Ford Galaxy (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preise und Kosten

Der Ford Galaxy ist das größte Van-Modell in der Ford-Palette und seit 2015 in dritter Generation auf dem Markt. Er bietet serienmäßig sieben Sitzplätze, die dritte Sitzreihe ist dabei im Boden versenkbar. War der erste Galaxy 1995 noch eine Gemeinschaftsproduktion mit VW, entsteht er seit der zweiten Generation 2006 bei Ford in Eigenregie und wird zusammen mit dem etwas kleineren und sportlicheren Bruder S-Max produziert.

Daten

Daten

Ford bietet den Galaxy in sechs verschiedenen Motorisierungen an. Zur Auswahl stehen zwei Benziner mit 1,5 Litern und 160 PS sowie mit 2,0 Litern, 240 PS und Automatik, dazu ein 2,0-Liter-Dieseltriebwerk in vier Leistungsstufen: mit 120, 150, 180 PS und als Bi-Turbo mit 210 PS. Für die Varianten mit 150 und 180 PS gibt es als Option ein Doppelkupplungsgetriebe, das beim Bi-Turbo serienmäßig ist. Der 150-PS-Diesel und das 180-PS-Modell mit Doppelkupplungsgetriebe sind auf Wunsch als Allradler erhältlich. Alternative Antriebe wie Erdgas oder Hybrid gibt es nicht.

  • Breite Motorenpalette mit zwei Benzinern und vier Dieseln
  • Allradantrieb für zwei Modelle verfügbar
  • Keine alternativen Antriebe
null
Test

Test

Der Ford Galaxy punktet in Tests vor allem mit seinem Platz und seinem gut abgestimmten Fahrwerk. Dabei überzeugen das Raumangebot auf allen Sitzen, die Variabilität, etwa durch die versenkbaren und auf Wunsch elektrisch aufklappbaren Sitze in der dritten Reihe, und ein maximales Kofferraumvolumen von fast 2.400 Litern. Hinzu kommt eine gute Verarbeitung. Im Vergleich zu VW und Seat vermisst man nur die hinteren Schiebetüren. Dafür kassiert der Galaxy viel Lob für seine Fahrwerksabstimmung, mit der er sowohl agil bewegt werden kann als auch einen guten Komfort bietet. Positiv ist ebenso die Auswahl an Assistenzsystemen.

  • Sehr gutes Raumangebot und hohe Variabilität
  • Gutes Fahrwerk mit Agilität und Komfort
  • Viele Assistenzsysteme verfügbar
null
Preise

Preise

Die Preise des Ford Galaxy beginnen bei 33.300 Euro für den 150-PS-Benziner und 34.450 Euro für den 120-PS-Diesel und reichen bis in einen Bereich von rund 45.000 Euro. Damit liegt der Galaxy auf einem ähnlichen Niveau wie der – serienmäßig nur fünfsitzige – VW Sharan, ist aber rund 3.000 Euro teurer als der VW-`Zwilling´ Seat Alhambra und auch als der deutlich beliebtere Ford S-Max. Die Preisspanne von der Basis Trend zur Top-Ausstattungslinie Titanium beträgt rund 3.500 Euro, der Allrad-Aufpreis liegt bei sehr moderaten 2.000 Euro. Das Doppelkupplungsgetriebe kostet 2.200 Euro zusätzlich.

  • Einstiegspreise ab 33.300 Euro
  • Dritte Sitzreihe serienmäßig
  • Moderater Aufpreis für Allradantrieb
null
Beschreibung

Serienbeschreibung

In seiner ersten Generation war der Ford Galaxy ein Kind zweier Väter: Der Van entstand in einer Gemeinschaftsentwicklung mit VW und wurde ab Sommer 1995 nahezu baugleich mit dem VW Sharan und später auch dem Seat Alhambra von einem gemeinsam gegründeten Produktionsunternehmen in Portugal gefertigt.


Vorderansicht - schräg
Die zweite Generation des Ford Galaxy stammt aus Belgien.
Seitenansicht

1998 verkaufte Ford seine Anteile an dem Joint-Venture an VW, ließ den Galaxy dort aber vorerst weiter produzieren. 2006 erschien der eigenständige Ford Galaxy II, der nun wie der etwas kleinere Bruder S-Max im belgischen Ford-Werk Genk gebaut wurde. Im Herbst 2015 startete der Verkauf der dritten Generation des Galaxy und neue Technologien und Assistenzsysteme hielten Einzug.

Gemeinsam mit VW macht Ford erste Schritte in die Van-Welt

Auf die Erfolge des Renault Espace, der 1984 die neue Klasse der Vans begründet hatte, reagieren Ford und VW – wie fast zeitgleich auch Fiat und PSA (Peugeot, Citroën) – mit einem Gemeinschaftsprojekt. Aus diesem geht der Ford Galaxy / VW Sharan hervor, der später auch noch als Seat Alhambra vermarktet wird. Das Ergebnis ist eine etwas skurrile Mischung aus zwei Designwelten mit Bedienelementen und Technik-Komponenten aus den Regalen beider Konzerne. So kommen z. B. die 1,9-Liter-Dieselmotoren allesamt von VW, während Ford die Vierzylinder-Triebwerke mit 2,0 und 2,3 Litern Hubraum beisteuert, die VW um den 2,8-Liter-Sechszylinder ergänzt. Die Leistungsspanne reicht damit von 115 bis 174 PS. Nach einem Facelift im Jahr 2000, das den Galaxy optisch näher an die aktuellen Modelle der Kölner heranrückt, lanciert Ford 2006 einen eigenständigen Nachfolger auf den Markt, der das Kinetic Design der Marke aufgreift und mit dem neuen S-Max eine dynamische Variante zur Seite gestellt bekommt. Beide Modelle nutzen die gleiche Plattform mit weitgehend identischer Technik und werden in Genk gefertigt.

Der Galaxy II wächst gegenüber seinem Vorgänger in der Länge um 18 Zentimeter auf 4,82 Meter und bietet mehr Platz im Innenraum sowie serienmäßig die dritte Sitzreihe, die sich zusammen mit den Sitzen der zweiten Reihe vollständig im Boden versenken lässt. Die Vierzylinder-Benziner mit 2,0 und 2,3 Litern Hubraum (145 bzw. 160 PS) stammten aus dem Ford-Regal, ab einem Facelift 2010 sind erstmals im Konzern auch die neu entwickelten Ecoboost-Direkteinspritzer mit 1,6 und 2,0 Litern (160 und 203 PS) verfügbar, dazu ein neues Doppelkupplungsgetriebe. Die Diesel-Triebwerke mit 1,6 und 2,2 Litern (100 bis 200 PS) stammten zum größten Teil vom Wettbewerber PSA.

Dritte Galaxy-Generation seit 2015 auf dem Markt

Seit September 2015 gibt es mit Galaxy III und S-Max II die dritte Generation des Ford-Raumfahrzeugs. Sie stehen nun auf der gleichen Plattform wie das als Weltauto konzipierte aktuelle Mittelklasse-Modell Mondeo. 2016 werden in Deutschland rund 5.800 Galaxy zugelassen, womit Ford deutlich hinter VW Sharan und Seat Alhambra zurückliegt, die jeweils mehr als 13.000 Käufer fanden. Allerdings ist mit mehr als 15.000 Neuzulassungen der S-Max der Primus des Van-Segments.

Das Einstiegsmodell des Ford Galaxy treibt ein 160 PS starker 1,5-Liter-Benziner an, der den großen Ford in 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h beschert. Der Normverbrauch beträgt lediglich 6,7 bis 6,5 l/100 km. Das 240-PS-Modell verbraucht gemäß Norm 8,9 bis 7,9 l/100 km, ist dafür aber schon nach 8,4 Sekunden auf Tempo 100 und maximal 222 km/h schnell. Die Diesel-Modelle mit 120, 150 und 180 PS haben alle einen Normverbrauch von 5,1 bis 5,0 l/100 km (Doppelkupplungsgetriebe 5,3 bis 5,2 l/100 km, Allrad 150 PS 5,5 bis 5,4 l/100 m, Allrad 180 PS 5,9 bis 5,8 l/100 km). Die Höchstgeschwindigkeiten liegen je nach Variante bei 180 bis 208 km/h, Tempo 100 ist nach 13,4 bis 9,5 Sekunden erreicht. Der 210-PS-Diesel erreicht mit Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb nach 8,8 Sekunden die 100-km/h-Marke und eine Spitze von 214 km/h bei einem Normverbrauch von 5,6 bis 5,5 l/100 km.

Das Grundmodell Trend bietet bereits elektrische Spiegel und Fensterheber, Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad, Radio und Zentralverriegelung mit Fernbedienung sowie einen programmierbaren Fahrzeugschlüssel. Ab der Business Edition kommen unter anderem Leichtmetallräder, Parksensoren, Sitzheizung und ein Navigationssystem dazu. Die Top-Variante Titanium, in deren Infotainmentsystem die Navigationsfunktion noch fehlt, bringt stattdessen Regensensor, beheizbare Frontscheibe, schlüssellosen Fahrzeugzugang und einen Fahrspurassistenten serienmäßig mit.

Gegen Aufpreis sind weitere Assistenzsysteme erhältlich, etwa Abstandstempomat, Totwinkelwarner, Kamera-basierte Kollisionswarner, Müdigkeitswarner oder Verkehrszeichenerkennung. Optional kann sich der Fahrer durch eine Rückfahrkamera, eine spezielle Frontkamera, eine elektrische Heckklappe oder einen aktiven Park-Assistenten das Fahren leichter machen oder für 1.300 Euro das sehr gute adaptive LED-Scheinwerfersystem ordern. Auch eine Lederausstattung für knapp 2.000 Euro, auf Wunsch mit vorderen Multikontursitzen mit Massagefunktion (dann 2.500 Euro), ein Panorama-Schiebedach oder ein Soundsystem hat Ford im Angebot. Einige dieser Optionen lassen sich zudem kostengünstig in Paketen erwerben.