Audi Q2 (Serie)

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Der Audi Q2 ist eine noch junge SUV-Serie von Audi. Unter der internen Typenbezeichnung GA geführt, erlebte sie im März 2016 auf dem Genfer Salon ihre Weltpremiere und ging im Herbst desselben Jahres in den Handel. Der Q2 wird im Audi-Werk Ingolstadt gebaut und basiert auf der Volkswagen-Konzernplattform MQB.

Daten

Daten

Auch wenn Lifestyle-Crossover kaum einmal im Gelände bewegt werden, bietet Audi auch den Q2 als quattro-Modell an. Allerdings nur in Verbindung mit zwei TDI-Dieseln mit 110 kW (150 PS) und 140 kW (190 PS). Mit Frontantrieb kombinierbar sind dagegen ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 85 kW (116 PS) und TFSI-Benziner mit drei oder vier Zylindern sowie Leistungen zwischen 85 kW (116 PS) und 110 kW (150 PS). Der Vierzylinder verfügt über die innovative Zylinderabschaltung und soll sich je nach Bereifung und Getriebetyp mit Durchschnittsverbräuchen zwischen 5,2 und 5,8 Litern nach Norm begnügen. Alternative Antriebe wie Erdgas oder Plug-in-Hybrid hat Audi im Q2 jedoch bislang nicht zu bieten.

  • Dreizylinder-Benziner als sparsame Einstiegsmotorisierung
  • quattro-Modelle in Verbindung mit 2,0-Liter-Diesel
  • Zylinderabschaltung beim Vierzylinder-TFSI
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Test

Test

Neben der gewohnt hohen, wenngleich nicht ganz den Top-Modellen der Marke entsprechenden Verarbeitungsqualität und dem peppigen Design gefällt im Q2 vor allem dank serienmäßiger Progressivlenkung das agile Handling. Leider werden die fahrdynamischen Qualitäten durch eine sehr grobe und rigide ESP-Regelung wieder eingeschränkt. Die schlechte Übersicht und die teure Aufpreispolitik gehören zu den weiteren Kritikpunkten – für den Q2 gibt es zwar von digitalen Instrumenten über Head-up-Display und Rückfahrkamera bis zu diversen Assistenzsystemen und einer elektrischen Heckklappe alles, was das Herz begehrt – doch nahezu alles kostet auch extra.

  • dynamisches Handling
  • hohe Verarbeitungsgüte
  • viele Ablagen
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Preise

Preise

Die Preise für den in drei Ausstattungsstufen – Serie, Sport und Design – angebotenen Lifestyle-SUV reichen von 22.900 Euro für die Version mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner bis zu 35.850 Euro für den allradgetriebenen Turbodiesel. Das Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe kostet 2000 Euro Aufpreis. Bis auf den autonomen Bremsassistenten müssen alle weiteren Fahrer-Assistenzsysteme extra bezahlt werden, was den Preis eines Q2 schnell in die Höhe treibt.

  • attraktiver Einstiegspreis
  • teure Aufpreispolitik
  • Diesel-Zuschlag rund 3000 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Q ist neben A aktuell der Lieblingsbuchstabe im Audi-Alphabet – denn schon ein Drittel des Gesamtabsatzes entfällt auf das SUV- und Crossover-Segment, Tendenz weiter steigend. 2016 erschien in schon zweiter Generation der Q5, zugleich mit dem Q2, der die Palette nun nach unten abrundet und jüngere Käuferschichten ansprechen soll. Am oberen Ende ausgeweitet wird das SUV Portfolio schon 2018 mit dem Q8 – auf Basis des Q7, aber 50 Millimeter flacher. Was neben diesem speziell auf die Märkte in China und den USA zielenden XXL-Typ Audi noch fehlt, sind ein coupéartiges Pendant zum Mercedes GLA und ein rein elektrisch angetriebener Tesla-Konkurrent. Aber auch die sind schon fest eingeplant – in Gestalt des für 2019 terminierten Q4 und des noch für 2018 erwarteten Q6. Dann hat Audi die Q-Reihe von 2 bis 8 durchnummeriert.


Zur insgesamt guten Raumausnutzung kommt ein im Vergleich zum Q3 jugendlich-frischeres Design.

Mehr Beinfreiheit im Fond als im Q3

Mit einer Länge von 4,19 Metern ist der Q2 20 Zentimeter kürzer als der Q3, selbst ein A3 Sportback ist noch zwölf Zentimeter länger. Der Radstand hingegen entspricht mit 2,60 Metern dem zweitürigen A3, auf dem der Q2 auch aufbaut. Dank einer breiteren Spur an der Hinterachse ist im Innenraum erstaunlich viel Platz, die Beinfreiheit im Fond ist sogar etwas größer als im Q3, gleichwohl für langgewachsene Staturen etwas knapp. Dafür sind die vorderen Sitze 8,5 Zentimeter höher als in einer Limousine – und gerade diese Kommando-Position schätzen die allermeisten Kunden ja an einem SUV. Sind die Fondlehnen umgeklappt, passen auf einen ebenen Ladeboden bis zu 1050 Liter Gepäck. Regulär sind es immerhin 405 Liter.

Farblich kontrastierende C-Säule

Zur insgesamt guten Raumausnutzung kommt ein im Vergleich zum Q3 jugendlich-frisches Design. Besonders auffällig sind die großen, durch Chromrahmen akzentuierten, seitlichen Lufteinlassschächte und die in der Ausstattungslinie „Design“ farblich kontrastierende C-Säule – zum Beispiel bei einem roten Modell in Silber oder bei einem gelben in Schwarz.