Audi Q5 (Serie)

Der Audi Q5 ist seit seiner Einführung im Jahr 2008 ein echter Verkaufsschlager. Weltweit gehört er zu den meistverkauften Premium-SUV überhaupt. Kunden schätzen die gute Verarbeitungsqualität, das vorbildliche Platzangebot und die starken Motoren. Günstig ist er aber weder in erster noch in zweiter Generation.

Daten

Daten

Der 2.0 TDI mit 150 PS, Frontantrieb und 6-Gang-Handschaltung fungiert als Lockangebot. Deutlich mehr Kunden werden zu den bereits ab Werk mit quattro-Antrieb und 7-Gang-S tronic kombinierten Selbstzündern mit 163 PS und 190 PS greifen. Benziner-Freunde dagegen zum gegenüber dem Vorgänger um 22 auf 252 PS erstarkten 2,0-Liter-TFSI.

Im Laufe des Jahres 2017 wird der aus dem A5 bekannte 3.0 TDI mit 286 PS das Angebot ergänzen. Der SQ5 TFSI mit 354 PS wird ab Mitte 2017 ausgeliefert. Auch ein Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von 50 Kilometern ist fest eingeplant, jedoch nicht mehr für 2017.

  • Palette aus Vierzylinder-Benziner und -Dieselmotoren
  • SQ5 und 3,0-Liter-TDI als sportliche Speerspitzen
  • Modellvariante mit Plug-in-Hybridantrieb erst ab 2018
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Test

Test

Mit 4,66 Meter ist der Q5 exakt auf dem Niveau der Konkurrenten BMW X3 und Mercedes GLC, ein Jaguar F-Pace ist mit 4,73 Meter etwas länger. Wie beim Vorgänger lässt sich die Rückbank in der Länge verschieben, so bietet das SUV ein gewisses Maß an Variabilität. Der aufgeladene Benziner mit 252 PS ist in Verbindung mit gezielt ausgewählten Extras so etwas wie der Geheimtipp. Allgemein punktet der neue Q5 mit einem harmonisch abgestimmten Fahrwerk, einem sicheren Handling ohne allzu starke Seitenneigung und die präzise Lenkung. Die Material- und Verarbeitungsqualität ist auf gewohnt hohem Audi-Niveau. Das Bedien- und Infotainmentsystem aus dem A4 geht eine stimmige Verbindung mit dem geschmeidigen und an den großen Q7 erinnernden Komfort ein.

  • gute Platzverhältnisse für Passagiere und Gepäck
  • hochwertige Verarbeitung und bequeme Sitze
  • sicheres und für ein mittgroßes SUV agiles Handling
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Preise

Preise

Die Preise für den in drei Ausstattungsstufen – Serie, Sport und Design – sowie als SQ5 angebotenen Q5 reichen von 39.500 Euro für den nur frontgetriebenen Einstiegs-TDI bis zu 64.900 Euro für den SQ5 3.0 TFSI. Die hohen Listenpreise und die teuren Extras führen auch beim Q5 dazu, dass man den Basispreis sehr schnell und fast unbegrenzt nach oben treiben kann. Schon in weitaus kleineren Wettbewerbsfahrzeugen serienmäßige Features wie etwa ein Regensensor oder eine Berganfahrhilfe lässt sich Audi extra bezahlen.

  • insgesamt hohes Preisniveau
  • magere Basisausstattung
  • nur zwei Jahre Garantie
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Der Q5 ist für Audi ein echter Verkaufshit. Die erste Generation mit dem internen Code „8R“ avancierte seit November 2008 mit rund 1,6 Millionen Mal Exemplaren zum weltweit erfolgreichsten Mittelklasse-SUV im Premium-Bereich. Zum Verkaufsstart hatten Q5-Kunden die Wahl zwischen einem Benziner und zwei Dieselaggregaten, alle mit Turboaufladung. Der 2,0 Liter große TFSI leistete 211 PS, der hubraumgleiche TDI 170 PS bei identischen 350 Nm Drehmoment. Als Top-Motorisierung fungierte ein 3,0-Liter-V6 mit 240 PS. Im Sommer 2009 ergänzten ein 143 PS starker Diesel sowie ein 180-PS-Benziner das Motorenangebot. Mitte 2011 erschien außerdem der 2.0 TFSI Hybrid mit 8-Gang-tiptronic-Getriebe und 245 PS Systemleistung.


Großes Arsenal an Fahrerassistenzsystemen – bis zu 30 elektronische Helfer optional.

Im September 2012 spendierte Audi dem Q5 ein behutsames Facelift; parallel dazu wurden die Motoren kräftiger und zugleich sparsamer. Der 2,0-Liter-TFSI erstarkte auf 225 PS, bei einem von 8,1 auf 7,5 Liter gesenkten Normverbrauch. Und als bis dahin stärkster Benziner trat der 272 PS starke 3.0 TFSI an.

Anfang 2013 schob Audi dann eine S-Variante des Q5 nach. Angetrieben von jenem 313 PS starken Bi-Turbo-Diesel, der auch im A6 und A7 erhältlich war. In zwei Stufen stieg dessen Leistung bis Oktober 2015 weiter auf letztlich 340 PS. Damit beschleunigte der erste SQ5 in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Zwischen 2008 und dem Auslauf der ersten Generation erstarkte der 3.0 TDI-Diesel von 240 PS auf 258 PS, während beim 2.0 TDI ab Frühjahr 2014 Leistungsstufen mit 163 PS und 190 PS die Spitze bildeten. Last but not least erhielt 2015 der 2.0 TFSI eine erneute Leistungsspritze auf 230 PS.

Zum Jahresstart 2017 kam dann die zweite Generation des Q5 (Codebezeichnung FY) auf den Markt. Statt in Ingolstadt wird er nun im brandneuen Audi-Werk San José Chiapa (mexikanischer Bundestaat Puebla) gebaut. Abgesehen von neuen Leuchteinheiten und einer schärfer gezeichneten Schulterlinie muss man schon zwei- bis drei Mal hinschauen, um den nun auf dem MLB Evo-Baukasten des Konzerns aufgebauten neuen Q5 zu erkennen. Ein Phänomen, das der Q5 auch mit anderen Audi Modellen teilt.

Unter der Haut hat sich einiges getan

Dafür hat sich unter der Haut des 4,66 Meter langen SUVs einiges getan. Das Cockpit samt seiner Bedienelemente und Anzeigen entsprechen dem des A4 und A5, doch ist der Multifunktionsbildschirm mit 8,3 Zoll eher klein. Die Platzverhältnisse sind zumindest für europäische Verhältnisse generös. Wie beim Vorgänger ist die Rückbank in der Länge verschiebbar, das Ladevolumen hinter der nur optional elektrischen Heckklappe variiert je nach Stellung der Rückbank zwischen 550 und 610 Litern; bei umgeklappten Fond-Sitzlehnen steigt das Volumen auf 1550 Liter.

Analog zum GLC von Mercedes bietet auch Audi den Q5 auf Wunsch mit verstellbaren Dämpfern oder einer Luftfederung aus. Das Komfortplus durch die Luftfederung ist unbestreitbar, zumal sich darüber auch die Bodenfreiheit erhöhen lässt.

Beim Motorenangebot bedient sich der neue Q5 aus dem Arsenal des A4. Nur wenige Kunden dürften sich für die Variante mit 150 PS, Handschaltung und Frontantrieb erwärmen – sie gilt als typisches Lockangebot. Größere Volumina sind dagegen vom 2.0 TDI quattro zu erwarten, den es mit 163 PS oder 190 PS unter der Haube gibt. Darüber rangiert noch der laufruhige Sechszylinder-Diesel, der mit 298 PS und 620 Nm Drehmoment eine wahrlich bullige Leistungscharakteristik entfaltet.

Die ab Mitte 2017 lieferbare neue SQ5-Version bringt es sogar auf 354 PS und 500 Nm maximales Drehmoment, beschleunigt den im Vergleich zum ersten Q5 im Schnitt 90 Kilogramm leichteren SUV in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Im Vergleich zu den mit entkoppelbarem Allradantrieb und siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe ausgelieferten quattros geht der Kraftfluss über eine Achtstufen-Wandlerautomatik permanent an alle vier Räder.

Bis zu 30 Assistenzsysteme verfügbar

Das Preisniveau des Audi Q5 liegt leicht über dem des überaus erfolgreichen, aber auch schon nicht gerade günstigen Vorgängers. Wie knauserig Audi umgekehrt bei der Aufpreispolitik ist, zeigt die Tatsache, dass selbst in diesem hochwertigen Segment serienmäßig noch Xenon-Scheinwerfer verbaut werden – das LED-Licht ist nur im SQ5 Serie, vollvariable LED-Matrix-Scheinwerfer durchgehend nur gegen Aufpreis zu haben. Das Arsenal an Fahrerassistenzsystemen ist ellenlang, in drei verschiedenen Stufen lassen sich bis zu 30 elektronische Helfer dazu bestellen. Ab Werk vorhanden ist lediglich ein bis zirka 85 km/h aktiver City-Notbremsassistent (Audi pre sense city).