beim Vorgänger-Motor mit vier Zylindern wurde manch ein Besitzer von einem unvorhersehbaren Riss des Zahnriemens überrascht, meist mit kostspieligen Folgen. Der Td5-Motor nutzt anstelle des Zahnriemens eine stabilere Kette für den Nockenwellenantrieb. Dafür ist die Elektronik im Td5-Defender anfälliger. Springt der Wagen nicht an oder geht dieser während der Fahrt einfach aus, ist in der Regel die Elektronik der Wegfahrsperre schuld. Bei Kälte funktionieren außerdem die Scheibenwischer oft nicht und die Dieselpumpe streikt mitunter. Getriebeschäden haben Seltenheitswert. Die Kupplung voll durchtreten und langsam schalten, steigert die Lebensdauer enorm. Der Turbodiesel-Motor ist bei sorgsamer Behandlung für 200.000 Kilometer gut. Vom Chip-Tuning wird abgeraten, der Td5-Motor rächt sich gerne mit einem Schaden am Auspuffkrümmer. Die genannten Probleme ändern nichts am herausragenden Ruf des Land Rover Defender. Wer einen nahezu unzerstörbaren Geländewagen für extreme Bedingungen benötigt, findet im Defender den zuverlässigen Partner.

Der neue Land Rover Defender seit dem Frühjahr 2007Bei der neuen Generation des Land Rover Defender haben sich äußerlich nur kleinere Details geändert. Es fehlen zum Beispiel die Lüftungsklappen unter der Windschutzscheibe, auch die Sitze und das Cockpit sind verändert. Der Wagen hat nun eine funktionierende Heizung und wahlweise sogar eine Klimaanlage. Im Laderaum lassen sich anstelle der schmalen Längsbänkchen zwei bequeme Rücksitze aufklappen. Die bedeutendsten Veränderungen sind das Sechsgang-Getriebe und der neue Motor. Der Vierzylinder-Turbo-Diesel Td4 von Ford mit 2.2 Liter Hubraum (vor dem Facelift 2012 ein Td4 mit 2,4 Liter Hubraum) ist stärker, leiser und nimmt das Gas besser an als der alte Fünfzylinder Td5. Der Motor beschleunigt den Wagen maximal auf 145 km/h und erfüllt die Abgasnorm "Euro 4". Dadurch sind die Fahrgeräusche jetzt nur noch halb so laut. Geblieben sind die Nehmerqualitäten: mit dreieinhalb Tonnen Anhängelast, hoher Zuladung und bis zu sieben Sitzen ist der Land Rover Defender weiterhin so hart im Nehmen wie kein anderer - eine bewahrenswerte Tradition.