BMW 3er (Serie)

Der BMW 3er steigt mit einem relativ hohen Listenpreis ein, kann aber durch seine Effizienz im Kraftstoffverbrauch punkten. Die hohe Verarbeitungsqualität sollte dafür sorgen, dass den Besitzern größere Reparaturen in den ersten Jahren erspart bleiben.

Motoren

Abgesehen vom Topmodell 140i mit 340 PS starkem Sechszylindermotor, kommen in BMW ́s 3er-Reihe nur aufgeladene Drei- und Vierzylinder (von 109 bis 224 PS) zum Einsatz. Alle Motoren stammen aus der Baukastenfamilie, in der jeder einzelne Zylinder etwa 500 Kubikzentimeter Hubraum besitzt. So verfügen die Dreizylinder über 1,5 Liter, die Vierzylinder über zwei Liter und die Sechszylinder über drei Liter Hubraum.

  • Drei-, Vier- und Sechszylinder erhältlich
  • Kräftige Turbomotoren
  • ECO-PRO-/Comfort-/Sport-Modus (serienmäßig)
Motor

Sicherheit

Der 3er BMW ist mit den wichtigsten Grundsicherheits- und Assistenzsystemen ausgestattet. Gegen Aufpreis sind ein Parkassistent, eine radarbasierte Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go-Funktion sowie eine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung erhältlich.

Serienmäßig

  • Regensensor inkl. Automatische Fahrlichtsteuerung
  • Intelligenter Notruf inkl. Teleservices
  • Kindersitzbefestigung ISOFIX (hinten)
  • Reifendruckanzeige
Sicherheit

Ausstattung

Die Serienausstattung des Dreier BMW ist gegenüber dem Vorgängermodell umfangreicher geworden – aber auch von den Motorisierungen abhängig. Neu sind die Ausstattungspakete Advantage, Sport Line, Urban Line und M Sport. Besonders empfehlenswert ist das perfekt zu bedienende Navigationspaket Connected Drive für 3.150 Euro.

Serienmäßig

  • 1-Zonen Klimaautomatik
  • Schlüsselloser Motorstart
  • iDrive-Controller
Ausstattung

Serienbeschreibung

Der 3er ist für BMW das Kernmodell. Kein BMW trifft auf mehr Kundenakzeptanz, der Hersteller selbst spricht sogar vom „weltweit meisterverkauften Premium-Automobil“. Seit der 3er Mitte der 1970er Jahre erstmals in den Handel kam, verkörpert er vor allem Sportlichkeit, mit der er die Mittelklasse seit jeher belebt. Sportlich-agiles Handling war bereits eine der Kernkompetenzen der ersten Generation, die 1975 die BMW 02er-Reihe ablöste.

Sportlich-agiles Handling stand schon bei der ersten Generation an im Fokus

Der erste 3er wurde im Herbst des Jahres 1975 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Das Modell debütierte als heckgetriebener Zweitürer mit der charakteristisch nach vorn geneigten Frontpartie, die es vom 5er geerbt hatte. Neu war das dem Fahrer zugeneigte Cockpit, ein sportliches Gestaltungsmittel. Den Anspruch belegten auch die Motoren der Baureihe E21: Ab 1977 gab es den 3er als erstes Fahrzeug seiner Klasse auch mit Sechszylinder-Motoren zu kaufen. Als 323i leistete der 3er 143 PS. Der schwächste 3er war der 1981 eingeführte BMW 315 mit 75 PS. Bis 1983 wurden insgesamt 1.364.039 Exemplare der Modellreihe verkauft. 4595 davon waren die so genannten Topcabriolets, Umbauten mit Überrollbügel des Karosseriebauspezialisten Baur in Stuttgart.

Heute schon ein Klassiker: Die zweite Dreier-Generation E30

Viele technische Neurungen brachte die innen und außen etwas gewachsene zweite Generation, die 1982 als Zweitürer vorgestellt wurde, der Viertürer folgte 1983. Es debütierten Dieselmotoren in der kompakten Limousine, der 324d hatte einen Reihensechszylinder mit 86 PS unter der Haube, musste aber noch ohne Turbo auskommen bevor 1987 der 324td nachrückte. Erstmals bei BMW sorgte im 325ix ab 1985 ein Allradantrieb für Vortrieb. Neu in der Modellreihe E30 war auch der Katalysator, der erstmals im 325e serienmäßig eingebaut wurde. Als neue Karosserievarianten kamen das erste eigens als solches konstruierte Cabrio hinzu sowie die touring genannte Kombiausführung. Nicht zu vergessen: 1985 feierte der erste M3 Premiere – mit 200 PS aus vier Zylindern. Mit insgesamt 2.339.251 verkauften Einheiten übertraf die Zweitauflage den Vorgänger bei Weitem.

Auf dem Weg zum Topseller: Die dritte Generation E36

Die dritte Generation trat 1990 an, erstmals zunächst als Viertürer. Erst zwei Jahre später kam der Zweitürer hinzu, den BMW jetzt Coupé nannte. 1993 folgte wieder ein Cabrio. 1994 debütierte eine weitere Karrosserievariante, der 3er compact, ein auf 4,21 Meter gekürztes Auto mit zwei Türen und steilem Heck – das jedoch floppte. Zur Markteinführung leisteten alle Motoren mindestens 100 PS, womit erneut der markentypische Fahrspaß dokumentiert werden sollte. Diesen steigern und zugleich den Verbrauch senken sollte als neue Technologie die variable Nockenwellensteuerung, die erstmals 1992 im 286 PS starken Sechszylindermotor des BMW M3 zum Einsatz kam. Ziviles Topmodell war der 328i mit 193 PS. Ab 1992 gehörte ABS zur Serienausstattung. Mit 2.745.780 Einheiten schloss Nummer drei im Jahr 2000 ab. Bereits 1998 lief die letzte Limousine vom Band, während Coupé im Cabrio noch zwei Jahre im Handel blieben.

Vierte Generation: Baureihe E46

Ebenfalls zunächst als Viertürer kam 1998 die vierte Generation auf den Markt, die mit bogenförmiger Dachlinie und L-förmigen Heckleuchten mehr stilistische Dynamik in die Baureihe brachte. Zu den technischen Neuerungen gehörten ein Multifunktionslenkrad, Seiten-Airbags im Fond, Regensensor oder Navigationssystem. 1999 rückten Coupé und Kombi nach, im Jahr 2000 das viersitzige Cabrio, das vom Stoßfänger bis zur A-Säule identisch mit dem Coupé war. Im gleichen Jahr wurde auch der M3 neu aufgelegt. Im Folgejahr gab es wieder – und zum letzten Mal – einen 3er compact. Unter der Haube setzte BMW verstärkt auf den Diesel, im 320d bauten die Bayern erstmals überhaupt einen Dieselmotor mit Direkteinspritzung ein. Im 330d mit 184 PS debütierte die Common-Rail-Technik – statt einer Verteiler-Einspritzpumpe. 2001 wurde die Dynamische Stabilitäts-Kontrolle (DSC) zur Serienausstattung. Der Absatz der vierten Modellgeneration bezifferte sich auf 3.266.885 Einheiten.

Willkommen in der Neuzeit: Der BMW Dreier E90

Mit der 2005 eingeführten fünften Generation wurden Kraftstoffeinsparung und Emissionsreduzierung wichtiger. Bremsenergie-Rückgewinnung, Start-Stopp-Funktion oder Schaltpunktanzeige waren die Maßnahmen, die BMW unter dem Marketing-Begriff EfficientDynamics zusammenfasste und den Vierzylindern angedeihen ließ. Zu einem „Öko-Mobil“ wurde der 3er damit freilich nicht. Vom M3, jetzt mit einem neu entwickelten V8 mit 420 PS bestückt, wurden neben dem Coupé auch ein Cabrio und eine Limousine aufgelegt. Speerspitze bei den Dieselmotoren war ein ebenfalls 3,0 Liter großes Triebwerk im 335d, das dank TwinTurbo und Common-Rail-Direkteinspritzung auf 286 PS und 580 Newtonmeter Drehmoment kam. Neben dem Touring und dem auch in ziviler Ausführung gebauten Coupé kam zudem wieder ein Cabrio zu den Händlern, das erstmals ein versenkbares Hardtop erhielt. Der Absatz der fünften Generation lag mit 3.102.345 Einheiten leicht unter dem Vorgänger.

Größer, sparsamer, sicherer: Die Baureihe F30

Seit 2012 steht die sechste Generation beim Händler, bei der BMW die Nomenklatur etwas durcheinander brachte. Coupé und Cabrio sind, obwohl sie auf dem 3er basieren, seitdem eigenständige Baureihen und werden als 4er geführt. Dafür gesellte sich mit dem 3er Gran Turismo eine neue Karosserievariante dazu. Merkmale sind vor allem eine coupéartige Dachlinie, eine leicht erhöhte Sitzposition sowie ein Kofferraumvolumen, das mit 520 Litern über dem des Kombis liegt. Der technische Fortschritt zeigt sich durch neue Fahrerassistenzsysteme. Neben einem Head-up-Display hielt etwa auch ein Notrufsystem mit Ortungsfunktion Einzug in die Modelreihe, die Serienausstattung umfasst unter anderem noch einen Fahrmodus-Schalter, Klimaautomatik und eine elektrische Heckklappe, wahlweise berührungslos zu öffnen. Als erstes Fahrzeug im Segment ist der 3er der sechsten Generation mit 8-Gang-Steptronic-Getriebe zu haben. Motorenseitig setzt BMW im 3er aktuell ausschließlich auf Twinturbo. Im Antriebsprogramm kam der 3er ActiveHybrid als erstes Hybridmodell der Modellreihe hinzu – mit einem Reihensechszylinder plus Elektromotor und einer Systemleistung von 340 PS.