Ford Fiesta Dreitürer (Mk7: JA8)Seit 2012

Fahrzeugeinordnung

Ford baut den Kleinwagen Fiesta inzwischen in der siebten Generation: Seit dem Debüt des Ur-Modells vor 40 Jahren wurden weltweit mehr als 15 Millionen Exemplare gebaut. Der aktuellen Baureihe Mk7 (JA8), die 2008 eingeführt wurde, spendierte Ford 2012 zur Lebensmitte ein Facelift. Seitdem trägt das im Werk Köln produzierte Modell unter anderem einen Kühlergrill, der an Modelle der britischen Sportwagenmarke Aston Martin erinnert. Neben den deutschen Erzrivalen VW Polo und Opel Corsa trifft der dreitürige Fiesta inzwischen auf zahlreiche weitere Konkurrenten: Allen voran die auch als Dreitürer lieferbaren Modelle Toyota Yaris, Peugeot 208, Seat Ibiza, Kia Picanto oder Suzuki Swift.

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Stärken
  • agiles Handling
  • moderne Dreizylinder-Benzinmotoren
  • ST-Modelle mit hohem Fahrspaßfaktor
Schwächen
  • Rundumsicht mangelhaft
  • komplexe Bedienführung auf Mittelkonsole
  • zu kleines Wischerfeld
Daten
Motorenwerte
Leistung
44 kW / 59 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
16,9 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
152 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
122 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
5,2 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
D

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Aussenansicht Heck schräg statisch lila
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Innenansicht Fahrerposition Studio statisch beige
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Aussenansicht Front schräg dynamisch braun
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Innenansicht Beifahrerposition statisch schwarz
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Ausenansicht Front schräg dynamisch gold
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Ausenansicht Seite schräg statisch gold
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Innenansicht Fahrerposition closeup Studio statisch schwarz
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Innenansicht zentral statisch schwarz
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Aussenansicht Front schräg statisch rot
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Ausenansicht Seite schräg Studio statisch bronze
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Ausenansicht Front schräg hoch dynamisch gold
  • Ford Fiesta JA8 Dreitürer Ausenansicht Heck schräg statisch gold
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

In Deutschland entscheidet sich ein Drittel aller Fiesta-Käufer für den im Vergleich zum Fünftürer 750 Euro günstigeren Dreitürer. Er gilt als die Alternative für Menschen, die meistens allein oder maximal zu zweit unterwegs sind. Der dreitürige Fiesta wirkt sportlicher als der Fünftürer, das Facelift hat den Kleinwagen zudem optisch erstaunlich frisch gehalten. Doch auch sein agiles Fahrwerk und die neuen EcoBoost-Motoren machen ihn selbst zum Ende seines Modellzyklus weiter attraktiv. An den fehlenden Fahrerassistenzsystemen oder der komplexen Bedienung im Bereich der überladenen Mittelkonsole wird dennoch deutlich, dass das Modell etwas in die Jahre gekommen ist. Auch der Wendekreis ist mit 10,75 Metern für einen Kleinwagen recht groß.

Motoren

Motoren

Die beste Motoren-Wahl für einen Fiesta-Dreitürer ist einer der modernen Dreizylinder-Benziner. Vor allem aus dem Grund, dass diese – bis auf die Version mit 80 PS – schon ab Werk mit der spritsparenden Start-Stopp-Automatik ausgerüstet sind. Dass der 1,25-Liter-Vierzylinder mit 60 PS trotz seines schon etwas veralteten Konzepts attraktiv bleibt, zeigt die Bestellquote von gut 20 Prozent. Das beweist, dass es vielen Kunden in dieser Klasse vor allem um den günstigen Preis geht.

  • Drei- und Vierzylinder (Benzin), Vierzylinder (Diesel)
  • Start-Stopp-Automatik (beim 80 PS-Benziner und 75 PS-Diesel nur gegen Aufpreis)
  • 182 und 200 PS starke Vierzylinder für sportliche ST-Topmodelle
Motordetails anzeigen
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Sicherheit

Sicherheit

Der Fiesta ist nur bei der Zahl seiner Airbags auf höchstem Sicherheitsniveau. Das bis Tempo 30 aktive Notbremssystem Active City Stop muss jedoch extra bezahlt werden, und an Assistenzsystemen fehlt es ihm ganz. Auch eine dritte Kopfstütze an der Rückbank kostet extra, ebenso wie ein Regen- und Scheinwerfersensor.

  • sieben Airbags
  • Warnblinkaktivierung bei starkem Bremsen
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Ein Ford Fiesta Dreitürer in der Ausstattung Trend ist günstig und dementsprechend relativ bescheiden ausgestattet. Wer sich ein Minimum an Komfort gönnen will, sollte zumindest zur nächsthöheren Ausstattungslinie Celebration greifen. Als Einstiegspreis gelten dann 15.150 Euro für die Variante mit dem 65 PS starken 1,0-Liter-Saugmotor samt Start-Stopp-System. Ein Notbremsassistent erfordert einen Aufpreis von 350 Euro und ist nur im Paket mit einer beheizbaren Frontscheibe sowie in Kombination mit einem Dreizylinder- oder Diesel-Motor zu haben. Da der Fiesta speziell nach schräg hinten schlecht einsehbar ist, ist die Anschaffung der 270 Euro Rückfahrkamera empfehlenswert.

Zur Serienausstattung gehören:

  • sieben Airbags (inklusive Knieairbag)
  • Berganfahrhilfe
  • elektrische Fensterheber vorn
  • geteilt umlegbare Rücksitze
  • Lenkradverstellung vertikal und axial
  • beheizbare Außenspiegel
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Der Ford Fiesta bleibt auch in siebter Generation ein Bestseller. 2015 war er sogar der meistverkaufte Kleinwagen Europas und übertraf laut den Analysten von JATO Dynamics mit 314.432 verkauften Einheiten noch das Vorjahresergebnis. Das ist ungewöhnlich, fällt doch die Verkaufskurve einer Baureihe in der Regel am Ende eines Lebenszyklus ab, und der Fiesta JA8 wird immerhin schon seit 2008 gebaut.


Vorderansicht - schräg
Der Fiesta ist nicht ohne Grund einer der meistverkauften Kleinwagen Europas
Seitenansicht

Dieser anhaltende Erfolg hängt mit dem 2012 erfolgten Facelift zusammen, bei dem der Fiesta einen sportlichen Kühlergrill und damit ein neues Erscheinungsbild erhielt. Es zeigt sich darin aber vor allem, dass Ford der JA8-Baureihe gute Gene mitgegeben hat. Kaum ein anderer Kleinwagen fährt sich so agil und gleichzeitig komfortabel. In Vergleichstests gegen die meist jüngere Kleinwagen-Konkurrenz reicht das meist für Plätze im guten Mittelfeld. Kritisiert werden die komplizierte Bedienung und die nicht besonders liebevolle Materialauswahl. Beim Infotainment zeigt sich Ford auf dem Stand der Zeit, bei modernen Fahrerassistenzsystemen hinkt man dagegen hinterher.

Kunden haben beim Dauerbrenner Fiesta eine reichhaltige Auswahl. So gibt es den Dreitürer mit Benzin-, Diesel- und Erdgasantrieb, dazu vier Ausstattungslinien sowie zwei exklusive ST-Versionen mit 182 und 200 PS. Ganz billig ist ein Fiesta nicht: 15 150 Euro sind anzulegen, um ein vernünftig ausgestattetes Modell mit 65 PS zu erstehen. Zum Vergleich: Ein mit Klimaanlage ausgerüsteter VW Polo Comfortline mit 75 PS kostet ebenfalls 15 150 Euro. Er bietet aber neben zehn PS mehr unter anderem vordere und hintere Einparksensoren ab Werk. Wer einen Fiesta mit moderner und auch voll autobahntauglicher Motorentechnik will, zahlt mindestens 17 000 Euro.

Fazit zum Ford Fiesta Mk7 (JA8) Dreitürer

Das Design des Fiesta JA8 hat dank des Facelifts 2012 auch nach acht Jahren Bauzeit keine Patina angesetzt. Zum kaum gealterten Outfit passen das fast schon sportlich abgestimmte Fahrwerk, der ausgewogene Abrollkomfort und der auch für längere Autobahnpassagen geeignete 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo. Die Qualität der Oberflächen ist zwar solide, reicht aber nicht an den hochwertigen Charakter eines VW Polo heran. Auch bei der Bedienung und der Übersichtlichkeit nach hinten bleibt ein Abstand zu den Klassenbesten.