Citroën DS 3 (S)Seit 2009

Fahrzeugeinordnung

Das Kürzel DS hat bei Citroën eine lange Tradition. Begonnen hatte es als Typenbezeichung für die legendären Limousinen aus den fünfziger und sechziger Jahren. Mit der sportlichen Kompaktlimousine DS3 erlebt es 2010 ein Revival. 2013 wurde die dreitürige Limousine, die rein technisch auf dem C3 basiert, um eine Cabrioversion mit Webasto-Stoffdach erweitert. Im Unterschied zu den konventionellen Citroën-Modellen ist der DS3 betont sportlich positioniert als eine Art französischer Mini. Zur Abgrenzung wurden die DS-Modelle 2015 in einer eigenen Submarke DS Automobiles ausgegliedert. 2016 erfuhr der DS ein Facelift mit neugestalteter Front, besserer Ausstattung inklusive mehr Konnektivität und Assistenzsystemen. Wichtige Konkurrenten sind sportliche Kompakte wie der Mini, Alfa Romeo Mito oder Audi A1.

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Daten
Motorenwerte
Leistung
73 kW / 99 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
10,8 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
190 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
87 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
3,4 l/100km
Motorenwerte
Real-Verbrauch
- l/100km

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Citroën macht auf sportlich. Der DS3, der unter der eigenen Submarke läuft, spricht eher junge Menschen mit einem Faible für flotte Mobilität an. Dazu passt auch der erste Eindruck mit dem großen Kühlergrill, den seitlich gezogenen Scheinwerfern und den hohen schmalen Luftöffnungen. Man sitzt vorne recht großzügig, hat ein kleines, dickes Lenkrad und einen unlängst optimierten Touchscreen vor sich. Dazu fährt sich der DS3 markenuntypisch sportlich stramm. Nur die weichen Sitze mit dem eher mageren Seitenhalt passen nicht ganz dazu. Umso mehr dafür die Lifestyle-Optik. Der DS3 lässt sich mit vielen verschiedenen Lackierungen, Dachfarben und -aufklebern, bunten Polstern und Chromapplikationen sehr individuell dekorieren. Und wer nicht nur flott aussehen will, sollte mindestens zum 110-PS-Dreizylinder greifen. Die Basisversion mit 82 PS ist doch recht gemütlich.

Motoren

Motoren

Der DS3 fährt auf Benziner-Seite mit einem modernen Dreizylinder-Turbo, der in der Einstiegsversion 82 PS, in zwei weiteren Stufen 110 PS und 130 PS leistet. Als Topmotorisierung steht ein Vierzylinder mit 165 PS zur Auswahl. Das größte Drehmoment und den geringsten Verbrauch jedoch verspricht der Vierzylinder-Diesel mit 1,6 Litern Hubraum, wahlweise mit 99 und 120 PS. Sie erreichen auch die niedrigsten Emissionswerte. Ein 6-Gang-Automatikgetriebe gibt es nur für den PureTech-110-Benzinmotor.

  • Drei- und Vierzylinder (Benzin) und Vierzylinder (Diesel)
  • Start&Stop-System inkl. Bremsenergierückgewinnung
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Sicherheit

Sicherheit

Zu den serienmäßigen sechs Airbags bietet Citroën nur wenige sicherheitsrelevante Optionen gegen Aufpreis an. Das sind die Einparkhilfe vorne und hinten, eine Rückfahrkamera sowie ein City-Notbremsassistent. Allerdings sind sie bis auf die Einparkhilfe hinten nur mit der Sport-Chic-Ausstattung kombinierbar. Und da ist es billiger, sie einzeln zu ordern. Der City-Notbremsassistent kostet 400 Euro mit Elektropaket, die Einparkhilfe vorne und hinten 600 Euro.

  • sechs Airbags
  • Geschwindigkeitsregler ab So Chic-Ausstattung
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Abgesehen von der sparsamen Chic-Ausstattung für die Basismotorisierung mit 82 PS gibt es für die übrigen Motoren des DS3 die beiden Ausstattungsversionen So Chic und Sport Chic. Erstere hat einige elementare Extras wie Klimaanlage oder Leichtmetallräder inklusive. Für einen Aufpreis von 1750 Euro bietet die Topausstattung Sport Chic dann auch eine Klimaautomatik, Touchscreen und Klavierlack-Optik.

Allerdings ist beim DS3 nicht jede Ausstattung mit jeder Motorversion kombinierbar. Groß ist dann noch die Auswahl an Extras und vor allem Paketen mit praktischen Dingen wie dem City-Notbremsassistenten und der Einparkhilfe oder schönen Dingen wie Ledersitzen und einer Zweifarblackierung.

Zur Serienausstattung So-Chic gehören:

  • Klimaanlage
  • Geschwindigkeitsregler
  • 16-Zoll-Leichtmetallräder
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Als französischer Mini ist der DS3 schick, geizt nicht mit Komfort und Individualität. Nur beim Image kann der sportlich geschnittene Dreitürer mit der Konkurrenz nicht ganz mithalten.


Umfangreiche Auswahl an Motoren von 82 bis 165 PS.

Citroën baut viele Autos für Familien und Menschen mit Platzbedarf. Der DS3, der 2010 präsentiert wurde, sollte da andere Wege gehen. Ein französischer Mini für Singles, Stadtmenschen und als Zweitwagen für die Dame des Hauses. Der 3,95 Meter lange DS3 ist ein Dreitürer, den man weniger nach technischen und rationalen Aspekten, sondern nach persönlichem Geschmack kauft. Das gilt umso mehr noch für die 2013 lancierte Cabrio-Version, die ein ähnliches Falt-Dachsystem besitzt wie der kleinere Fiat 500C.

Viele bunte Farbkombinationen

Mit Preisen zwischen 15.990 und rund 23.540 Euro für die geschlossene Version sowie 19.940 und 26.340 Euro für das Cabrio bietet der DS3 viel französischen Lifestyle und eine für Citroën sehr umfangreiche Auswahl an Motoren von 82 bis 165 PS, darunter auch zwei Diesel mit 99 und 120 PS. Dazu bietet Citroën noch viele Individualisierungsmöglichkeiten an, was im Marktsegment der kleinen Lifestyler – siehe auch Opel Adam und Fiat 500 – derzeit gefragt ist. Mit den vielen Farbtönen, Dachlackierungen und Aufklebern stehen beim DS3 allein 78 Farbkombinationen zur Wahl. Da mag man es auch tolerieren, dass der DS3 bei der Sicherheitstechnik nicht ganz auf dem modernsten Stand und der Kofferraum mit 258 Litern auch nicht grade üppig ist.

Mehr Platz als Adam und Mini

Seit 2014 rangiert der DS3 unter der neuen Submarke DS Automobiles von Citroën. Zwischenzeitlich bekam er auch einige Modellpflegemaßnahmen mit dezenten optischen Änderungen, Assistenzsystemen, mehr Konnektivität und einem 7-Zoll-Touchscreen. Gegenüber jüngeren Lifestyle-Kleinwagen wie Opel Adam oder dem Klassiker Mini ist der DS3 ein gutes Stück größer und bietet entsprechend mehr Platz.

Fazit zum Citroën DS3

Ist das ein Citroën oder doch ein eigenständiger DS. Optisch jedenfalls sieht man zunächst nicht viele Gemeinsamkeiten. Keine Citroën-Spange, dafür eine Art Single-Frame-Kühler und die DS-Flügel in der Mitte. Auch das Interieur ist sportlich-elegant und auf Wunsch mit Klavierlackoptik. Dazu lässt sich der DS3 nach Wunsch allein mit 78 Farbkombinationen und interessanten Arrangements wie etwa Smaragdgrün mit einem Dach im Streifenmuster individualisieren. Mit den stärkeren Motoren und als Cabrio bietet der DS3 auch richtig Fahrspaß. Nur beim Image sind ihm Mini und Audi A1 überlegen.